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Schweiz Sechs Millionen mehr für Schweizer Filme

Der Bundesrat will Filmschaffende und deren Projekte künftig stärker fördern. Sie sollen deshalb pro Jahr sechs Millionen Franken zusätzlich erhalten.

Bundesrat Berset an einer Medienkonferenz in Locarno
Legende: Der Bundesrat möchte den Schweizer Film während drei Jahren mit rund 200 Millionen Franken unterstützen. Keystone

Gute Nachrichten für die Schweizer Filmschaffenden: Sie sollen pro Jahr sechs Millionen Franken zusätzlich erhalten. Das gab Kulturminister Alain Berset in Locarno bekannt. Das Programm «Film Standort Schweiz» gehört zu den Filmförderungsmassnahmen des Bundes von 2016 bis 2019.

Legende: Video «Mehr Geld für Schweizer Filme» abspielen. Laufzeit 1:35 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.08.2014.

Die Filmförderung ist Teil der Kulturbotschaft, die der Bundesrat in die Vernehmlassung geschickt hat. Geplant ist eine Erhöhung des Budgets für die gesamte Kulturförderung um jährlich 3,4 Prozent. Darunter fällt auch die Filmförderung – deren Dreijahres-Budget dann auf über 200 Millionen Franken steigen soll.

Nachwuchsfilmer fordern Unterstützung

Schweizer Nachwuchsfilmer traten in Locarno auf und forderten Geld für junge Filmer. Pro Jahr kämen ungefähr 200 Filmer aus dem Filmschulen, und denen müsse es ermöglicht werden, Filme zu drehen.

Die Nachwuchsfilmer seien sehr wichtig, sagte Bundesrat Berset in Locarno. «Es gibt immer einen ersten Film für einen Regisseur. Das müssen wir fördern. Die Ideen, die jetzt auftauchen, kommen zum richtigen Zeitpunkt.» Der Bundesrat werde die Vernehmlassung der Kulturbotschaft noch diskutieren.

Wiedereinstieg in Media-Programm als Ziel

An der Medienkonferenz in Locarno bekräftigte Berset zudem die Wichtigkeit einer Teilnahme am europäischen Media-Abkommen. Die per 1. Juli eingeführten Ersatzmassnahmen seien lediglich eine Übergangslösung. Die EU hatte die Verhandlungen über die Teilnahme nach dem Ja zur Masseneinwanderungs-Initiative auf Eis gelegt.

11 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    "...Die Ideen, die jetzt auftauchen, kommen zum richtigen Zeitpunkt...!" (Zitat von Alain Berset) Was denn diese "Ideen zum richtigen Zeitpunkt" wohl sind, würde eigentlich uns Steuerzahler auch brennend interessieren! Wer die Ideologie der meisten Jungfilmer kennt, kann sich gut vorstellen, welche Themen uns diese jungen "Filmproduzenten" als "Kinderlehr-Unterricht" mit den zusätzlichen 6'000'000.- Fr. vorsetzen werden! Wir sind gespannt!
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  • Kommentar von Edi Steinlin, Zürich
    Super, die Filme die heutzutage produziert werden bekommen alle Filmpreise und werden von den Kulturschaffenden (Betonung auf Schaffen) bewundert. Ansonsten interessiert sich eigentlich fast niemand dafür. Ganz im Gegensatz zu früher, vor X Jahren machte Kurt Früh Filme, die richtige "Strassenfeger" waren. Z.B. Hinter den 7 Gleisen, Annabäbi Jowäger, Bäckerei Zürrer usw. Ich glaube nicht, dass Kurt Früh dafür Millionen von Subventionen bekam. Eines ist klar, wir haben in der Schweiz zu viel Geld
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      @E. Steinlin: Bis auf die letzte Zeile stimme ich Ihnen zu. Aber wir hätten eben nicht zu viel Geld, aber zuviel von dem was wir haben wird falsch "verteilt". Wenn ich nur daran denke, das Aufbegehren dieser Parteien betreffend des Gripen-Fonds, wo wir alle etwas davon gehabt hätten. Aber hier werden rasch für eine handvoll Interessierte Millionen ausgeben.
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  • Kommentar von A. Lüthy, Bern
    Na ja, solange diese Person seine zeitliche Ressourcen für 6 Mio. einsetzt, richtet er während dieser Zeit wenigstens keinen grösseren Schaden an..
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