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Suva-Anwalt warnt Wer jetzt abseits der Piste fährt, trägt ein hohes Risiko

Legende: Audio Abseits der Piste kann nun teuer werden abspielen. Laufzeit 1:41 Minuten.
1:41 min, aus HeuteMorgen vom 23.01.2018.

Das Wichtigste in Kürze

  • In weiten Teilen der Schweizer Alpen gilt noch immer die zweithöchste Lawinengefahrenstufe 4.
  • Wenn Wintersportler trotzdem im ungesicherten Gelände unterwegs sind, kann das versicherungsrechtlich als Wagnis eingestuft werden.
  • Dies wiederum kann massive finanzielle Folgen haben: Die Mindestkürzungen bei Taggeldern und Renten betragen in diesen Fällen 50 Prozent.

Oliver Biefer ist Rechtsanwalt bei der Unfallversicherungsanstalt SUVA. Er sagt, wenn man bei Gefahrenstufe 4 oder 5 abseits der gesicherten Pisten oder Wege unterwegs sei und verunfallte, werde dies als Wagnis eingestuft und die Geldleistungen, Taggelder und Rentenleistungen würden gekürzt.

Die Mindestkürzung bei den Geldleistungen liegt bei 50 Prozent. In schwerwiegenden Fällen können die Geldleistungen auch komplett verweigert werden.
Autor: Oliver BieferRechtsanwalt SUVA

Das sind durchaus spürbare Sanktionen. Immerhin: Bei der medizinischen Behandlung gibt es keine Leistungskürzungen und auch die Rettungskosten werden von der Versicherung übernommen.

Nach der Erfahrung der SUVA bleiben die meisten Sportler bei Gefahrenstufe 4 oder 5 aber eher zu Hause oder auf gesicherten Pisten.

Unfälle ereignen sich häufiger bei den Lawinenwarnstufen 2 und 3, weil da eine viel höhere Anzahl Wintersportler abseits vom gesicherten Gelände unterwegs ist.
Autor: Oliver BieferRechtsanwalt SUVA

Aber auch die niederen Gefahrenstufen 2 und 3 sind kein Blankocheck für Tourengänger und Variantenfahrer, betont der SUVA-Experte. Ein Wintersportler trägt nämlich auch dann die Verantwortung, die Situation vor Ort zu berücksichtigen, etwa bezüglich Hanglage oder Schneeverwehungen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt Wirz (kw)
    Wer bei solchen Verhältnissen abseits der Piste fährt ist ein Idiot, der sich und vor allen Dinge Andere wohlweislich in Gefahr bringt!
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Wer bei solchen Schneeverhältnissen im freien Berggebiet (nicht abgesicherten Pisten) unterwegs ist, sollte bei einem Unfall alle Kosten selber übernehmen müssen! Wetten, dass solche verantwortungslose Skitouren sofort verschwinden würden! Leider wird bei einem Unglück zuerst alles versucht "andere" dazu verantwortlich zu machen!
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  • Kommentar von Andrea Esslinger (weiterdenken)
    Weshalb übernimmt die Versicherung die vollen Rettungskosten? Abgesehen vom Finanziellen werden durch solche den Kick suchenden Waghalsige auch Rettungspersonen gefärdet. Das wiegt noch viel schwerer.
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