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Schweiz OSZE: Erste Schweizer Erfolge in der Ukraine

Dass die Ukraine-Krise bisher nicht weiter ausser Kontrolle geraten ist, ist auch auf Schweizer Diplomatie zurückzuführen. Davon ist der OSZE-Sondergesandte Tim Guldimann überzeugt.

Ein Mann mit Brille vor dem OSCE-Emblem
Legende: OSZE-Gesandter Guldimann: Sichtbare und unparteiische Präsenz vor Ort. Keystone

Die Schweiz hat in der Ukraine-Krise nach Ansicht von Guldimann einen wichtigen Beitrag zu einer Entschärfung der Krise geleistet. Als besonderen Erfolg wertet der Diplomat die Beobachtermission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) in der Ukraine.

Legende: Video Guldimann besorgt wegen Lage in Ostukraine abspielen. Laufzeit 02:01 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.04.2014.

Die Beobachtermission sei «der erste international breit abgestimmte Schritt» gewesen, «um zur Entschärfung der Krise beizutragen», sagte Guldimann der «SonntagsZeitung». Es sei ein bedeutsamer Schritt gewesen. Möglich sei dieser auch dank dem starken Engagement der deutschen Regierung geworden.

Obwohl erst im Aufbau begriffen, zählt die Mission laut Guldimann bereits über 100 Mitarbeiter. «Diese Mission schafft sichtbare und unparteiische internationale Präsenz vor Ort, die Beobachter sind so quasi die Augen und Ohren der internationalen Gemeinschaft.» Eine separate OSZE-Mission werde im Mai die Präsidentschaftswahlen beobachten.

Burkhalters Vorschlag

Ausserdem sehe es danach aus, dass der Vorschlag von Bundesrat Didier Burkhalter, eine Ukraine-Kontaktgruppe zu schaffen, «Früchte trägt», sagte Guldimann weiter. Es sei die Rede davon, dass nächste Woche ein Treffen zwischen den Aussenministern Russlands, der USA, der Ukraine und der EU-Aussenbeauftragten geplant ist.

Das Engagement der Schweiz im Rahmen der OSZE und namentlich auch die Ernennung Guldimanns, normalerweise Schweizer Botschafter in Berlin, erhielt in den vergangenen Wochen in der Schweiz nicht nur Zuspruch. Exponenten der SVP, unter ihnen auch Bundesrat Ueli Maurer, äusserten sich skeptisch, ob dies mit der Neutralität, wie sie sie verstehen, vereinbar ist.

In der Hand von Separatisten

Er wurde von Maskierten abgeführt, während er dem SRF aus Donezk ein Interview gab. Der ARD-Korrespondent Bernd Musch-Borowska berichtet über sein unheimliches Zusammentreffen mit pro-russischen Separatisten. Er befürchtet eine weitere Eskalation der Gewalt in der Ostukraine.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Elisabeth Meier, 6992
    Hier geht es nicht um die Schweiz (und ob sie Erfolg hat), sondern um die Ukraine! Also, vergessen wir die "Schweizer Erfolge", bitte!
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Aber wenn BPr Burkhalter die Neutralität der CH dermassen hochjubelt, müsste er als Schweizer Vorsitzender der OSZE auch mal mit den Europäern und Amerikanern über deren Haltung sprechen. Denn zum Streiten braucht es immer zwei Parteien. Und da stellt sich die Frage, weshalb Russland mit solch starkem Geschütz in der Ukraine, welche die EU und die USA im Rücken hat, aufwartet !
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  • Kommentar von Marlies Artho, Schmerikon
    Wie soll man jetzt diesen Erfolg verstehen, wenn die Verschärfungen der Unruhen weiter gehen. Sollte man nicht neutral bleiben und mit dem Eigenlob etwas zurückhaltender sein. Es würde ja dann reichen, wenn tatsächlich Frieden unter den Beteiligten einkehren würde. Aber so wie die Situation jetzt ist, ist sie ziemlich undurchsichtig, leider. Man kann nur hoffen, dass es wirklich eine friedliche Lösung gibt.
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    1. Antwort von Marlene Zelger, 6370 Stans
      Bin ganz Ihrer Meinung. Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Also ich möchte jetzt nicht in die Ukraine reisen, solange die Schweiz als Vermittlerin nicht zum endgültigen Frieden beigetragen hat.
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