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Session Wenig Unterstützung für Toni Brunners Lohnverzicht

Nur noch 30'000 Franken will Toni Brunner den Parlamentariern zubilligen. Mit diesem Gehaltsverzicht findet der SVP-Nationalrat aber nicht einmal bei seinen eigenen Parteikollegen Zustimmung. Der SVP-Präsident zeigt sich in der Sendung «10vor10» enttäuscht.

Legende: Video «Brunners Idee der Lohnkürzung erleidet Schiffbruch» abspielen. Laufzeit 2:29 Minuten.
Aus 10vor10 vom 11.12.2014.

Mit seinem Lohnkürzungs-Vorstoss findet der SVP-Präsident nur wenig Sympathien im Parlament. Lediglich 10 Prozent der SVP-Parlamentarier haben Toni Brunners Vorstoss unterschrieben.

Die Entschädigungen als Diagramm
Legende: Sollte der Vorstoss durchkommen, würde dies für einige Parlamentarier ein massiver Lohnverzicht bedeuten. SRF

Stärkung des Milizparlaments

Die Motivation der happigen Lohnkürzung ist für Brunner die Wiederbelebung des Milizparlaments. «Immer mehr Nationalräte verlassen sich auf ihren Parlamentarierlohn», so Toni Brunner. «Dabei sollte es eigentlich umgekehrt sein: Die Nationalräte müssten im Erwerbsleben sein und ähnlich wie die Soldaten Dienst am Vaterland verrichten.»

Heute sieht es so aus, dass ein Parlamentarier auf bis zu 138'000 Franken im Jahr kommt. Sollte der Vorstoss durchkommen, erhält ein Parlamentarier künftig nur noch knapp 30'000 Franken. Diese Summe entspricht der Verdienstausfall-Entschädigung und geht analog mit der Erwerbsersatz-Ordnung wie sie heute für Armeeangehörige gilt.

Kaum Chancen

Doch die Reaktionen seiner Parteikollegen sind verheerend. Roland Borer rechnet vor, dass in der Privatwirtschaft die Stundenansätze höher ausfallen als im Parlament. Der Schaffhauser SVP-Nationalrat Thomas Hurter geht sogar davon aus, dass bei Annahme des Vorstosses nur noch Vertreter aus Verbänden ins Parlament einziehen könnten.

Toni Brunner ist enttäuscht über die fehlende Unterstützung in seiner Partei. Im Parlament wird Brunners Lohnkürzungs-Vorstoss wohl keine Chance haben.

50 Kommentare

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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Herr Brunner Sie sind ein liebenswürdiger Zeitgenosse , aber für diese doch nicht immer angenehme Arbeit muss ein fairer Lohn bezahlt werden, zu dem stehe ich sehr gerne mit meinem Steuergeld . Es wird nichts so heiss gegessen wie es gekocht wird , morgen rennt eine andere Sau durch das Dorf .
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  • Kommentar von Redaktion SRF News Online(SRF)
    Sehr geehrte Leserinnen und Leser, wir freuen uns über angeregte Diskussionen. Beleidigungen gegenüber anderen gehören nicht dazu. Leider erhalten wir immer wieder solche Kommentare von verschiedenen Seiten. Ebenso verhindern Mehrfachpostings, dass sich auch andere Personen in die Diskussion einbringen können. Im Sinne eines furchtbaren Diskurses weisen wir Sie darauf hin, dass das Forum auch geschlossen werden kann, falls sich dies nicht in Grenzen hält. Vielen Dank, Ihr SRF-News-Online-Team
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    1. Antwort von M. Kaiser, Rebstein
      Mit schliessen des Forums wird nichts erreicht - lassen sie die Menschen ihren Kropf lehren - wir sind hier nicht in der Schule wo der Oberlehrer bestimmt was zu schreiben ist. Wer Beleidigungen gegen Personen ausspricht disqualifiziert sich selbst . Ein Forum hat den Sinn , den Spiegel der Gesellschaft aufzuzeigen , wenn sie den Eintopf haben wollen, dann ist es besser sie schliessen das Forum . Auch sie selbst sind doch interessiert , dass Stellung bezogen wird - hart aber fair .
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  • Kommentar von Sascha Stalder, Oberdiessbach
    Gut gemeint aber trotzdem schlecht. Die Parlamentarier währen dann finanziell noch abhängiger von irgend welchen Lobbies! Volksverteter sollen einen angemessenen Lohn vom Volk haben und nicht von irgendwelchen Firmen, die in ihrem Interesse Einfluss auf das Parlament nehmen wollen.
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