Schwesternhaus wird Asylunterkunft

Das ehemalige Schwesternhaus des Kantonsspitals Aarau wird umfunktioniert – in eine Asylunterkunft. Frauen mit ihren Kindern, Minderjährige und verletzliche Personen sollen darin Platz finden.

Der Kanton Aargau nimmt Anfang September eine neue temporäre Asylunterkunft in Betrieb. In der Liegenschaft des ehemaligen Schwesternhauses des Kantonsspitals Aarau sollen maximal 70 Menschen einquartiert werden.

Dabei handelt es sich vor allem um Frauen und Kinder, unbegleitete Minderjährige sowie verletzliche Personen, welche die Nähe zum Kantonsspital brauchen. Die Unterkunft soll gestaffelt belegt werden, wie das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) mitteilte.

Mit der im gleichen Gebäude untergebrachten Höheren Fachschule Gesundheit und Soziales, dem Kantonsspital und dem Krankenheim Lindenfeld sei in den letzten Wochen und Monaten eine konstruktive Diskussion über den Betrieb geführt worden. Das teilte das DGS weiter mit. Mit einbezogen waren auch die Anwohner und die Gemeinde Suhr.

Nachts mit Quartierpatrouille

In den ersten beiden Betriebsmonaten gibt es rund um die Uhr eine Zutrittskontrolle rund um die Uhr. Sie soll dafür sorgen, dass sich in der Asylunterkunft nur Personen aufhalten, die über eine Aufenthaltsberechtigung verfügen. Danach werden der Nachtdienst des kantonalen Sozialdienstes und eine Quartierpatrouille die Unterkunft während der Nachtstunden überwachen. Tagsüber wird die Asylunterkunft vom Sozialdienst betreut.

Die Asylunterkunft wird voraussichtlich bis Mitte 2015 in Betrieb sein. Der Zeitpunkt ist abhängig vom Beginn der Bauarbeiten für die Erweiterung der Höheren Fachschule Gesundheit und Soziales.