Pilotprojekt in Bern Nationalfonds unterstützt kontrollierten Cannabis-Verkauf

Was wären die Folgen von legalem Cannabis-Verkauf in Apotheken? Der Nationalfonds will es wissen und finanziert deshalb ein Pilotprojekt.

  • Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) unterstützt das Stadtberner Cannabis-Forschungsprojekt mit 720'000 Franken.
  • Die Berner Sozialdirektorin Franziska Teuscher hat einen entsprechenden Bericht der «Sonntagszeitung» bestätigt. Dass der Nationalfonds das Pilotprojekt unterstütze, unterstreiche die wissenschaftliche Bedeutung der Studie.
  • Die Studienteilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein, in der Stadt Bern wohnen und bereits Cannabis konsumieren, was mittels Haarprobe bestätigt werden muss. Die Ethikkommission des Kantons Bern hat den Versuch Ende Februar bewilligt.
  • Das Institut für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM) der Uni Bern bereitet nun die Einreichung des Gesuchs beim Bundesamt für Gesundheit vor.
  • Diese soll zeigen, wie sich der regulierte Cannabis-Verkauf in Apotheken auf das Konsum- und Kaufverhalten der Kiffer auswirkt. Auch sollen die Vor- und Nachteile eines liberaleren Umgangs mit Cannabis geprüft werden.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Die Stadt Bern macht einen Versuch für Kiffer und Kifferinnen.

    Cannabis aus der Apotheke? Bern wagt den Versuch

    Aus Rendez-vous vom 14.3.2016

    In Bern soll Cannabis in Zukunft legal in Apotheken gekauft werden können. Die Stadtregierung will einen Versuch mit 1000 Kifferinnen und Kiffern starten. Rechtlich bewegt sich die Stadt Bern damit in einem engen Rahmen. Politisch ist der Widerstand gross.

    Thomas Pressmann