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Schweiz Schweiz und China vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit

In weniger als einer Woche wird das Freihandelsabkommen mit China in Kraft treten. Damit nicht genug, soll die Schweiz auch zum Handelszentrum der chinesischen Währung in Europa werden. Vor diesem Hintergrund kam es heute zu einem Treffen in Horgen.

Legende: Video Widmer-Schlumpf trifft chinesischen Währungshüter abspielen. Laufzeit 0:58 Minuten.
Aus Tagesschau vom 27.06.2014.

Die Schweiz und China wollen wirtschaftlich noch näher zusammenrücken. Das ist das Ergebnis eines Treffens zwischen Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und dem Gouverneur der chinesischen Zentralbank, Zhou Xiaochuan.

Eines der zentralen Themen des Treffens war die Möglichkeit, die Schweiz zu einer internationalen Drehscheibe für die chinesische Währung – den Renminbi – zu machen. Die Schweiz will sich dabei als europäischer Marktführer für Transaktionen mit chinesischen Unternehmen und der chinesischen Währung etablieren. Dadurch würden Kosten sinken und die Abwicklung deutlich einfacher.

Handelsvolumen zwischen den Ländern soll sich verdoppeln

Die Gespräche fanden vor dem Hintergrund des in der kommenden Woche in Kraft tretenden Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China statt. Beide Seiten verfolgen damit ambitionierte Ziele.

Im letzten Jahr sind Waren im Wert von rund 9 Milliarden Franken nach China exportiert und umgekehrt Waren für rund 11 Milliarden Franken in die Schweiz importiert worden. Dieses Volumen soll sich verdoppeln. Vor allem weil die Zölle wegfallen.

Freihandelsvertrag war nicht unumstritten

Vor allem SP und Grüne hatten sich vergeblich um eine Überarbeitung des Abkommens bemüht. Grund waren unter anderem die Missachtung der Menschenrechte und der ungenügende Minderheitenschutz in China.

«Das Abkommen mit China wird mit seinem Potenzial noch erheblich an Bedeutung gewinnen», hatte im März hingegen Wirtschaftsminister Schneider-Ammann erklärt. Mit den neuen Unsicherheiten nach der Abstimmung zur Masseneinwanderungsinitiative würden Freihandelsabkommen mit Drittstaaten immer bedeutender, so der Minister damals.

24 Kommentare

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  • Kommentar von hansjörg keller, rombach
    Die weltweite Rekordhalterin bezüglich Todesstrafe, Asbestproduktion und Smog wird uns also demnächst in doppeltem Umfang mit den Segnungen ihrer unsäglich umweltzerstörenden, Ressourcen und Menschen ausbeutenden Industrie überschütten. Mir grausts.
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    China strotzt vor Selbstvertrauen.Das chinesische Wachstum ist nahezu ein Selbstläufer.Den Spagat Kapitalismus und Kommunismus hat China in pragmatischer Weise geschafft.In Shanghai wird massiv investiert um China für die Zukunft fit zu machen.Seit dem Beitritt zur WTO weist China Wirtschaftsdaten aus,von denen der Rest der Welt nur träumen kann.Mit 3 Billionen Dollar Währungsreserven ausgestattet, passt man nun auch die Stärke des Militärs der Bedeutung des Landes als Weltwirtschaftsmacht an.
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    1. Antwort von Lena Meier, Aarau
      .... und auch die Umweltschäden wachsen ins unermessliche!
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  • Kommentar von A.Käser, Zürich
    In einem Punkt sind mir die Chinesen besonders sympathisch.Sie motivieren ihre Leute nicht dazu,sich möglichst stark zu"replizieren"nur um des Geldes Willen und zur Machtvermehrung.Offenbar haben(oder hatten einst)sie zum Ziel,die Lebensbedingungen aller ihrer Landsleute zu verbessern.Unabhängig von einigen von unstillbaren Geld-und Machtgier getriebener"Zombies"unter ihnen.Dass sich eine solche durch Solidarität beeinflusste Geisteshaltung in grossem Umfang durchsetzen konnte,spricht für sie.
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Allgegenwärtiger SMOG, massenhafte Vertreibung von Leuten aus ihrer angestammtem Umgebung, tausende von Todesurteile - DAS IST DAS REALE CHINA
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    2. Antwort von A.Käser, Zürich
      A.P./Ohne Einkind-Politik wäre der Smog noch dichter und die Korruption,inklusive Todesurteile und Vertreibungen noch wesentlich höher.der Mensch,des Menschen schlimmste Gefahr.
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