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Schweiz SBB will Internetempfang optimieren

In der Bahn im Internet zu surfen kann zuweilen zum Glücksspiel mutieren. Das will die SBB nun ändern. Kostenloser Internetempfang soll bis 2015 an über hundert Bahnhöfen möglich sein. Auch in Zügen soll aufgerüstet werden.

Ein Mann hält ein Tablet, im Hintergrund eine Zeittafel der SBB
Legende: Bis Ende 2015 sollen Bahnkunden an den 100 meistfrequentierten Bahnhöfen gratis im Internet surfen können. Keystone

Bis Ende 2014 will die SBB in allen Fernverkehrszügen einen guten Mobilempfang ermöglichen. Dafür soll das Angebot in 75 Erstklasswagen mit Bezahl-WLAN von Swisscom abgeschafft werden.

«Die Verbindung über Mobilfunk ist besser, das WLAN-Angebot wurde kaum gebraucht», sagte Peter Kummer, Leiter der SBB-Informatik.

Der kostenlose Internetzugang an Bahnhöfen wird wie geplant ausgebaut. Nach einem Pilotprojekt in den Bahnhöfen Bern Wankdorf, Burgdorf (BE) und Wetzikon (ZH) wird das Angebot bis Ende Jahr auf 13 kleinere Bahnhöfe ausgeweitet. Bis Ende 2015 sollen Bahnkunden an den 100 meistfrequentierten Bahnhöfen gratis im Internet surfen können.

Internet im Regionalverkehr

Für das Gratis-Internet an Bahnhöfen gibt die SBB laut Kummer «einen tiefen zweistelligen Millionenbetrag aus». Über die Kosten für die Aufrüstung der Fernverkehrszüge mit Signalverstärkern zwecks besserer Mobilfunkverbindung schweigt sich die SBB aus. «Die Provider und die SBB teilen sich die Kosten», so Kummer.

Auch der Empfang im Regionalverkehr soll durch Signalverstärker verbessert werden. «Bis im Jahr 2020 soll die gesamte Regionalverkehrsflotte umgerüstet werden», sagte SBB-Chef Andreas Meyer.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Bossart Peter, 9242 Oberuzwil
    Die Volkskrankheit, dauernd am Handy zu sein, wird noch kränker. Es wäre sehr wichtig, dass ein Teil des Zuges handyfrei wäre. So könnte man die Zugsfahrt auch wieder einmal geniessen. Die Wagen müssten entsprechend bezeichnet werden. Damit wäre ja allen geholfen, die mit und die ohne Empfang. Wenn dies nicht geschieht, verärgert man viele Zugsreisende.
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  • Kommentar von Alex Bauert, Bern
    Handyempfang in den Zügen bitte auf Null stellen! So kann man wieder in Ruhe lesen, die Aussicht geniessen oder mit real anwesenden Personen plaudern.
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    1. Antwort von Margrit Holzhammer, Bern
      @Alex Bauert: Allerdings! Dieses ewige Geschnurr am Handy: "Ich bin jetzt im Stadelhofen".....Ehegeschichten, Krankengeschichten, Konflikte am Arbeitsplatz oder sonstiges Beziehungsbuff interessieren nun wirklich niemanden und sind eine Zumutung für diejenigen, welche im Zug sitzen und zuhören MÜSSEN!
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    2. Antwort von Maria Keller, Bern
      Aha, und mein hypothetisches Gespräch am Cellphone ist störender als dein hypothetisches Gespräch mit einer real anwesenden Person weil? Ich meine bei einem Cell-Gespräch hört man nur die Hälfte des Geräuschs, das sollte also weniger stören!
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    3. Antwort von Margrit Holzhammer, Bern
      @Maria Keller: Allerdings ist Ihr Cellphongespräch störender, als des Gespräch zwischen realen Personen. Es ist doch normal, dass Leute miteinander reden. Ich erledige meine Telefongespräche von zu Hause aus.
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    4. Antwort von Alex Bauert, Bern
      @Holzhammer: genau, nur die Hälfte ist nix «Lebendiges», zu oft sehr laut - die Person ist ja weit weg;-) @Keller: zwei anwesende Personen kommunizieren anders, auch verbal. Das klingt ganz anders und stört mich nicht (weniger - es gibt Leute, die schaffen das, jedoch sehr selten).
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    5. Antwort von Margrit Holzhammer, Bern
      @Alex Bauert: Meinen Sie die Leute im Zugabteil, bei denen jeder 3. Satz heisst: "Dä Dokter hät gseit?" Oder meinen sie diejenigen mit dem Satz: "Mein Anwalt......?"
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  • Kommentar von M. Steiner, ZH
    Internet auf Bahnhöfen? Und wie überall wird man wohl auch hier eine 5minütige Registrationstortur über sich ergehen lassen müssen, um Zugang zu erhalten. Zug abgefahren. Dabei darf man sich virtuell ausziehen (und Telefonnummer und/oder email-Adresse preisgeben), ohne zu wissen, was mit den Daten geschieht. Wisst ihr was? Lasst es doch bleiben...
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