Millionengeschäft Schulstart

Für 80'000 Kinder in der Schweiz fängt an diesem oder am nächsten Montag ein neuer Lebensabschnitt an. Sie gehen als Erstklässler nämlich erstmals in die Schule. Und das heisst auch: Hochsaison für Hersteller und Händler von schulischen Hilfsmitteln aller Art.

Erstklässler

Bildlegende: Erst stürmen sie die Detailhändler, dann die Schulräume: Erstklässler vor ihrem grossen Tag. Keystone

Das Geschäft mit dem Schulbeginn ist ein Millionen-Geschäft: Jedes Jahr müssen 80'000 Kinder ausgerüstet werden für den ersten Schultag.

Ein Markt von 140 Mio. Fr.

Und auch die grösseren Kinder, insgesamt über 700'000 sind es in der Volksschule, brauchen immer wieder neue Farbstifte und Füllfederhalter und zumindest alle paar Jahre einen neuen Schulsack.

Rechnet man mit 200 Franken pro Kind und Jahr, dann sind dies gut 140 Millionen Franken Umsatz für Papeterien, Warenhäuser und Online-Shops.

Schulthek bei vielen beliebt

Im Internet findet man ein unübersehbares Angebot an Schulrucksäcken und anderen Artikeln, bis hin zum traditionellen Schulthek mit Kalbsfell-Überzug!

Tatsächlich gibt es diesen Klassiker auch heute noch - oder wieder, wie Isabella Berger vom Online-Shop Kuhfell sagt: «Im Laufe der Zeit im Online-Geschäft, wenn die Leute das sehen, erinnern sich viele Eltern an diese Schulsäcke und haben immer grosse Freude.» Und dann bestellen sie einen solchen Kuhfell-Schulsack zum stolzen Preis von 250 Franken.

Gefragte Schulanfang-Sets

Doch dies ist immer noch ein Nischenprodukt. Im Trend liegen zunehmend ergonomisch korrekte, verstellbare Schulrucksäcke in allen Farben und Designs. Und, wie Coop-Sprecherin Nadja Ruch erklärt, gefragt seien zunehmend ganze Schulanfang-Sets: «Wo man dann nicht nur den Schulsack kauft, sondern auch gleich das Etui dazu, die Znüni-Dose vielleicht noch oder das Turnsäckli ist dann gleich mit dabei. Und alles ist dann halt im selben Sujet gehalten. Also das wird sehr sehr gut nachgefragt, damit man das ganze Paket für den Schulanfang dann beisammen hat.»

Zwar spüren die Warenhäuser und die Papeterien die Konkurrenz durch den Online-Handel auch bei den Schulartikeln. Doch zumindest den ersten Schulthek dürfen sich viele Kinder immer noch im Laden selber aussuchen – von Gotte, Götti oder Eltern begleitet.