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Sondermülldeponie Kölliken Superkran baut Bögen ab – Bilder einer spektakulären Baustelle

Legende: Video Die grösste Halle der Schweiz muss weg abspielen. Laufzeit 03:19 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 16.04.2018.

Für den Abbau der grössten Schweizer Halle wurde ein riesiger Raupenkran aufgebaut. Mit diesem werden ab Dienstag die 170 Meter langen Bogentragwerke entfernt. Es handelt sich dabei um den spektakulären Schlusspunkt der Sanierung der Anlage. In luftiger Höhe arbeitet Stahlbaumonteur Benny Gisler. Er bereitet die Metallteile vor, damit diese vom Superkran wegtransportiert werden können.

Wir sind gespannt auf die Aussicht, wenn die Halle weg ist.
Autor: Anwohnerin HowaldBaute gleich neben der Deponie ein Haus

Das Entfernen der Bogentragwerke dauert bis Ende Juli. Bis Oktober ist die Halle dann rückgebaut. Die Halle wird nach ihrer Sanierung komplett rezykliert. Bis 2023 soll die Grube in Kölliken mit sauberer Erde gefüllt sein.

Vom weissen zum grünen Fleck?

Wie geht es weiter, wenn die Hallen dereinst vollständig abgebaut sind? Das Gebiet der ehemaligen Sondermülldeponie Kölliken ist rund 7 Hektaren gross. Auf dem Zonenplan der Gemeinde ist es ein weisser Fleck, also gar keiner Zone zugeordnet. Das soll sich ändern. Den Prozess dazu kennt Felix Fischer, Gemeindeschreiber von Kölliken.

SRF: In Kölliken läuft ein Raumplanungsverfahren. Wo steht man da?

Felix Fischer: Der erste Schritt des Verfahrens ist schon durch. Der Kanton hat einen Grundlagenbericht gemacht. Dort stehen die Eckwerte drin der zukünftigen Nutzung. Landwirtschaft, Forst und Naturschutz stehen hier im Vordergrund.

Felix Fischer, Gemeindeschreiber von Kölliken
Legende: Felix Fischer, Gemeindeschreiber von Kölliken, erläutert das Verfahren, wie die SMDK in die Landwirtschaftszone kommt. SRF/Stefan Ulrich

Aber man hat ja 2008 die Bevölkerung schon einmal gefragt, wie sie sich die zukünftige Nutzung vorstellt. Dort kam heraus, dass das Gelände nicht überbaut werden soll, sondern dass man sich die grüne Wiese wünscht. Kann man denn das Verfahren nicht abkürzen?

Im Ergebnis läuft es sicher in die Richtung grüne Wiese. Das Verfahren kann man aber nicht ändern. Da muss man sich an die Vorgaben halten. Es gibt ja auch verschiedene Interessen. Wir haben ein Stück Land. Es gibt Naturschutzobjekte und natürlich auch die Interessen der Landwirtschaft. Das muss man alles unter einen Hut bringen.

Das Land gehört der Deponie, Haupteigentümer sind die Kantone Aargau und Zürich mit je einem Anteil von 43 Prozent. Sind die Eigentümer denn einverstanden mit der grünen Wiese? Sie könnten ja auch sagen, sie wollen bauen, um etwas vom vielen Geld zurückzubekommen, das man für die Sanierung aufgewendet hat.

Zonenplan von Kölliken mit der Deponie.
Legende: Das Gebiet der Deponie («Im Hof») ist auf dem Zonenplan von Kölliken bis jetzt buchstäblich ein weisser Fleck. zvg

Die gegenwärtige Raumplanungspolitik liegt gar nicht auf dieser Linie. Einzonungen sind höchst unwahrscheinlich. Das Hauptinteresse der Eigentümer besteht darin, dass der Hang stabil ist und dass man nicht jahrelang noch eingreifen muss.

Die Fragen stellte Stefan Ulrich

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