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Prämien von Krankenkassen Wer eine hohe Franchise wählt, soll nicht bestraft werden

Darum geht es: Mit der Wahl der Franchise lassen sich Krankenkassenprämien sparen. Je höher die Franchise desto höher die Prämienrabatte. Der Bundesrat beabsichtigte, auf hohen Franchisen tiefere Rabatte zu gewähren. Heute darf eine Krankenkasse bei einer Franchise von 2500 Franken jährlich maximal 1540 Franken Rabatt gewähren. Diesen Rabatt wollte der Bundesrat auf 1100 Franken senken. Die Rabatte für tiefe Franchisen sollten dagegen erhöht werden: Bei einer Franchise von 500 Franken wird die Jahresprämie heute höchstens 140 Franken günstiger. Dieser Rabatt sollte auf 160 Franken erhöht werden. Gesundheitsminister Alain Berset bezeichnet das heutige System als ökonomisch ineffizient.

Das will das Parlament: Der Ständerat hat eine Motion angenommen mit der Forderung, die Rabatte für Wahlfranchisen unverändert zu lassen. Er folgt damit einem Entscheid des Nationalrats. Die Frage laute, ob man jene, die Eigenverantwortung übernähmen, mit höheren Prämien bestrafen wolle, sagte Joachim Eder (FDP/ZG) während der Debatte im Ständerat. Eigenverantwortung sei wichtig, damit die Gesundheitsleistungen auch in Zukunft bezahlbar blieben.

Wie es weiter geht: Die Entscheide bedeuten nicht, dass die Franchisen unverändert bleiben. Der Nationalrat hat letzten Dezember entschieden, dass sowohl die Mindest- als auch die Maximalfranchise steigen sollen. Er will damit einen Anreiz für Versicherte schaffen, sich gesundheits- und kostenbewusster zu verhalten.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Der Jahresfranchisenzirkus ist nur ein Beispiel mehr fuer die Unafaehigkeit oder Arglist der Politiker. Vor den zuvielen Kriminalturisten wurden gar in der Beiz vergessene Schirme und Schals geblecht, um die administrativen Wasserkoepfe der Versicherungen zu beschaeftigen. Anstatt Jahresfranchisen sollte der Selbstbehalt auf 20 Prozent erhoeht werden, Das wuerde die Fehlbeanspruchung daempfen und Anzeigen von Fehlberechnungen foerdern. Gedeckelt auf max. 600/Jahr gegen den Ruin von Chronischkran
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  • Kommentar von Hansruedi Elsener (Haru)
    Die steigenden Krankenkassenprämien durch reduzierte Rabatte auf die Maximalfranchise um zulegen ging, Gott sei Dank, arg in die Hosen Herr BR Berset. Engagieren sollten die dich für die massiv zu teuren Medikamente u. a. Gut gemacht, Ständerat.
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  • Kommentar von Stella Jung (vd)
    Die Krankenkassenprämien müssen unbedingt nach dem Einkommen berechnet werden . . .
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    1. Antwort von Toni Koller (Tonik)
      Dies hat die SP in verdankenswerter Weise vor einigen Jahren per Volksinitiative einzuführen versucht. Leider ist sie gescheitert. Janu, so ist das "Volk" selber schuld, wenn es weiterhin Kopfprämien zahlen muss, die für manche schier unerschwinglich sind. Immerhin gibt's die amtliche Prämienverbilligung. Aber auch diese wird (siehe Kanton Bern) gemäss dem Willen der bürgerlichen Parteien abgebaut.
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    2. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      Noe, das Einkommenspraemiensystem waere nur noch eine weitere Ausuferung des selektiven Superkommunismus auf dem Puckel des Mittelstandes statt der Reichen. Dabei gaebe es - wie bei der AHV - kaum Einkommens- aber Vermoegensobergrenzen fuer ganz Erwerbsscheue. Wo einmal mehr die verschont wuerden,die es am wenigsten noetig haetten. Die Praemien sollten nur nach dem Eintrittsdatum in die erste Grundversicherung risikobasiert werden. Fuer Arme subventioniert und Senkung der Einkommenssteuer fuer M
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