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Industrie im Aufschwung Mehr Lohn für Angestellte gefordert

  • Der Arbeitnehmerverband Angestellte Schweiz fordert für 2018 Lohnerhöhungen von zwei Prozent.
  • Die Industrie habe sich vom Frankenschock erholt und profitiere vom Aufschwung in Europa. Deshalb seien kräftige Lohnerhöhungen angezeigt.
  • «Angestellte Schweiz» ist der grösste Arbeitnehmerverband in der Metall-, Maschinen- und Chemiebranche.

Die gleiche Forderung hatten zuvor auch bereits der Schweizerische Gewerkschaftsbund und der Gewerkschaftsdachverband Travailsuisse gefordert. Für eine Lohnerhöhung sprächen zudem der Fachkräftemangel und die anziehende Teuerung, teilte Angestellte Schweiz mit.

Auslagerung von Arbeitsplätzen stoppen

Die rund 20'000 Mitglieder des Arbeitnehmerverbands arbeiten vor allem in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) sowie in der Chemie- und Pharmabranche. Da die einzelnen Branchen der Industrie unterschiedlich aufgestellt seien, akzeptiere man abgestufte Lohnerhöhungen, schreibt Angestellte Schweiz. Generell verlangt der Verband flachere und agilere Strukturen in den Unternehmen.

Mit der Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland müsse dank den Produktivitätsgewinnen durch die Digitalisierung Schluss sein. Vielmehr müsse die Verkürzung der Arbeitszeit zum Thema werden. Hier sei auch die Politik gefordert, um entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
    Wie gläubig die Schweizer Arbeiter sind: Wenn die Eurobindung wegfällt müssen Arbeitsplätze abgebaut werden, klar, sagt ja auch Hr Schneider-Ammann, also glauben wir. Lohn und Gehalt darf nicht erhöht werden, ihr werdet sonst arbeitslos, sagt die Wirtschaftslobby seit 15J, also glauben wir. Dividenden dürfen nicht besteuert werden, sonst bricht der Börsenplatz zusammen, sagen reiche Aktionäre, also glauben wir, usw. Gut sind wir Schweizer Gläubige: Himmelslohn für uns, Bares für die Reichen!
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    1. Antwort von Kim Hansson (Freddy Tobler)
      Kapitalismus in der heutigen Form bedeutet das alle Länder gegeneinander im Kampf stehen um die schlechtesten Arbeitsbedingungen um überhaupt noch Arbeit im Land zu halten.... Neoliberalismus ist Menschenunwürdig und dient nur den superreichen... nicht den Millionären oder gar Multimilionären. Das System ist für Multimilliardäre ausgelegt... 63 Personen besitzen gleichviel wie der Rest der Menschheit zusammen und diese verdienen mit Zins und Zinseszins mehr als der Rest mit tatsächlicher Arbeit.
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  • Kommentar von Tom Duran (Tom Duran)
    2%? Das deckt ja nicht mal die KK Erhöhung, geschweige denn alle anderen neuen Gebühren und Preiserhöhungen für den täglichen Lebensbedarf. Ich fordere 20% mehr Lohn für jeden Arbeiter. Das wäre nur mehr als gerecht. Bedenkt man das ein CEO bis zu 1000% mehr verdient, aber sicher keine 1000% mehr arbeitet, wäre eine solche Lohnanpassung dringend nötig! Verantwortung tragen die ja eh nur in ihren Kommuniqués, geht es ans Eingemachte, müssen die Arbeiter den Kopf hinhalten, bzw. gehen!
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    1. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      Sie deuten das Hauptproblem nur an. 1918 wurde auch der Fleissige nur im einstelligen Prozentbereich fuer die Bereicherung Anderer abgezockt. Dann wuchsen zwar die Nominal- und gelegentlich gar auch die Realloehne. Die Realloehne der Beamten fingen schon in den Sechzigerjahren zu stagnieren an, die der Privaten erst mit dem EU-Lohndoemping. Ruinoes sind heute die horrend explodirenden Umverteilungen von den zu Fleissigen statt zu Reichen an die Nicht- oder nur Teilerwerbstaetigen....
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Lohn-Fairness für alle - Lohnfairness für Frau und Mann in der Schweiz 2017?? Solange Bundesrat und "gesamte" Politik, sich nicht wirklich und redlich - gemäss ihren Wahl-Slogans" - "FÜR" eine tatsächliche Lohnfairness für alle einsetzen (Vetternwirtschaft, Lobbyismus, lukrative VR-Mandate), solange gibt es keine Lohnfairness für das Schweizer VOLK!! Damit ist klar: "falsche Leute in falschen Positionen"!!
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