Seilbahn-Unglück: Festgenommener wieder auf freiem Fuss

Die Ursache für den Unfall, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen, bleibt weiterhin unklar. Ein zunächst verhafteter Alpmitarbeiter wurde wieder freigelassen. Experten sollen nun die Technik der Bahn überprüfen.

Video «Seilbahnunglück Alp Bärlaui» abspielen

Seilbahnunglück Alp Bärlaui

1:19 min, aus Tagesschau vom 4.8.2013

Der Alpmitarbeiter, der im Zusammenhang mit dem tödlichen Unfall einer Transportseilbahn in Innerthal (SZ) festgenommen worden ist, befindet sich nach der Einvernahme wieder auf freiem Fuss.

.

Bildlegende: Die dreiköpfige Familie befand sich auf der Abfahrt von der Alp Bärlaui, als das Unglück (roter Kreis) passierte. google

Die Polizei hatte den Mann festgenommen, weil er zunächst widersprüchliche Aussagen gemacht habe. Es handelt sich um einen Alpmitarbeiter mit ausländischer Staatsangehörigkeit.

Die Unglücksursache ist weiterhin unklar. Die Behörden nehmen nun technische Abklärungen vor.

Familie war auf einem Tagesausflug

Die Transportseilbahn mit der Familie an Bord war am Samstag kurz nach Mittag von der Alp Bärlaui auf etwa 1000 Metern über Meer talwärts zum Wägitalersee. Aus unbekannten Gründen stürzte die Transportkiste nach rund 900 Metern ab.

Die 31-jährige Frau und ihr 38-jähriger Ehemann verloren beim Unfall ihr Leben. Ihre einjährige Tochter überlebte schwer verletzt. Die Familie war nach Angaben der Polizei als Tagestouristen in dem Gebiet unterwegs.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Seilbahn-Unglück

    Aus Schweiz aktuell vom 5.8.2013

    Das Seilbahn-Unglück vom letzten Wochenende löst grosse Betroffenheit aus. Dennoch brauchen weiterhin viele Bauern ihre Materialbahnen auch für Personentransporte - obwohl dies eigentlich nicht erlaubt ist und gefährlich sein kann. Warum die Bauern dieses Risiko auf sich nehmen: "Schweiz aktuell" hat die Bauernfamilie Marta und Franz Scheuber in Engelberg besucht.