Zum Inhalt springen

Schweiz Schweizer Firmen zahlen über die Hälfte aller Steuern

Die Wirtschaft leistet einen überproportionalen Beitrag an die Staatskasse. Dieser Meinung ist Economiesuisse. Mehr als die Hälfte der Schweizer Steuereinnahmen stammt laut einer Studie von Firmen.

Laut Economiesuisse steuern Unternehmen 55 Prozent der Staatseinnahmen bei. Unter anderem zahlen sie 197 Mrd. Fr. für Sozialversicherungen, schreibt der Wirtschaftsdachverband in einer Mitteilung.

Legende: Video «Economiesuisse: Unternehmen in der Schweiz bezahlen genug Steuern» abspielen. Laufzeit 4:14 Minuten.
Aus 10vor10 vom 08.01.2013.

Ein Zehntel der Steuerzahlungen von Firmen stammen von nur gerade 57 Grosskonzernen. Dies zeigt eine Studie, die Economiesuisse zusammen mit der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsfirma Pricewaterhouse Coopers (PwC) erstellt hat.

Steuereinnahmen erreichen Höchststände

Die wichtigste Steuerart seien gewinnunabhängige Steuern, die fast 60 Prozent der Steuerlast von juristischen Personen ausmachten. Die übrigen Gewinnsteuern sind von den finanziellen Resultaten der Unternehmen abhängig.

Die Finanzkrise 2008/2009 habe sich auf die Unternehmen stark ausgewirkt, halten die Autoren der Studie fest. Die Einnahmen von Bund, Kantonen, Gemeinden und Sozialversicherungen seien aber trotz der Krise heute auf Höchstständen.

Für die Studie haben Economiesuisse und PwC 57 Unternehmen befragt, die zusammen etwa 190'000 Mitarbeiter haben. Die Mehrheit von ihnen ist börsenkotiert. Die Studie erlaube es, den effektiven Gesamtsteuerbetrag von Unternehmen abzubilden.

Eine Person benutzt einen Tischrechner und blättert zugleich in Unterlagen.
Legende: Mehr als die Hälfte aller in der Schweiz bezahlten Steuern stammen von Unternehmen, hat Economiesuisse ausgerechnet. Keystone

23 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von W. Helfer, Zürich
    Wer sorgt eigentlich dafür, dass immer Geld in der Staatskasse ist? Der Fritzli, der Fr. 100.00 aus der Staatskasse bekommt und (wenn überhaupt) Fr. 20.00 wieder hineinlegt? Oder der Hansli, der Fr. 100.00 vom Sepli bekommt und Fr. 20.00 in die Staatskasse legt? Sollte eigentlich keine schwere Rechnung sein.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Alex Kramer, Turbenthal
      Bitte geben Sie noch an, woher der Seppli seine Kohle hat die er einfach so verteilt (?) und ob der auch schon was in die Staatskasse gelegt hat; ansonsten müsste man von unversteuertem Vermögen sprechen (ist hierzulande aber nur ein Kavaliersdelikt). Unter den gegebenen Tatsachen dürfte der Hansli der einzige Netto-Steuerzahler und der Fritzli höchst wahrscheinlich beim Staat angestellt sein; das Staats-Defizit nimmt drastisch zu. Die Situation entspricht also etwa dem Status Quo in der CH.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von W. Helfer, Zürich
      Der Seppli prduziert und verkauft Ware und von seinem Gewinn gibt er etwas dem Hansli (für seine Mitarbeit) UND der Staatskasse ab.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Gabi Bossert, Safenwil
    Die Unternehmenssteuerreformen I / dann II zeigen sehr genau, wie es tatsächlich ausschaut mit den Unternehmenssteuern an die Allgemeinheit. Ich nehme schon an, dass jede Lobby ihr eigenes Rechnungssystem hat. Zur Zeit ist die Economiesuisse sehr aktiv in verschiedenen Bereichen, ob Universitäten oder Energiefragen, wahrscheinlich sollte man laut des Wirtschaftsdachverbandes eine Steuerreform III für Unternehmen ermöglichen. Die CH, das Land der Reichsten, Sozialstaat ist dann Vergangenheit.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Richard Keller, Zürich
    Durchgeknallt!! Anders kann man diesen Economiesuisse Auftritt mit ihrer Pseudostudie Präsentation nicht beschreiben. Die Unternehmenssteuern wurden in den letzten Jahrzehnte halbiert. DIe Unternehmenssteuerreform II hat dann das Fass zum überlaufen gebracht. Es versteht auch kein vernünftiger Mensch, was hier vor sich geht. Und dann kommen jene, die den Mund nicht voll genug bekommen können und wollen noch mehr. Ekelhaft!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen