Zum Inhalt springen
Inhalt

Schweiz Schweiz stoppt Zahlungen für Nordkoreas Militär

Die Ausbildung von nordkoreanischen Offizieren am Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik wird künftig nicht mehr vom Bund finanziert. Der Finanzierungsstopp erfolgt unter anderem wegen der Kritik mehrerer Parlamentarier.

Salutierende Armee-Offiziere
Legende: Seit 2011 studierten jedes Jahr zwei Militärkader aus Nordkorea am Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik. Reuters

Der Bund zahlt die Ausbildung von nordkoreanischen Offizieren im Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik (GCSP) künftig nicht mehr. Das Verteidigungsdepartement (VBS) begründete den Finanzierungsstopp unter anderem mit der Kritik, die mehrere Parlamentarier letztes Jahr geäussert hatten.

VBS-Sprecherin Karin Suini bestätigte eine Meldung des Westschweizer Radios RTS. Nordkoreanische Offiziere können sich demnach weiterhin am GCSP ausbilden lassen – allerdings auf eigene Kosten.

Seit 2011 sind acht Offiziere aus Nordkorea in Genf mit Unterstützung des Bundes in den Genuss einer Ausbildung gekommen. 160'000 Franken wurden dafür aufgewendet.

Das VBS verteidigte die Finanzierung damals: Indem es «den nordkoreanischen Teilnehmern die Möglichkeit biete, die Welt ein bisschen besser zu verstehen», werde der Frieden gefördert. Das VBS hoffte zudem, dadurch zu einer Öffnung des kommunistischen Regimes beizutragen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

29 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    Höchste Zeit diesen Unsinn zu stoppen. Allen nordkoreanischen Offizieren, welche dieses Kürsli besuchen, muss man vorab einmal ein paar Lektionen bei Giaccobo/Müller verpassen! Das würde für eine nie dagewesene Horizonterweiterung sorgen! Aber nein der Bundes-Ueli finanziert einen solchen Chabis.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    S'isch Zyt!!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von D. Becker, Gebenstorf
    Ok, Herr Escher, mit Friedensförderung verwendete ich ein "platzsparendes" Schlagwort. Nordkorea ist natürlich ein Schurkenstaat. Aber die Nordkoreaner treffen hier auf Südkoreaner und andere Of aus dem Westen. Da bilden wir diese Leute aus, die - vielleicht - zur nächsten Generation der Führung heranwachsen... Ich bin selber Of a.D. Kontakte bringens! Und zu unserem Wohlstand: Sie sehen mit dem €, wie schnell das runtergehen kann. Und rechnen Sie zu den Arbeitslosen auch die Ausgesteuerten?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Marlies Artho, Schmerikon
      D. Becker Frage: ist es nicht so, dass wir Schweizer Soldaten auch in den Kosovo schickten, um den Friedenserhalt zu sichern,(Friedenstruppen) gleichzeitig aber auch die Bevölkerung zu schützten. Also hat doch die Armee einen Auftrag, Menschen auch vor Angriffe zu schützen. Oder sehe ich dies falsch. Wie die Ausbildung dieser Nordkoreaner aussah weiss ich nicht. Aber ich denke schon, dass, das VBS durch diesen Druck richtig reagiert hat.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen