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Schweiz Schweizer Beteiligung am Aufbau eines Messnetzes für Vulkanasche

Die riesigen Aschewolken der isländischen Vulkane Eyjafjallajökull und Grimsvötn legten 2010 und 2011 den europäischen Luftverkehr tagelang lahm. Nun baut Europa ein Überwachungsnetz für Vulkanpartikel auf. Geleitet wird es aus der Schweiz.

In einem dreitägigen Kick-Off-Meeting in Payerne erfolgt der Startschuss für das Projekt E-PROFILE. Unter der Leitung von MeteoSchweiz werden 17 europäische Wetterdienste ein gemeinsames Messnetz für Vulkanasche aufbauen.

Dieses soll in Zukunft eine präzisere Erfassung und bessere Vorhersage zur Verbreitung, Höhe und Dichte von Vulkanaschewolken erlauben. Besonders profitieren dürfte davon die Luftfahrtbranche, die von den Folgen eines Vulkanausbruchs am stärksten betroffen ist.

Wind und Partikel vermessen

Die Messungen übernehmen zwei bereits bestehende Komponenten: Zum einen erfassen Windradare in ganz Europa die Windverhältnisse, die für die horizontale Verbreitung der Aschepartikel entscheidend sind. Zweitens vermessen über 200 lasergestützte Messinstrumente, sogenannte Ceilometer, Aerosole und Aschepartikel in der Atmosphäre.

Aus den kombinierten Daten lässt sich die vertikale und horizontale Ausbreitung der Aschewolken ableiten. Das Projekt benötigt somit keine neue Infrastruktur. Einzig ein zentraler Server solle aufgebaut werden, um die Daten zu sammeln, Qualitätskontrollen durchzuführen und die Messungen in Echtzeit den Nutzern zur Verfügung zu stellen.

Legende: Video Windradar für Europa abspielen. Laufzeit 2:35 Minuten.
Aus Tagesschau vom 30.04.2013.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Stephan Löffel, Bülach
    als der Vulkan auf Island 2011 ausbrach, wurden wir wegen der Aschewolke nach Hause geschickt. Ich arbeitete damals am Flughafen Kloten. Die Verluste, die der Flughafen damals eingefahren hat, berechtigen durchaus eine Beteiligung der Schweiz an solchen Projekten. Denn dies wird immerwieder vorkommen. Auch wenn nur der Äthna (i) Bauchschmerzen hat und einen Rülpser von sich gibt. Und ich denke da aber auch an Meteoritenstürme. Es ist nie die Frage, OB. Sondern WANN......
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