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Schweiz Nach der Flucht in der Schweiz weiterstudieren

An mehreren Schweizer Universitäten gibt es Anstrengungen, qualifizierten Flüchtlingen zu ermöglichen, ihr Potenzial zu entfalten. Der Verband der Studierenden hat ein Mentoringprogramm lanciert. Er will eine enge Begleitung durch hiesige Studenten anbieten.

Hauptgebäude der ETH in Zürich.
Legende: Rund 40 Flüchtlinge werden ab Herbst an der ETH Zürich Universitätsluft schnuppern. Keystone

Auf der Flucht lässt man vieles hinter sich, Familie, Hab und Gut, seinen Arbeitsplatz. Mitnehmen kann man nur sein Potenzial. Und dieses sollen Flüchtlinge möglichst auch später entfalten können, findet der Verband der Studierendenschaft VSS. Qualifizierte Flüchtlinge sollen an hiesigen Universitäten Vorlesungen besuchen können. Sie sollen dies aber nicht allein tun, sondern begleitet von einem Mentor. Ein Mentoringprogramm sei im Auf- und Ausbau, sagt Gabriela Lüthi, Vorstandsmitglied des VSS.

Rund 40 Flüchtlinge können ab Herbst an der ETH Zürich Universitätsluft schnuppern. Doppelt so viele Studierende haben sich bereits als Mentoren gemeldet. «Das wäre eine 1:1-Begleitung. Der geflüchteten Person würde bei administrativen Angelegenheiten geholfen und nachher bei den Vorlesungen», sagt Lüthi.

In Basel gibt's Schnuppersemester

Die Universität Basel bietet etwas Ähnliches an. Dort haben bisher 17 Flüchtlinge erfolgreich ein Schnuppersemester absolviert, sagt Seamus Ford von der studentischen Arbeitsgruppe offener Hörsaal. «Zwei Flüchtlinge werden ab nächstem Semester im regulären Masterstudium zugelassen.»

Die beiden hatten allerdings einen Vorteil. Sie hätten ein vollständiges Dossier und einen syrischen Universitätsabschluss. Auch die anderen gehen nach dem Schnuppersemester nicht leer aus. Sie konnten sich an der Universität intensiv vernetzen, konnten Sprachkenntnisse verbessern und das Bildungssemester kennenlernen.

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59 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Viele Grenzen werden gemacht um andere auszugrenzen! Mich stört es nicht wenn Ausländische Mitbürger und -innen an UNI in der Schweiz gehen. Besser als das Sie rumlungern. Ich freue mich für jeden Mitmenschen der seine Wünsche und Träume verwirklichen kann und wenn ich etwas dazu Beitragen kann freut mich das, auch wenn ich nie selbst Studieren konnte. Denn ein gut gefördertes Kind ist meine beste Altersversorgung!
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    1. Antwort von W. Helfer (W. Helfer)
      Ich schätze mal, das dies wieder einmal die Antwort auf meinen Beitrag ist, welcher einmal mehr zensuriert wird. Unglaublich, wie Ihr immer Alles verdrehen müsst. NIEMAND hat etwas gegen ausländische Schüler od. Studenten!!! Unser System sieht NICHT umsonst verschiedene Klassenstufen vor. Einfach mal nachdenken. Echt mühsam was hier abgeht.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    "17 Flüchtlinge" Es gibt hier in der CH keine "Flüchtlinge". Die waren vielleicht in der Türkei, Griechenland oder in Italien "Flüchtlinge". Das war es dann aber.
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    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      "Fünfer- und Weggli"-Denken: In der Flüchtlingsfrage davon profitieren, keinen direkten Meeranstoss zu haben und von Schengenstaaten umgeben zu sein, gleichzeitig aber davon profitieren, dass die Anrainerstaaten mit Meeranstoss den CH-Handel durch ihr Hoheitsgebiet zulassen.
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  • Kommentar von W. Ineichen (win)
    Und ich musste als Student an Wochenenden und in den Ferien pickelhart arbeiten, um mein Studium zu finanzieren. Gewisse Zuwanderer haben es heute bedeutend einfacher. Ob sie und jemals danken?
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    1. Antwort von Michelle Frick (michelle16)
      Geht nicht nur dir so. Einige von meinen kolleginen, welche die fachhochschule in der schweiz absolviert haben bekommen die stelle nicht, trotz eines 5.5 schnitts und ein hammer arbeitszeignid von den restis in den ferien. Im fl/österreich ist mathe viel härter, wir haben auch mehr unterricht und die ch schulen reklamieren über das tiefr nivau. Deshalb gehen bei uns viele nach österreich. Schweiz war mal gut, aber jetzt ist die ausbildung ausgeleierter den je!
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    2. Antwort von Peter Isler (SchweizerQualität)
      Gibt's in Österreich Fachhochschulen? Diese sind bei uns nämlich nicht ansatzweise mit Unis oder technischen Hochschulen zu vergleichen, zumindest wenn es um Bereiche wie Mathe geht... Bei uns fallen die Studenten an der ETH im ersten Jahr durch und holen sich dann die 5.5 an der FH...
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    3. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      "Ob sie und jemals danken?" Für was? Für Ihre saloppen Sprüche?
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