Raiffeisen-Tochter Notenstein baut 100 Stellen ab

Um Kosten zu sparen und die Erträge zu steigern, soll der Personalbestand der Schweizer Privatbank in drei Jahren um einen Fünftel reduziert werden.

Die zur Raiffeisen-Gruppe gehörende Privatbank Notenstein La Roche soll profitabler werden. Die Bank hat ein Massnahmenpaket angekündigt, das scharfe Kostensenkungen wie auch Ertragssteigerungen umfasst.

Struktur, Prozesse und Angebotserbringung würden überprüft, teilte das Institut am mit. Bis Anfang 2019 soll der Personalbestand auf rund 400 Personen von heute etwa 500 Personen reduziert werden.

Der Hauptsitz der Privatbank in St. Gallen.

Bildlegende: Der Hauptsitz der Privatbank in St. Gallen. Keystone

Richtung Digitalisierung

Die Kosten sollen um 20 Prozent reduziert werden, wie es in der Mitteilung heisst. Die Hälfte der Einsparungen erfolge bei den Sachkosten, die andere Hälfte bei den Personalkosten.

Der Personalbestand werde entsprechend der organisatorischen Entwicklung des Bankhauses angepasst. Im Sommer 2017 will Notenstein La Roche ihre gesamte IT-Plattform erneuern und damit «einen grossen Schritt in Richtung Digitalisierung und Automatisierung» machen.

Gleichzeitig soll die Ertragsbasis um rund 15 Prozent gesteigert werden. Die Pfeiler seien dabei die Weiterentwicklung der bestehenden Angebotsstruktur sowie die Straffung von Prozessen und die Reduktion von Komplexität.

Noch stärker auf den Kunden ausrichten

Zudem strebt das Institut eine «effizientere und noch stärker auf den Kunden ausgerichtete Beratung und stringentere Ergänzung des Raiffeisen-Angebots» an. So soll Notenstein La Roche ab Ende 2017 innerhalb der Raiffeisen-Gruppe die Verwaltung sämtlicher Vermögensverwaltungsmandate übernehmen.

Die Massnahmen sollen Anfang 2019 vollumfänglich umgesetzt sein. Ziel ist es, dann ein Kosten-Ertrags-Verhältnis (Cost-Income- Ratio) von unter 70 Prozent zu erreichen.