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Schweiz Schweiz erwartet ersten Ebola-Patienten

Ein an Ebola erkrankter kubanischer Arzt wird innert den nächsten 48 Stunden in Genf eintreffen und im Universitätsspital behandelt werden.

Universitätsspital Genf.
Legende: Am Genfer Universitätsspital gibt es spezielle Unterdruck-Zimmer für infektiöse Patienten. Keystone

Genf rüstet sich für den ersten Ebola-Ernstfall: Erwartet wird ein kubanischer Arzt, der sich bei seinem Hilfseinsatz in Sierra Leone mit dem tödlichen Virus angesteckt hat. Laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) soll er in den nächsten 48 Stunden per Privatflug im Genfer Universitätsspital eintreffen.

Der Zustand des 43-Jährigen sei stabil. Der Arzt ist einer von 165 kubanischen Helfern, die in Sierra Leone im Einsatz sind. Im Kampf gegen Ebola hat der Karibikstaat seit Oktober insgesamt 256 Helfer nach Westafrika geschickt. Auf Drängen der WHO wurde entschieden, dass der Patient ins Universitätsspital in Genf gebracht wird, wo er von Experten behandelt werden soll. Sierra Leone ist neben Liberia und Guinea eines der am stärksten von der Ebola-Epidemie betroffenen Länder in Westafrika.

Zimmer vorbereitet

Im Genfer Universitätsspital (HUG) wird der Kubaner in einem für Ebola-Behandlungen eingerichteten Unterdruck-Zimmer behandelt, das sich in einem von den Hospitalisierungs- und Behandlungseinheiten isolierten Gebäude befindet. Das Spital hat nach Angaben des BAG die Abläufe für die Behandlung von Ebola seit längerem geübt. Dabei trainierte das Personal namentlich das korrekte An- und Ausziehen der Schutzkleidung, die vor dem gefährlichen Virus schützen soll.

Es handle sich um den ersten Ebola-Fall in der Schweiz, sagte Gesundheitsminister Alain Berset in Bern. Ein Risiko für die Bevölkerung in der Schweiz besteht laut BAG nicht.

Beim Ausbruch der Epidemie in Westafrika habe sich die Schweiz zur Verfügung gestellt, um Mitglieder von Hilfsorganisationen, die sich in den Ebola-Ländern bei Einsätzen ansteckten, zu behandeln. Es sei alles vorbereitet für qualitativ gute Behandlungen.

In Sierra Leone sagte Jorge Delgado Butillo, Leiter der kubanischen Hilfsmission nach Angaben der Nachrichtenagentur afp, dass sich der Arzt im Behandlungszentrum des Roten Kreuzes in der Nähe der Hauptstadt Freetown befinde. Der Kubaner habe am Sonntag Fieber bekommen, aber keine Symptome verspürt.

Zwei Verdachtsfälle in der Schweiz

Er sei positiv auf Ebola getestet worden. Wie sich der Arzt angesteckt hatte, war laut Aussagen von Butillo nicht bekannt. Er solle nun für die Behandlung nach Genf ausgeflogen werden. Sein Zustand sei nicht kritisch, und es sei sicher, dass er genesen werde.

In der Schweiz wurden nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit bisher mehrere Personen medizinisch auf Ebola untersucht. Zwei Personen wurden danach unter Quarantäne gesetzt. In beiden Fällen erhärtete sich der Verdacht auf Ebola jedoch nicht.

28 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Rivera, Düselsdorf
    Das kommunistische Regime, verbietet die Einreise mit Ebola krankem Ärzte und jetzt soll die Schweiz für ihn sorgen…
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  • Kommentar von Water Rivera, Düselsdorf
    Toll, der Kubaner muss in der Schweiz auf Kosten der Steuerzahler behandelt werden weil seine Regierung die Einreise verbietet…
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    1. Antwort von Christa Wüstner, Reinach
      Rivera. Ich muss nochmals schreiben. Soll der Arzt seinem Schicksal überlassen werden, nur weil er aus einem kommunistischen Land kommt? Er hat den Menschen helfen wollen. Lesen Sie einmal wie viel Ärzte aus diesem Land bereit sind, sich in Gefahr zu bringen. Ich finde Ihre Zeilen unhuman und nicht erklärbar.
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    2. Antwort von Walter Rivera, Düselsdorf
      Frau Wüstner. Moralischer Erpressung? Da das Kommunistische Regime Ihn verbietet in seinem eigenen Land sich zu behandeln, dann sollten die Russen oder die Nordkoreaner für ihn sorgen. Da diese Ärzte bis jetzt nicht ein mal 10 Patienten bis jetzt behandelt haben, dass Einen schon erkrankte aus unerklärbares gründe, musste nicht ungedient eine gute Visitenkarten sein… Saludos…
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  • Kommentar von Water Rivera, Düselsdorf
    Hans Hartmann. Nach einen Monat der Einreise in Afrika dieser Kubanischer Arzte, nur sieben Patienten konnten sie bis jetzt behandel, da sie nicht ein Mal Notfalshospitäler oder Feldlazarette verfügen, Engländer mussten denen einen offerieren und schon ist der Erste krank mit der große Problem dass seinen Regierung im verbietet nach im seinen eigenes Land zu behandeln falls Ebola krank werden…
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