Schweiz hält nichts von Militäreinsatz in Syrien

Die Schweiz meldet sich in der Diskussion um einen Kriegseinsatz in Syrien zu Wort. Und macht deutlich, dass der diplomatische Weg der einzig gangbare sei.

Schwarzer Rauchsteigt über den Häusern auf

Bildlegende: Ein verifiziertes Bild vom Dienstag zeigt Rauch über den Häusern in Daraa, die zuvor beschossen wurden. Keystone

Die Eidgenossenschaft sei «extrem besorgt» über die politische und humanitäre Lage in Syrien. Man bedaure ausserordentlich, dass sich der UNO-Sicherheitsrat noch nicht auf ein gemeinsames Vorgehen verständigen konnte, um die Tragödie zu beenden. Dies schreibt das Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in einem Communiqué.

«Der einzig gangbare Weg ist der politische», so das EDA weiter. Man verurteile die Verletzungen des humanitären Völkerrechts, die im mutmasslichen Einsatz von Giftgas gipfelten. Dringend müsse der Bevölkerung im Konfliktgebiet Unterstützung zukommen.

Die Schweiz werde sich weiter sowohl in Syrien wie in dessen Nachbarländern um Hilfe für die Betroffenen bemühen, so das EDA. Ausserdem biete die Schweiz ihre guten Dienste an, um zu einem dauerhaften Frieden beizutragen.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Vorbereitungen auf Militärschlag

    Aus Tagesschau vom 28.8.2013

    Während die USA und der Westen sich auf einen Militärschlag gegen Syrien vorbereiten, ist das UNO-Expertenteam in Damaskus wieder unterwegs, um den Angriff zu untersuchen. UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon warnte derweil in Den Haag dringend vor einem eiligen Eingreifen in Syrien.