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Reaktionen zur Wahl Das sagen die politischen Leader nach der Cassis-Wahl

Nun haben die grössten Parteien gewisse Erwartungen an den frischgewählten Bundesrat Ignazio Cassis.

Legende: Video SVP, SP, FDP und CVP zur Wahl von Ignazio Cassis abspielen. Laufzeit 12:00 Minuten.
Vom 20.09.2017.

Petra Gössi, Parteipräsidentin FDP

Petra Gössi.
Legende: Petra Gössi. Keystone
Es gab ganz klar keine Alibi-Kandidatur.
Autor: Petra GössiFDP-Parteipräsidentin

«Unsere Strategie ist voll aufgegangen. Ich dachte aber nicht, dass wir schon im zweiten Wahlgang einen gewählten Bundesrat haben. Ich rechnete eher mit einem dritten Wahlgang. Aber umso grösser ist dafür die Freude, dass es schnell gereicht hat. Das absolute Mehr wurde knapp erreicht, deshalb gab es ganz klar keine Alibi-Kandidatur. Das bestätigen auch unsere Diskussionen im Vorfeld über das mögliche Profil der Kandidaten.»

Albert Rösti, Parteipräsident SVP

Albert Rösti.
Legende: Albert Rösti. Keystone
Er wird eine neue Mehrheit schaffen können.
Autor: Albert RöstiSVP-Parteipräsident

«Jeder Bundesrat muss sich im Amt beweisen. Wir haben uns für Cassis entschieden wegen dem Anspruch der italienischen Schweiz. Der war seit 18 Jahre fällig. Und ich freue mich und ich bin auch stolz darüber, dass er im zweiten Wahlgang gewählt wurde. Gestützt auf seinen Aussagen über verschiedene Themen wie <keine fremde Richter> oder <keine automatische Rechtsanpassung>, haben wir nun Erwartungen. Es ist uns natürlich klar, dass er ein FDPler ist. Er wird jetzt aber eine neue Mehrheit schaffen können.»

Gerhard Pfister, Parteipräsident CVP

Gerhard Pfister.
Legende: Gerhard Pfister. Keystone
Es ist in der Schweiz nicht üblich, dass man einen Block bildet.
Autor: Gerhard PfisterCVP-Parteipräsident

«Ich glaube, es ist ein wichtiger Tag vor allem für die italienische Schweiz. Und ich glaube, das war auch ein Grund, warum die Mehrheit der Bundesversammlung den berechtigten Anspruch der italienischen Schweiz einlösen wollte. Das ist für den Zusammenhalt der Schweiz ausserordentlich wichtig. Bezüglich der Block-Bildung im Bundesrat habe ich dieselbe Meinung wie das Parlament. Es ist in der Schweiz nicht üblich, dass man einen Block bildet. Aber Cassis hat ja in seiner Rede betont, dass es Aufgabe eines Bundesrates ist, mit allen politischen Kräfte zusammenzuarbeiten.»

Roger Nordmann, Fraktionspräsident SP

Roger Nordmann.
Legende: Roger Nordmann. Keystone
Wir werden ihn an seine Taten messen.
Autor: Roger NordmannSP-Fraktionspräsident

«Zuerst möchte ich Cassis gratulieren. Wir erwarten von ihm, dass er ein Bundesrat für alle ist. Das werden wir an seine Taten messen. Wichtig ist für uns auch, dass er sich dafür engagiert, dass die Schweiz eine gute Beziehung zu Europa hat und dass er die flankierenden Massnahmen stärkt. Das ist wichtig für die Akzeptanz. Wir erhoffen uns, dass er eine pragmatische Finanzpolitik unterstützt und nicht zu ideologisch wirkt. Was ich noch festhalten möchte: Der Bundesrat ist stark rechts verankert und hat nun klar eine rechtsbürgerliche Mehrheit. Wir arbeiten aber konstruktiv zusammen.»

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Die CVP hasst Bloecke wie der Deibel das Weiwasser. Frueher hat sie in allen 3 Raeten das Zuenglein an der Waage spielen koennen. Mit Rechts gegen AHV, Beamte und Schweizer Alte, Invalide und Arme, mit Links fuer spaetestens im sicheren Nachbarstaat zu Sozialturisten mutierte "Fluechtlinge". Jetzt hat sie nicht nur im Nationalrat, sondern auch im Bundesrat nichts mehr zu melden. Umso besser, da sie als Zuenglein an der Waage an den katastrofalen Fehlpolitiken von der Bevoelkerungsexplosion bis z
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Bedauerlich, dass unsere Politiker immer mehr beim Ausland abkupfern. Statt miteinander gute Politik fürs Volk zu machen, wollen eigene Pfründe verwaltet werden. Und je mehr Profipolitiker/Innen wir haben, umso schlimmer wird es.
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