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Schweiz Schweizer lernen den AKW-Abbau in Deutschland

Eine Delegation des Eidgenössischen Nuklearsicherheits-Inspektorats (ENSI) hat in Ostdeutschland das stillgelegte Atomkraftwerk Greifswald besucht. In Lubmin liessen sich die Schweizer Experten zeigen, wie ein Atomkraftwerk zurückgebaut werden kann.

Legende: Video ENSI besucht AKW-Rückbau in ostdeutschen Greifswald abspielen. Laufzeit 02:02 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.06.2014.

Das Atomkraftwerk Greifswald in Ludmin im Nordosten von Mecklenburg-Vorpommern war ab 1973 der grosse Energielieferant in der damaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Doch 1990 wurden die fünf Reaktoren auf Geheiss der damaligen Bundesregierung vom Netz genommen und das Kraftwerk stillgelegt. Nun sind 700 Personen daran, das Kraftwerk zu zerlegen.

Rückbau von innen her

Unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen wird die Anlage von innen nach aussen zurückgebaut. Interesse an diesem Prozess hat auch die Schweiz. Wie Recherchen der «Tagesschau» zeigen, reiste im Mai ein zehnköpfiges Team des Eidgenössischen Nuklearsicherheits-Inspektorats (ENSI) nach Lubmin, um sich über die konkrete Arbeit beim Rückbau eines Atomkraftwerks zu informieren.

Die Erkenntnisse könnten auch in der Schweiz zum Zuge kommen. So voraussichtlich nach der geplanten Stilllegung des AKW Mühleberg bei Bern im Jahr 2019.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von M. Keller, Thurgau
    ... sind die Experten, die den Reaktor in Lucens rückbauen mussten nicht mehr zu gegegen, damit man von ihren Erfahrungen profitieren könnte? Oder hat man - mal wieder - "einfach wieder vergessen" das entsprechende Expertise längst im Land vorhanden ist?
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  • Kommentar von O. Toneatti, Bern
    Bevor man ein Atomkraftwerk in der Schweiz abbrechen möchte, sollte man vorher schon wissen, WO dieser teilweise hochradioaktive Abfall entsorgt werden kann. Und wer diese Milliardenkosten bezahlen soll. Die NAGRA sucht schon 50 Jahre lang erfolglos einen geeigneten Standort für solche Abfälle. Oder gilt für unsere Atomlobby immer noch der folgende Spruch: "Die meisten Probleme lösen sich von alleine. Man darf sie nur nicht dabei stören." (Altdeutsche Weisheit)
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    1. Antwort von R.Käser, Zürich
      Der Abfall könnte in Biel versteckt werden (mit behördlicher Erfahrung) oder im Kanton Bern vergraben werden da sich die Berner ja für AKW's bekennen. Gemäß Gesetz haben die AKW Betreiber für den Rückbau Einen Rückstellungs- Fond und müssen für 50 Jahre die Endlagerung finanzieren. Dies für Abfälle welche 300'000 Jahre strahlen! Diese Regelung ist auf dem Mist von SVP, FDP u. CVP gewachsen = Sozialisierung von Risiken!!!!
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    2. Antwort von T. Hofer, Rosshäusern
      Solange also noch kein Endlager bereit steht, finden Sie sollten die schweizer AKW's in Betrieb bleiben? Oder einfach abgeschaltet und dann sich selbst und der Natur überlassen werden? Einmal mehr ein Kommentar der aufzeigt, welch realitätsferne Blüten die Anti-AKW-Hysterie treibt.
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    3. Antwort von R.Käser, Zürich
      @Hofer, wenn Sie einen Aussenparkplatz bauen brauchen Sie einen Oelabscheider u. wenn Sie ein Fahrzeug in Betrieb nehmen braucht es eine ordentliche Versicherung. Ein AKW können Sie ohne angemessene Haftpflicht u. ohne Endlagerlösung betreiben. Die Risiken u. Kosten werden sozialisiert auf uns u. tausende Generationen nach uns. Ein AKW so zu betreiben ist ein Staatsverbrechen - PUNKT! Danke an unsere "bürgerlichen" Parteien.
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  • Kommentar von Gerhard Himmelhan, 3904 Naters
    Sugano, wurde in der CH je schon einmal ein AKW zurück gebaut. Meines Wissens nicht. Der Versuchsreaktor wurde nach Misserfolgen in den fünfzigern / sechzigern zu betoniert! Woher sollen die ENSI Experten wissen wie man so eine Arbeit durchführt oder wollen sie das Rad neu erfinden. Diesen Art. müssen sie als Realität akzeptieren! Springen sie doch einmal über ihren Schatten, wenn`s auch schwerfällt. Gruss
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    1. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Der Reaktor in Lucens wurde nach dem Super-GAU damals rückgebaut soweit möglich. Die letzten Überbleibsel wurden dann 2006 (vor 8 Jahren!) rückgebaut und in "vorübergehende Endlager" gebracht... Das SF dokumentierte diese letzten Schritte in einer "Dok"... Das Wissen wie man Reaktor-Teile (sogar havarierte!) abbaut ist folglich vorhanden... Aber wie mit dem Fachkräftemangel: man ignoriert einfach das Vorhandensein des Wissens ;)
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