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Neue Verkehrsregeln geplant Für Velofahrerer soll Rechtsabbiegen bei Rot erlaubt werden

Legende: Audio Und das Trottoir als Ausweichmöglichkeit für Kinder abspielen. Laufzeit 01:38 Minuten.
01:38 min, aus HeuteMorgen vom 14.11.2017.
  • Mit neuen Verkehrsregeln will das Verkehrsdepartement das Velofahren attraktiver machen.
  • Aus Sicherheitsgründen sollen Kinder neu bis zehn statt wie bisher bis sechs Jahren auf dem Trottoir fahren dürfen.
  • Zudem will man Velofahrern in gewissen Fällen das Rechtsabbiegen bei Rot erlauben.
  • Das Bundesamt für Strassen rechnet mit Widerstand und sondiert nun vor bevor es die Vorschläge in der ersten Hälfte 2018 in die Vernehmlassung schickt.

Noch liegen die Pläne in den Schubladen des Bundesamtes für Strassen Astra. Doch in der ersten Hälfte des nächsten Jahres sollen sie in die Vernehmlassung gehen, wie Astra-Sprecher Thomas Rohrbach gegenüber Radio SRF bestätigt.

«Wir werden vorschlagen, dass Kinder bis zehn Jahre, die mit dem Velo unterwegs sind, auf dem Trottoir fahren dürfen, sofern kein Radweg oder ein Fahrstreifen vorhanden sind – dies aus Sicherheitsgründen.» Bei engen Strassenverhältnissen sollen Kinder auf dem Velo so eine Ausweichmöglichkeit erhalten.

Rechtsabbiegen bei Rot

Definitiv in der ganzen Schweiz einführen möchte das Astra zudem eine Massnahme, die in der Stadt Basel in zwei Versuchen bereits getestet worden ist: «Wir werden vorschlagen, dass unter gewissen Bedingungen Velofahrer an der roten Ampel rechts abbiegen dürfen.»

Der Versuch in Basel war ein Erfolg.
Autor: Thomas RohrbachSprecher des Astra

Dabei gehe es nicht um eine generelle Erlaubnis, bei rot rechts abzubiegen, sondern um die Möglichkeit für Gemeinden, diese Massnahme bei einzelnen Kreuzungen einzuführen, betont Astra-Sprecher Rohrbach. Der Versuch in Basel dazu sei erfolgreich verlaufen. «Es gab nicht mehr Unfälle – im Gegenteil. Es gab auch nicht mehr gefährliche Situationen. Der Versuch war ein Erfolg.»

Widerstand zu erwarten

Das Astra ist sich allerdings bewusst, dass die beiden Massnahmen umstritten sein könnten: «Wir sprechen bereits jetzt mit Organisationen – noch bevor die Vernehmlassung startet, um den Puls zu fühlen.»

Die beiden neuen Verkehrsregeln für Radfahrer sind Teil eines ganzen Paketes von Massnahmen. Ob sie definitiv eingeführt werden sollen, wird der Bundesrat nach der Vernehmlassung entscheiden. Er wird auch festlegen, ab wann die neuen Regeln gelten.

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Franco Caroselli (FrancoCaroselli)
    Die Reizfigur Velofahrer auf CH Strassen erhalten Sonderrechte, während andere Eltern und Kundergärten fleissig bei Kinder den Fussgängerstreifen üben: bei Rot stehen, bei Grün gehen. Sind erwachsene Velofahrer entweder grosse Kinder geblieben die sich nichts sagen lassen oder einfach faul den Hintern vom Sattel holen um bei Rot still zu stehen und nun mal abzusteigen. Gilt auch auf Bahnhöfen. Gut tut es mir im Auto nicht weh, wenn es mit fehlbaren Velofahrer knallt. Unfallstatistik belegt‘s.
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  • Kommentar von Martin Egger (Martin Egger)
    "Dabei gehe es [...] um die Möglichkeit für Gemeinden, diese Massnahme bei einzelnen Kreuzungen einzuführen". Das lohnt sich wirklich nicht: jede betroffene Kreuzung extra zu kennzeichnen. Schlaue Velofahrer biegen sowieso auch bei Rot rechts ab, es ist in der Regel ja nicht gefährlich. Also wenn schon, sollte man es generell erlauben, ohne Kennzeichnung.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    In einem Dorf in Holland wurden alle Verkehrstafeln und Ampeln abgeschafft - und siehe da es gab weniger Unfälle - die einzige Regel blieb wie auch bei uns - der Stärkere Verkehrsteilnehmer hat die Schuld bei einem Unfall -wenn ein Velofahrer einen Fussgänger rammt ist dieser Schuldig - rammt ein Töff ein Velo oder Fussgänger ist dieser Töff -Fahrer Schuldig - rammt ein Auto die 3 Vorgehenden ist der Autofahrer schuldig ! Hui wie nun vorsichtig und rücksichtsvoll gefahren wird . Aber oha lätz !
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