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Schweiz Schweizer verbrauchen weniger Strom

Die Schweiz hat 2014 weniger Strom verbraucht, denn wegen des warmen Winters wurde weniger geheizt. Trotzdem wurde fleissig Strom produziert, besonders in den Atomkraftwerken.

Legende: Video Schweizer verbrauchen weniger Strom abspielen. Laufzeit 1:54 Minuten.
Aus Tagesschau vom 16.04.2015.

Im letzten Jahr wuchs die Schweizer Wirtschaft, ebenso die Bevölkerung. Nur der Stromverbrauch ging zurück, nämlich um 3,1 Prozent auf 57,5 Milliarden Kilowattstunden. Verantwortlich dafür war das Wetter: Laut dem Bundesamt für Energie (BFE) war 2014 das wärmste Jahr seit Messbeginn, weshalb wenigier Strom fürs Heizen gebraucht wurde.

Vor allem in der Zeit von Januar bis März wurde weniger Strom verbraucht. In der Schweiz gehen fast 10 Prozent des Stroms auf das Konto der Heizungen. Wie sich der Stromverbrauch pro Kopf entwickelte, kann das BFE nicht angeben, da die Zahlen zur Wohnbevölkerung noch nicht vorliegen.

Weiter zeigt die Stromstatistik:

  • Während der Stromverbrauch zurückging, schnellte die Produktion in die Höhe: Sie stieg letztes Jahr um 1,9 Prozent auf 69,6 Milliarden Kilowattstunden. Das ist der zweithöchste jemals erzielte Wert.
  • Die Atomkraftwerke produzierten mit 26,4 Milliarden Kilowattstunden so viel Strom wie noch nie.
  • Aus Wasserkraftwerken kam etwas weniger Elektrizität als im Vorjahr. Trotzdem steuerten sie mit 56,4 Prozent weiter den grössten Teil zur Stromproduktion der Schweiz bei.
  • Atomkraftwerke produzierten 37,9 Prozent des Schweizer Stroms. Der Rest ging auf das Konto von konventionell-thermischen und anderen Anlagen.
  • Wie viel die erneuerbaren Energien ausmachten, weist die Statistik des BFE nicht aus.

Stromerzeuger und ihre Leistung 2014

Herkunft
Milliarden Kilowattstunden
Veränderungen gegenüber Vorjahr in %
Wasserkraft39,3- 0,7
Kernkraft26,4+ 6
Thermische und andere Kraftwerke
3,9+ 2,2

Mehr Schweizer Strom exportiert

Wegen der höheren Produktion und dem tieferen Verbrauch wurde mehr Elektrizität ins Ausland exportiert. Der Exportüberschuss lag um 3,1 Milliarden Kilowattstunden höher als im Vorjahr.

Mit den Exporten verdienten die Schweizer Stromproduzenten 2,27 Milliarden Franken, gleichzeitig zahlten sie für Importe 1,83 Milliarden Franken.

16 Kommentare

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  • Kommentar von H. Wach, Luzern
    @U.Dupont. Ihre Behauptungen über Sicherheit der Stromversorgung durch KKW sind hanebüchen. Beispiele: Nach Fukushima hat die Industrienation Japan aus Sicherheitsgründen immer noch 48 KKW abgeschaltet! Die Lichter sind nicht ausgegangen! Norwegen als Öl- u. Gasproduzent, versorgt sich zu 98% mit billigstem Wasserkraft-Strom! Unsere Stau- und Speicherseen speichern durch Hochpumpen nachts Überschuss-Strom aus Kohle!!- u. KKW! von D u. F u.a. Atommüll überlassen wir unseren Nachkommen!!??
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  • Kommentar von Regina Fürst, Chur
    Ich sehe nur nichts an meiner Stromrechnung. Obschon weniger Stromverbrauch (durch LED und AAA Geräte) habe ich jetzt einfach mehr Gebühren drauf (Vergleich Stromrechnungen 1985 - 2015!). Ich bezahle über CHF 80.- mehr pro Monat! Und in welche Kasse fliesst mein Geld?
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  • Kommentar von Peter Stutz, Thun
    Bei plus 2% Wirtschaftsleistung und plus 0,9% Wohnbevölkerung einen Rückgang des Stromverbrauchs um 3% hinzukriegen ist eine hervorragende Leistung in der laufenden Effizienzrevolution. Gratulation! 2% der 3% sind dem Wetter zuzuschreiben, bleiben noch - 1% Stromverbrauch bei + 2% BIP und + 0,9% Bevölkerung. Die neue erneuerbare Stromproduktion lag 2013 bei 3,4% und dürfte 2014 bei rund 4% liegen. Dabei darf nie vergessen werden, dass auch die erneuerbare Wasserkraft jedes Jahr zugebaut wird.
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