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Schweiz Syrische Flüchtlinge – auch SVP-Migrationsexperte fordert Hilfe

Das neue Phänomen der Geisterfrachter auf dem Mittelmeer und das Schicksal der Flüchtlinge aus Syrien bewegt die Schweizer Politik. Sie fordern, die Schweiz müsse mehr tun für die Flüchtlinge. Aussergewöhnlich, dass auch rechte Politiker mitziehen wollen.

Legende: Video «Syrien-Flüchtlinge: Mehr Hilfe von links bis rechts» abspielen. Laufzeit 2:23 Minuten.
Aus Tagesschau vom 04.01.2015.

Aus Syrien und dem Irak sind im Moment fast 14 Millionen Menschen auf der Flucht. Der Flüchtlingsstrom Richtung Europa wird in den nächsten Monaten anwachsen. Eine Herausforderung für die Schweizer Politik.

Eine Frau mit ihren Kindern und einem Helfen kommt von der Fähre.
Legende: Frauen mit Kindern auf dem führerlosen Frachtschiff im Mittelmeer – das Leid treibt die Menschen zu hohen Risiken. Keystone

Die Schweiz in der Pflicht

SP-Fraktionschef Andy Tschümperlin ist einer der Politiker, der sich Gedanken um die Flüchtlinge macht. Er fordert grosse jährliche Spezial-Kontingente für Flüchtlinge aus Syrien: «Wir müssen in Zusammenarbeit mit dem UNHCR 5000 Flüchtlinge aufnehmen, sie direkt vor Ort abholen – vor allem Frauen mit Kindern.»

Auch für SVP-Migrations-Experte Heinz Brand ist klar: Es braucht ungewöhnliche Lösungen, für eine ungewöhnliche Situation.

Die Schweiz muss nach seiner Auffassung mehrere Massnahmen prüfen: «Erstens ist die Hilfe vor Ort weiter auszubauen und stärker zu entwickeln als bisher. Zweitens ist der Vertrag von Schengen-Dublin konsequent umzusetzen. Und drittens: Bei den Flüchtlingen, insbesondere bei den Personen aus Syrien, ist eine neue Strategie angezeigt, in der man beispielsweise sie als Schutzbedürftige aufnimmt und sie dadurch etwas grosszügiger behandelt als die anderen Personen, die in die Schweiz kommen.»

140 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt Vollmer, Zürich
    Ich war mehrere Male in Syrien & bin über die aktuelle Situation in diesem Land sehr besorgt. Die CH MUSS in solchen Notsituationen ihre humanitäre Verpflichtung ausschöpfen, auch wenn das einigen Hardlinern nicht gefallen mag. Hier hat sich eine Katastrophe zusammen gebraut. Früher haben wir auch anderen Menschen geholfen, leider erinnern sich gerade diejenigen, welche die Zeiten erlebten, nicht mehr daran (z.B.Ungarn). Viele sind in ihren Herzen kalt & egoistisch geworden. Unverständlich!
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Natürlich erinnern sich Menschen, welche den Krieg z. B in Ungarn erlebt haben noch daran. Aber eben auch daran, dass vor allem Frauen & Kinder gekommen sind, während die Männer für ihr Land gekämpft haben. Und 1. es damals nicht so viele waren die hierher gekommen sind, man sie 2. viel vor Ort unterstützt hat & 3. die meisten nach dem Krieg wieder zurück sind um ihr Land wieder aufzubauen. Und wir Schweizer leisten sehr viel an humanitärer Hilfe. Mehr als es viele andere Länder in Europa tun.
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    2. Antwort von Kurt Vollmer, Zürich
      Gemessen an unserem Wohlstand verwenden wir einen beschämenden & lächerlichen Beitrag an humanitärer Hilfe! Dieses hochmütige Denken & in dieser selbstgerechten Haltung merken wir nicht, wie egoistisch & kleinbürgerlich wir geworden sind. Aktuell begleiten wir in unserem Bekanntenkreis eine syrische Flüchtlingsfamilie durch den Behördendschungel. Wenn sie dort mit einem rechtsnationalistischen Beamten zu tun haben, erleben sie Haarsträubendes! E. Waeden, IHRE Welt ist klein & weg von Realitäten!
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    3. Antwort von Kurt Vollmer, Zürich
      Bei allem Respekt, A. Frank, würden sie sich nur einmal in solchen Ländern aufhalten & würden sie nur einmal weitab vom Stammtisch mit eigenen Augen sehen, wie es ausserhalb unserer «geschützten Werkstatt CH» aussieht, ich denke, wie würden anders argumentieren. Dies alles hat nichts, aber auch gar nichts mit einer politischen Überzeugung zu tun sondern ausschliesslich mit lebensbejahenden, humanitären Charaktereigenschaften. Ich bin kein Linker, verfüge jedoch über langjährige Auslanderfahrung.
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Die Flüchtlingshilfe verlangt, dass die CH noch mehr Flüchtlinge aufnehmen soll, die dann, gut integriert, auch bleiben dürfen, Familiennachzug gewährleistet. Das ist ein völlig realitätsfremder Wunsch. Wohl sollen wir die Flüchtlinge aufnehmen, ihnen Schutz gewähren. doch wenn der Krieg hoffentlich einlas vorbei sein wird, müssen diese Leute wieder zurückgeschickt werden. Neue Konflikte werden folgen und dann braucht es wieder Platz für neue Flüchtlinge.
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  • Kommentar von A.Käser, Zürich
    Worum wird gekämpft?Um Geld und Macht.Wer braucht,will Geld und Macht?Der Mensch für sich,seinen Clan,seine Nachkommen(oder Neurotiker,Psychopathen.)Wieso?Um sich ein"angenehmes"Leben zu sichern.Wie?Möglichst auf Kosten anderer.Je mehr Menschen,desto härter der Verteilungskampf.Wieso wird akzeptiert,dass Vermehrung Privatsache sei?Welche Institutionen empfehlen eine möglichst grosse Replikation?Die Religionen.Wer führt vornehmlich und wieso,gegen wen Kriege?Religiöse Konstrukte wie eh und je.???
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Fluch & Segen der Globalisierung! "Völkerwanderungen" gibt es, seit es den Menschen gibt. Nur sehen heute Menschen, wie wir, die ihre Länder systematisch ausgeplündert haben, dadurch ein gutes Leben leben. Sie wollen jetzt auch etwas davon haben. Für viele unter ihnen dürfte also nicht ein Krieg Grund sein hierher nach Europa zu kommen, sondern eher Motivation für sie sein: Ihr habt mir genommen, was mir gehörte, jetzt hole ich es mir wieder zurück, indem ich bei euch & wie ihr leben will.
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