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Tausende mehr Zahl der Zivildienstleistenden steigt weiter

  • In der Schweiz ist Ende 2017 die Zahl der Zivildienstleistenden auf rund 48'000 angestiegen.
  • Im Vorjahr waren es noch etwa 4000 weniger. Auch die Zahl der Diensttage nahm zu.
  • 1,8 Millionen Diensttage seien 2017 geleistet worden, teilte die Vollzugsstelle für den Zivildienst mit. Im Jahr zuvor waren es 100'000 weniger.
Zivildienstleistender.
Legende: Der Bundesrat macht sich angesichts der vielen Zivildienstleistenden Sorge um den Armeebestand. Keystone

Die Zahl der Zulassungen zum Zivildienst habe zugenommen, teilte die Vollzugsstelle für den Zivildienst mit. Im Jahr 2017 wurden die meisten Diensttage im Sozial- und Gesundheitswesen geleistet. Beinahe drei Viertel aller Diensttage entfielen auf diese Bereiche.

Bundesrat will auf die Bremse treten

In Zukunft will der Bundesrat den Zivildienst aber weniger attraktiv machen, um den Armeebestand zu stabilisieren. Am 15. November 2017 hat er das Wirtschaftsdepartement (WBF) damit beauftragt, Massnahmen auszuarbeiten. Sie sollen «zur substantiellen Senkung der Zulassungen zum Zivildienst» führen.

Eine Vernehmlassungsvorlage zu einer Revision des Zivildienstgesetzes will das WBF bis spätestens im Herbst 2018 ausarbeiten.Hinweis auf einen verwandten Artikel:

4 Kommentare

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  • Kommentar von C. Gustavs (C.Gustavs)
    Ich frage mich: Verstehen die Damen und Herren in Bern die Jugend denn nicht? Offensichtlich haben viele von uns keine Lust mehr, ins Militär zu gehen, wir helfen lieber an Orten wo wir sehen, dass wir was bewirken. Die Zeiten ändern sich, wir sehen den Sinn nicht mehr. Entweder müsst ihr uns plausibel erklären warum Militärdienst wichtig und nützlich ist, oder das Militär attraktiver machen. Macht ihr aber den ZD unattraktiv, zeigt ihr nur, wie ihr die Ansichten der Jugend zum Militär ignoriert
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  • Kommentar von Andres Gerber (andres)
    Wenn man Sorge um den Armeebestand hat, sollte man den Militärdienst attraktiver machen und sicherlich nicht den Zivildienst unattraktiver gestalten. Die Schweiz sollte sich in Zukunft überlegen, eine Berufsarmee einzuführen. Denn heutzutage werden erworbene Kompetenzen aus Zivildiensten immer wichtiger. Als erfolgreicher ZIVI hat man auf dem Stellenmarkt heute deutliche Vorteile und persönlich erst recht noch das Gefühl, etwas Sinnvolles geleistet zu haben. Der Zivildienst bleibt attraktiv.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Eine herrliche Plattform wird diese "Drückeberger"-Zunahme für die Armeeabschaffer und Antimiliz-Fanatiker werden: Nun, es ist leider das Resultat der Erziehungsmechanismen des "68iger-Geistes" (es gibt kein Krieg, die Schweiz braucht keine Armee und das Geld sollte anders eingesetzt werden!) Hoffen wir, dass sich diese unheilvolle "Denkart" bald ändern wird und sich junge Menschen auch an unsere Bundesverfassung, Pflichten und Rechte erinnern und sich daran halten!
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