Zum Inhalt springen

Schweiz Schweizer Babyboom hält an

Die Zahl der Neugeborenen nimmt seit 2004 stetig zu. Auch 2014 war ein äusserst fruchtbares Jahr.

Die Rekorde bei den Geburtenzahlen purzeln vielerorts in der Schweiz. Am Frauenspital Bern kamen letztes Jahr 1592 Kinder zur Welt, zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Das Unispital Basel meldet so viele Neugeborene wie seit 1972 nicht mehr. Und im Zürcher Stadtspital Triemli kamen mehr Babys zur Welt denn je.

Der stellvertretende Chef der Zürcher Frauenklinik, Daniel Passweg erklärt das so: «Es ist wieder in Mode, in der Stadt zu wohnen. Und ich glaube auch, dass die Leute, die hier wohnen, wieder mehr Kinder haben.»

Mehr Familien und mehr Kinder in Schweizer Städten? Ja, aber nicht nur. Denn Rekordmeldungen gibt es auch aus Münsingen im Berner Aaretal, aus dem zürcherischen Bülach und aus dem Kanton Appenzell Ausserrhoden.

Schweizerinnen und Ausländerinnen gebären mehr

Die Städte also sind nicht alleine verantwortlich für den Babyboom. Und auch nicht die ausländischen Mütter, wie Chefarzt Daniel Surbek von der Frauenklinik Bern erklärt: «Es ist natürlich nach wie vor so, dass die Migrantinnen eine höhere Geburtenzahl haben, aber bei den Schweizerinnen sehen wir auch eine deutliche Zunahme über die letzten zehn Jahre.»

Ebenfalls zunehmend sind Zwillingsgeburten. Das hat mit künstlicher Befruchtung zu tun, aber auch mit dem Alter der Mütter, denn: «Frauen, die schon etwas älter sind, haben öfter Zwillinge», sagt Surbek. Die Hormone sorgen bei älteren Frauen nämlich häufiger für einen doppelten Eisprung.

Ob Zwillinge oder nicht: Mindestens eine Region schert aus dem Geburtensegen aus – im Kantonsspital Uri geht die Geburtenzahl seit Jahren zurück.

15 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Zora Hofer, Bern
    Über all dem Jubel über den Babyboom sollten wir nicht vergessen, dass die Erde schon heute allzu reichlich mit Menschen bestückt ist, so reichlich, dass anderen Spezies die Luft auszugehen droht. Mit der Geburt von Kindern einschl. des damit verbundenen Familiengedöns sind existentielle Fragen (Sinn des Lebens) erst einmal für Jahre wenn nicht für den Rest des Lebens aus dem Weg geräumt, einer der Gründe weshalb der Mensch sich so überaus gerne reproduziert.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Knecht, Torny
    Eine erfreuliche Entwicklung! Solang wir aber nicht die Geburtenquote von 2.1 bzw. 3 Kinder pro Mutter überschreiten kann man meines Erachtens nicht von einem Babyboom sprechen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Mit diesem 4. (!) Versuch will ich einfach nochmals den Chefarzt Dr. Surbek zitieren: "Es ist natürlich nach wie vor so, dass die Migrantinnen eine höhere Geburtenzahl haben"! Nach diesem Faktum aus "der ersten Reihe" mache ich mir einfach grosse Sorgen, wie wohl unser Ländchen in 30-40 Jahren aussehen wird! Diese Sorge darf also offenbar nicht als Kommentar aufgeschaltet werden! Warum nicht, liebe SRF-Redaktion? Habe ich mit meiner Frage und Sorgenfalten etwa das "Netiquette" verletzt?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen