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Schweiz Schiesserei im Wallis: Verletzter nicht mehr in Lebensgefahr

Der 33jährige Familienvater, der am Mittwochabend bei der Schiesserei in Daillon (VS) schwer verletzt wurde, schwebt nicht mehr in Lebensgefahr. Der Mann befindet sich aber weiterhin auf der Intensivstation im Spital. In Daillon kam es zu einem Schweigemarsch.

Legende: Video Schweigemarsch in Daillon. Tagesschau 4.01.2013 abspielen. Laufzeit 1:11 Minuten.
Vom 05.01.2013.

Der 33-jährige Familienvater, der am Mittwochabend bei der Schiesserei im Walliser Ort Daillon schwer verletzt wurde, schwebt nicht mehr in Lebensgefahr. Nach einer weiteren Operation am Freitag befindet er sich aber weiterhin auf der Intensivstation.

Baldige Beisetzungen

Der 33-jährige Mann war am Mittwochabend von einem gleichaltrigen Mann am Becken getroffen worden. Der Täter hatte wild um sich geschossen. Dabei tötete er drei Frauen im Alter von 32, 54 und 79 Jahren. Er gab an, dass er mit der Bluttat ein langjähriges Familienproblem regeln wollte. Die 32-jährige Frau ist die Partnerin des 33-jährigen Verletzten. Sie hinterlässt zwei kleine Kinder.

Neben dem Familienvater wurde zudem ein 63-jähriger Mann verletzt, der Onkel des Täters. Er wurde am Donnerstag an der Schulter operiert. Die drei Opfer werden am Montag und Dienstag in der Kathedrale in Sitten, sowie einer Kirche in der Gemeinde Erde beigesetzt, wie der am Samstag publizierten Todesanzeige zu entnehmen war. Die Familien hätten den Medien untersagt, vor Ort zu sein, erklärte Jean-Marie Bornet, Pressesprecher der Kantonspolizei.

Täter befragt

Der Täter konnte von der Walliser Polizei nur mit Gewalt gestoppt werden. Ein Schuss traf ihn am Oberkörper. Unterdessen ist er auch ausser Lebensgefahr. Bei ihm zuhause wurden zahlreiche Waffen gefunden. Gegen den Schützen wird eine Untersuchung wegen Mordes, Totschlags, Gefährdung des Lebens anderer sowie wegen schwerer Körperverletzung eröffnet, wie die Walliser Staatsanwaltschaft mitteilte.

Der Schütze wurde bereits am Donnerstag befragt. In den kommenden Tagen wird ein psychiatrisches Gutachten erstellt. Der Hintergrund der Bluttat, der Tagesablauf des Schützen und die Beziehung zu seinem Umfeld sowie den Opfern würden weiter abgeklärt, hielt die Staatsanwaltschaft fest.

Legende: Video Forderung nach strengeren Waffenkontrollen («Tagesschau», 4.1.12) abspielen. Laufzeit 1:48 Minuten.
Aus Tagesschau vom 04.01.2013.

Schweigemarsch in der Gemeinde

Mit einem Schweigemarsch gedachte das 400-Seelen-Dorf Daillon am Samstagabend der Opfer. Fast 300 Personen zogen mit Kerzen vom Dorfplatz zur Kirche. Dort wurde eine Gedenkstätte mit den Fotos der drei getöteten Frauen errichtet. Die Versammelten stellten brennende Kerzen davor auf.

Die französische Polizei hat eine Anfrage beim Zentrum für Polizei- und Zollzusammenarbeit (CCPD) deponiert, um die Ermittler auf die unaufgeklärten Morde in Hoch-Savoyen in den letzten beiden Jahren aufmerksam zu machen. Dies teilte die Walliser Polizei mit. Es handle sich jedoch weder um eine konkrete Anfrage im Zusammenhang mit dem Vierfachmord in Chevaline bei Annecy noch um den Wunsch nach Einvernahme des Täters von Daillon.

3 Kommentare

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  • Kommentar von W. Helfer, Zürich
    Es braucht sehr viel Zeit und Kraft um so ein Ereignis verarbeiten zu können. Ich wünsche den Betroffenen viel Kraft und vorallem ein gutes Umfeld, welches sich auch noch dann viel Zeit nimmt und die Kraft aufbringt um da zu sein, auch wenn das Medieninteresse schon längst weg ist.
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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala City
    Ich gönne es den Kinder, wenn sie nicht zu Vollwaisen werden. Es bleibt dann immer noch zuviel Leid. Dem Vater gute und schnelle Genesung. Die seelischen Wunden heilen nicht so schnell, bis gar nie und Vergessen schon gar nicht. Solch schreckliche Ereignisse überschatten jeden Lebenslauf. Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft. PS. zu Sippschaft. Es gibt diese und jene und durchaus Unterschiede. MfG
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  • Kommentar von Margrit Holzhammer, 8903 Birmensdorf
    Schlimm, was passiert ist. Ich hoffe, dass der Vater wieder gesund wird und zu seinen Kindern zurück kehren kann. Es gibt ein Sprichwort: Je verwandter, desto verdammter. In der Tierwelt lassen die Alten die Jungen ziehen, wenn sie alt genug und zur Selbständigkeit heranerzogen wurden. Nur der Mensch krallt sich an seine Sippschaft und findet die Verwandtschaft "das Grösste". In Wirklichkeit sind sie aber immer froh, wenn Familienfeste, wie runde Geburtstage, Ostern oder Weihnachten vorbei si...
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