Ständeratskommission lehnt kürzeren WK ab

Anstatt die WK-Dauer zu verkürzen, schlägt die zuständige Kommission des Ständerats vor, dass künftig statt sechs nur noch fünf Kurse absolviert werden müssen. Angehörige der Armee würden damit 20 Diensttage weniger leisten als bisher.

Ein Soldat schenkt einem anderen Teiwaren aus.

Bildlegende: Nur noch fünfmal statt sechsmal, dafür weiterhin drei Wochen soll der WK dauern. Keystone

Militärische Wiederholungskurse (WK) sollen auch künftig drei Wochen dauern und nicht zwei, wie es der Bundesrat bei seinem Vorschlag zur Weiterentwicklung der Armee vorsah. Dieser Ansicht ist die Sicherheitspolitische Kommission des Ständerats (SiK-S).

Bei nur zwei Wochen könne die Verbandsausbildung nicht genügend trainiert werden, sagte Kommissionspräsident Alex Kuprecht (SVP/SZ) vor den Medien. Jean-René Fournier (CVP/VS) ergänzte, für Firmen sei es einfacher, fünf Mal für drei Wochen einen Ersatz für jemanden zu finden als sechs Mal für zwei Wochen.

Allerdings soll es künftig nur noch fünf statt sechs WK geben. Die Reduktion sei ein Entgegenkommen gegenüber der Wirtschaft, sagte Kuprecht weiter. Die Zahl der Diensttage würde damit nicht von 260 auf 225, sondern nur auf rund 240 sinken.

100'000 Mann sind genug

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WKs sollen auch künftig drei Wochen dauern

1:24 min, aus Tagesschau am Mittag vom 21.1.2015

Einverstanden zeigte sich die Kommission damit, die Rekrutenschule von 21 auf 18 Wochen zu verkürzen und den Bestand der Armee auf 100'000 Mann zu reduzieren. Für die Jahre 2017 bis 2020 soll die Armee nach Ansicht der SIK 20 Milliarden Franken erhalten; der Bundesrat hatte 19,5 Mrd. vorgeschlagen.

Der Bundesrat hat seine Botschaft zur Weiterentwicklung der Armee Anfang September ans Parlament geleitet. Nach seinem Willen muss die Armee kleiner werden. Sie soll aber voll ausgerüstet, schlagkräftig und rasch mobilisierbar sein.