Mehr Schwerverletzte im Strassenverkehr

Die Astra-Halbjahres-Statistik zeigt: Es gibt zwar weniger Tote, aber mehr Schwerverletzte im Schweizer Verkehr als im Vorjahr. Immer häufiger trifft es Velofahrer.

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Weniger Tote, mehr Schwerverletzte

1:17 min, aus Tagesschau am Mittag vom 9.9.2014

Im ersten Halbjahr 2014 sind bei Verkehrsunfällen in der Schweiz 115 Personen gestorben. Das sind 7 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2013.

Die Zahl der Schwerverletzten allerdings stieg um 182 auf 1911 Personen. Dies entspricht einer Zunahme von 11 Prozent. Dies geht aus der Halbjahresstatistik des Bundesamtes für Strassen (Astra) hervor.

Mehr schwerverletzte Velofahrer


Ist Velofahren gefährlicher geworden?

1:25 min, aus Heute um Vier vom 09.09.2014

Autofahrer waren im Schnitt sicherer unterwegs, hier gab es weniger getötete und schwerverletzte Personen. Bei den Zweiradfahrern hat die Zahl der schweren Unfälle hingegen zugenommen. Besonders ausgeprägt war der Anstieg bei den Velofahrern.

Die Zahl der schwerverletzten Fahrradfahrer ist um 51 Prozent angestiegen, von 272 Personen im ersten Halbjahr 2013 auf 411 Personen im ersten Halbjahr 2014. Fast doppelt so viele Velofahrer sind tödlich verunglückt wie in der Vorjahresperiode. Die Zahl der Todesfälle liegt mit 15 allerdings auf relativ tiefem Niveau.

Tote und Schwerverletzte bei den Velo- und E-Bike-Fahrern

Weniger Tempo, mehr Velowege

Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) zeigte sich besorgt über diese Entwicklung. Er appelliere an die kantonalen Behörden und den Bund, die schwachen Verkehrsteilnehmenden besser zu schützen, schreibt der VCS in einer Mitteilung.

Eine der wirksamsten Massnahmen seien Temporeduktionen, doch es brauche auch bauliche Verbesserungen wie Velowege.

Tiefstand bei getöteten Fussgängern

Am häufigsten kommen nach wie vor Personen in Autos ums Leben (45), gefolgt von Motorradfahrern (29) und Fussgängern und Velofahrern (je 15).

Bei den tödlich verunfallten Fussgängern wurde ein neuer Tiefstand erreicht, schreibt das Astra. In der Vorjahresperiode waren noch 25 Fussgänger bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen.

Weniger Raser und Betrunkene

Schnellfahrer und betrunkene Personen haben deutlich weniger Todesfälle verursacht als noch in der Vorjahresperiode. Der Rückgang beträgt 48 respektive 35 Prozent. Insgesamt kamen 13 Personen wegen betrunkenen oder zu schnell fahrenden Verkehrsteilnehmern ums Leben.

«Möglicherweise zeigen die Massnahmen aus den ersten beiden «Via sicura»-Pakten betreffend Raser sowie betreffend Fahrverbot unter Alkoholeinfluss für Neulenkende und Berufschauffeure bereits Wirkung», schreibt das Astra.