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Schweiz Neuenburger SVP-Regierungsmitglied Perrin tritt zurück

Yvan Perrin nimmt den Hut. Dies gab Alain Ribaux, der Präsident der Neuenburger Regierung bekannt. SVP-Staatsrat Perrin musste sich vergangene Woche erneut wegen Erschöpfung in eine Klinik begeben.

Legende: Video SVP-Staatsrat Yvan Perrin legt Amt nieder abspielen. Laufzeit 0:47 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 16.06.2014.

Der Neuenburger SVP-Staatsrat Yvan Perrin tritt nach nur einem Jahr in der Neuenburger Regierung per sofort zurück. Er musste sich vergangene Woche erneut wegen Erschöpfung in eine Klinik begeben. Zur Ersatzwahl kommt es voraussichtlich am 28. September.

Der Staatsrat nimmt den am Montag eingereichten Rücktritt zur Kenntnis und begrüsst den «mutigen und verantwortungsvollen Entscheid» des Kollegen. Perrin sei stets ein loyales und kollegiales Mitglied gewesen, sagte Alain Ribaux, Präsident der Neuenburger Regierung vor den Medien.

Perrin bedauert Rücktritt

Perrin kündigt «mit Bedauern» seinen Rücktritt an, wie aus einem von Ribaux verlesenen Brief hervorgeht. Er sei verpflichtet zu gehen, da er seine Aufgaben nicht mehr mit der geforderten Kraft ausfüllen könne, schreibt Perrin. Die Aufgaben des Departements für Raumplanung und Umwelt werden vorübergehend auf die vier anderen Mitglieder der Neuenburger Exekutive verteilt.

Perrin hatte sich vergangene Woche in eine Klinik im Kanton Waadt begeben, in der er bereits im Frühling behandelt worden war. Von Anfang März bis nach Ostern musste er ebenfalls wegen Erschöpfung eine Pause einlegen. Schon im Jahr 2010 hatte Perrin ein Burnout erlitten, auch 2012 musse er vorübergehend pausieren.

Perrins Rücktritt sei eine Erleichterung für die Neuenburger Regierung, stellte SP-Mann Ribaux vor den Medien fest: «Yvan Perrin konnte seine alte Frische nach seinem Burnout nie zurückgewinnen.»

Erster SVP-Vertreter in der Neuenburger Regierung

Er war im Mai 2013 als erster Vertreter der SVP in die Neuenburger Regierung gewählt worden. Zuvor war Perrin zehn Jahre Lang Nationalrat für die SVP. Er galt dort als Hardliner. Perrin gab damals gern den harten Mann und liess sich zu Demonstrationszwecken schon mal mit einem Taser beschiessen oder in Putin-Manier oben ohne ablichten.

Seine Burnouts 2010 und 2012 jedoch änderten die Art, wie er in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde. Und als Perrin 2013 als Regierungsrat antrat, machte er keinen Hehl aus seiner labilen Gesundheit. Seine offene Art zu kommunizieren und seine Schwächen auch einzugestehen, gaben ihm bei der Wählerschaft viele Sympathiepunkte.

25 Kommentare

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  • Kommentar von R.Anderegg, Zürich
    Schon bemerkenswert, wie fleißig unsere Presse am kommentieren ist, wenn irgend etwas bei der UDC passiert. Die selbe Presse ist dann aber sehr leise, wenn bekannt wird, dass ein Grossrat der Neuenburger SP dem Staat über 100.000 Franken Steuern schuldet und seine Rechnungen nicht pünktlich bezahlt. Der Genosse musste daraufhin als Kantonsrat zurücktreten. Notabene von einer Partei, die doch sonst immer schärfstens Steuersünder kritisiert.
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  • Kommentar von P.Bürger, Schaffhausen
    Da hat aber jemand in den Archiven gewühlt & musste ins Jahr 2009 zurück! Nur,der Fall lag anders,aber das ist R. A. gerade recht!Die Ausgangsdiskussion ist eine andere,R.A.!!!Der SVP Mann hatte nach kürzester Zeit ein Burn out & ihr Mörgeli & Bortoluzzi haben über diese Krankheit abschätzig gelästert.Dass der Regierungsrat auch noch ein Alkoholproblem hatte,habe ich hier nie ins Feld geführt.Ihre Aussage desavouiert den Mann,den sie eigentlich in Schutz nehmen wollten.Lesen sie nochmals genau!
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    1. Antwort von R.Anderegg, Zürich
      P.Bürger, der Fall hat sich genau so zugetragen, die Neuenburger SP-Dame hatte Alkoholprobleme und ist rechtskräftig verurteilt worden. Außerdem sprachen andere Medien am 16.6 von Alkoholproblemen Perrins, als keine Erfindung von mir. Im weiteren reißen Sie etwas aus dem Kontext und zitieren falsch, da Bortoluzzi und Mörgeli sich nie abschätzig über Bournout Kranke gewässert haben, sondern nur über jene die diese Krankheit simulieren, Scheininvalide, um damit Sozialleistungen zu erschleichen.
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  • Kommentar von R.Anderegg, Zürich
    Schon interessant, in Neuenburg gab es noch den Fall Valerie Garbani von der SP. Die Dame hatte auch massive Alkoholprobleme, wurde aber auch mehrfach straffällig. Die SP-Frau wurde einmal wegen Beleidigung und Bedrohung gegen Beamte, das andere mal wegen rassistischen Beschimpfungen, öffentlicher Trunkenheit und Gewalt gegen Beamte verurteilt. Erst danach zog sie die Konsequenzen und trat als Neuenburger Stadträtin zurück. All diese Bürger's und Planta's schweigen hierzu natürlich.
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