Burkhalter-Nachfolge Moret will in den Bundesrat

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Moret zeigt sich von ihrer besten Seite (französisch)

1:10 min, vom 5.8.2017

  • «Ich steige ins Rennen um die Nachfolge des zurücktretenden Bundesrates Didier Burkhalter», sagte die Waadtländer Nationalrätin Isabelle Moret am Samstagabend gegenüber dem Westschweizer Fernsehen RTS.
  • Bisher ist der Tessiner FDP-Nationalrat Ignazio Cassis der einzige Kandidat, der von der Kantonalpartei offiziell für Burkhalters Nachfolge nominiert ist.

Sie habe Lust auf diese spannende Herausforderung, sagte Isabelle Moret im RTS-Interview. Sie habe sich Schritt für Schritt für eine Kandidatur entschieden. Sehr schnell sei für sie klar gewesen, «Ja, der Bundesrat interessiert mich». Sie meinte zudem, die Kompetenz sollte das Hauptkriterium für die Wahl sein.

Dies erachtet sie als wichtiger als die Frage des Geschlechts oder der Kantonszugehörigkeit. Sie betonte jedoch, wie wichtig es sei, dass Frauen im Bundesrat vertreten seien. Sie würde neben der Politikerfahrung auch die Lebenserfahrung als Mutter von zwei Kindern im Schulalter mitbringen.

Die 46-jährige Anwältin sitzt seit 2006 für die FDP Waadt im Nationalrat. Sie amtete zudem von 2006 bis 2016 als Vizepräsidentin der FDP Schweiz.

Partei muss noch entscheiden

Die Waadtländer FDP will am Donnerstag Anhörungen durchführen und danach eine Entscheidung treffen. Im Kanton Waadt hat Staatsrätin Jacqueline de Quattro ebenfalls Interesse gezeigt. Auch der Genfer FDP-Staatsrat Pierre Maudet will Nachfolger von Bundesrat Burkhalter werden. Die Delegierten der FDP Genf werden am Dienstag über die Kandidatur befinden.

Eine Kandidatur überlegt sich auch Ständerat Olivier Français. Als möglicher künftiger Bundesrat aus dem Kanton Freiburg gehandelt wird FDP-Nationalrat Jacques Bourgeois, Direktor des Schweizerischen Bauernverbandes.

Bis anhin einziger offizieller Kandidat für die Burkhalter-Nachfolge ist Ignazio Cassis. Der Tessiner Nationalrat wurde am 1. August von seiner Kantonalpartei offiziell als Bundesratskandidat nominiert. Die FDP Schweiz nimmt noch bis am nächsten Freitag Vorschläge der Kantonalparteien entgegen. Am 20. September wählt die Bundesversammlung das neue Mitglied in die Landesregierung.

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