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Schweiz Schweiz verschärft Kampf gegen Kinderpornografie

Wer mit Nacktfotos von Kindern oder entsprechenden Filmen handelt, macht sich künftig strafbar. Mit dieser Verschärfung will der Bundesrat den Missbrauch von Kindern weiter einschränken. Doch die Umsetzung ist heikel.

Kinder sitzen am Strand
Legende: Familienalbum ja, Handel nein: Der Bundesrat plant einen weiteren Schritt gegen Kinderpornografie. Colourbox/symbolbild

Bisher gelten Bilder und Videoaufnahmen von unbekleideten Kindern nicht als Kinderpornografie, solange darauf nicht explizit Geschlechtsteile oder sexuelle Posen zu sehen sind.

Wer solche Bilder bestellt, hat sexuelle Interessen.
Autor: Bundesrat

Pädophile würden diese rechtliche Grauzone bewusst ausnutzen, kritisiert der Bundesrat. Denn es sei offensichtlich: Wer solche Bilder bestelle, habe sexuelle Interessen. Deshalb will der Bundesrat den Handel mit solchem Material nun unter Strafe stellen.

Auch SVP-Nationalrat Gregor Rutz will die Strafverfolgungsbehörden ermächtigen, in solchen Fällen aktiv zu werden: «Wir müssen die Täter greifen, welche gewerbsmässig solche Bilder herstellen und Geld damit verdienen wollen, aber auch jene, welche diese Bilder kaufen.»

Auch die Gesellschaft ist gefordert

Doch mit der Massnahme begibt sich der Bundesrat auf eine Gratwanderung: Er will zwar nicht Fotos fürs Familienalbum kriminalisieren – und dennoch berücksichtigen, dass viele Täter aus dem familiären Umfeld stammen.

Natürlich werde es eine Herausforderung, das im Gesetz gut umzusetzen, sagt CVP-Nationalrat Stefan Müller-Altermatt, aber: «Wir müssen diese Grauzone irgendwie Regeln, wir müssen dies abgrenzen, es dürfen keine Nacktfotos von Kindern zirkulieren». Doch nicht nur das Gesetz müsse gut formuliert werden – auch die Gesellschaft müsse grundsätzlich vorsichtiger sein.

154 Schweizer kamen davon

Bei einer Aktion der kanadischen Polizei gegen Kinderpornografie gingen im letzten Jahr 154 Schweizer ins Netz. Sie hatten Filme mit nackten Jungen gekauft. Weil aber der Kauf von solchen Bildern hierzulande nicht verboten ist, wurden sie nicht belangt. Auch wurde nicht überprüft, ob sie weiteres, illegales Material besitzen.

11 Kommentare

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  • Kommentar von Roman Loser, Embrach
    Aber bitte in Wort und Tat umsetzen!
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  • Kommentar von Lucas Kunz, Sallneck
    Da der Artikel des SF an Magersucht bezüglich fachlicher und sachlicher Information denken lässt, nun die Googlesuchmaschine angeworfen ... Und siehe da, die Rechtsgrundlage in der CH ist bereits gegeben, voll umfänglich und wirksam gegen Kinderpornographie wirksam vorzugehen! Populismus hat hier nichts zu suchen!
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  • Kommentar von Lucas Kunz, Sallneck
    Empfinde das SF als kriminell! Das Thema ist wesentlich komplexer als dass es mit gefühlten 1000 Zeichen dargestellt werden kann. Dazu noch das bescheuerte Symbolbild: Aus'm Tagi: Wann sind Bilder von nackten Kindern nicht pornografisch? Wenn in keiner Weise entnommen werden kann, dass der Hersteller des Bildes auf das nackte Kind eingewirkt hat, sind entsprechende Bilder auch nicht als verbotene Pornografie zu werten. Typisch hierfür sind Schnappschüsse am Strand oder klassische FKK-Bilder.
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