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Nach «Free Floating»-Prinzip Nach den Leihbikes kommen nun die E-Scooter

Legende: Video Bald gibt es in Zürich die E-Scooter abspielen. Laufzeit 2:45 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 15.03.2018.

Auf den Veloparkplätzen der Stadt wird es noch einmal enger: Mitte April werden 200 Elektro-Scooter auf dem Stadtgebiet verteilt. Diese können per App ausgeliehen und nach Gebrauch wieder parkiert werden. Veloförderer sind wenig begeistert.

Das Prinzip des sogenannten «Free Floating» ist einfach erklärt: Ein Fahrzeug kann per App ausgeliehen werden und muss anschliessend nicht an einem vordefinierten Platz wieder abgestellt werden. Erlaubt sind stattdessen alle für das Fahrzeug vorgesehenen Parkplätze. Die Stadt Zürich kennt dieses Prinzip bereits von Leihvelo-Anbietern wie «oBike» oder «LimeBike». Diese haben im vergangenen Jahr bereits für rote Köpfe gesorgt, weil sie teilweise auf Trottoirs oder in privaten Veloständern platziert wurden. Nun folgen also auch E-Scooter mit dem «Free Floating»-Prinzip.

«Wir dürfen uns nicht verschliessen»

Filippo Leutenegger, Vorsteher des Zürcher Tiefbaudepartements und FDP-Stadtrat, hat die Lancierung solcher E-Scooter bewilligt. Ab 19. April werden von der Firma mobility 200 elektronische Roller auf Zürcher Stadtgebiet verteilt. Erlaubt werden von der Stadt momentan maximal 250 Roller.

Die Technologie entwickelt sich, Menschen bewegen sich in Zukunft anders. Dem müssen wir eine Chance geben.
Autor: Filippo LeuteneggerFDP-Stadtrat

«Die Technologie entwickelt sich, Menschen bewegen sich in Zukunft anders. Dem müssen wir eine Chance geben», sagt Leutenegger. Einen Konflikt mit Velofahrern, welche ihre Räder auf dieselben Parkplätze stellen wie die E-Roller, sieht er nicht. «Natürlich haben wir in der Stadt wenig Platz – aber mit 250 E-Scootern verschärft sich das nicht massiv. Ausserdem bauen wir die Veloabstellplätze gerade an Hotspots massiv aus».

«Darauf hat Zürich nicht gewartet»

Ganz anders sieht dies der Gemeinderat der Grünen und Co-Geschäftsführer des VCS Zürich, Markus Knauss. Er ist gegen die E-Scooter-Lancierung. «Alle Veloabstellplätze sind schon heute übervoll – da sind solche E-Scooter überflüssig. Die Stadt hat nicht darauf gewartet».

Knauss fordert, dass wenn schon vorhandene Auto-Parkplätze für die E-Scooter umgenutzt werden und nicht bestehende Veloabstellplätze benutzt werden dürfen. «Natürlich ist ein elektronischer Roller umweltfreundlicher als ein Auto. Aber am ökologischsten und gesündesten sind immer noch die Fortbewegung zu Fuss oder mit dem Velo – das müssen wir weiter fördern».

8 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Boller (BOER)
    Nichts ist zu blöd und zu unnötig, wenn man nur damit Geld machen kann.
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  • Kommentar von René Balli (René Balli)
    Wenn das Parkieren von 250 Rollern ein Problem wird, muss der Dichtestress schon relativ hoch sein. Den Punkt, wo Wirtschaftswachstum die Lebensqualität erhöht, oder zumindest aufrecht erhaltet, haben wir schon längstens überschritten.
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Ohne Dichtestress koennten privaten Anbietern Lizenzen verkauft werden, fuer solche Vermietungen oeffentliche Plaetze zu benuetzen. Bei Mobility kann die Pflicht zur Rueckgabe am Parkplatz der Abholung doch sehr laestig werden. In der Dichtestressparkplatznot ist aber nur zumutbar, dass die Mietfahrzeuge (auch Velos!) nach der Miete nur auf privaten Plaetzen der Vermieter abgestellt werden duerfen oder pro Fahrzeug dem Staat soviel blechen muessen, dass sie nur die Vielgebrauchten in Verkehr s
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