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Tessin spricht 50 Millionen Airolo bekommt einen Deckel für die Autobahn

Legende: Video Blumenwiese statt Strassenlärm für Airolo abspielen. Laufzeit 07:16 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 09.05.2018.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Tessiner Kantonsparlament hat grünes Licht gegeben für die Überdeckung der Gotthardtunnel-Ausfahrt in Airolo.
  • Der Kanton steuert 50 Millionen Franken für das Projekt bei, der Bund noch einmal 50 Millionen.

Wer dereinst durch die neue Gotthardröhre fährt, wird länger im Tunnel sein als heute. Denn auf der Südseite in Airolo wird die Autobahn zugedeckt. Ziel des Projekts: Die von Verkehrsachsen zerschnittene Region Airolo soll landschaftlich wiederhergestellt werden. Der Tessiner Grosse Rat hat dafür einstimmig 50 Millionen Franken bewilligt.

Fotomontage mit geplanter Überdeckung der Autobahn in Airolo
Legende: Der Tunnelausgang wird versetzt. Die geplante Überdeckung wird etwa einen Kilometer lang. RSI

Zwischen der Ausfahrt des Gotthardtunnels und dem Stalvedrotunnel soll ein rund 1000 Meter langer Autobahnabschnitt eingehaust und mit 2,5 Millionen Ausbruchmaterial aus dem Bau der zweiten Röhre überdacht werden. So sollen insgesamt 90'000 Quadratmeter Grünfläche entstehen.

Zudem werden der bestehende Autobahnanschluss und die Zufahrt zur bisher vorhandenen Passstrasse komplett umgestaltet. Das Projekt soll helfen, die Abwanderung aus der oberen Leventina zu stoppen und die Gegend für Touristen attraktiver zu machen.

Die Gesamtkosten von rund 100 Millionen Franken werden nun mit dem Entscheid des Kantonsparlaments je zur Hälfte vom Kanton Tessin und vom Bundesamt für Strassen (Astra) gedeckt. Zurzeit läuft die Einsprachefrist. Von diesen ist abhängig, wann mit dem Bau der zweiten Autobahnröhre begonnen werden kann.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
    Was wir uns alles leisten können ist schon gewaltig. Vorallem so wichtige Sachen wie Autobahndeckel. Der Individulverkehr ist ja auch wichtiger als AHV, Volksschule, Behindertengerechtes Bauen und ähnliches. Und neue Autobahnen und zusätzliche Röhren brauchen wir ja dringend im ganzen Land. Wieso eigentlich nicht die Ortschaften „deckeln“, dann können wir ungenierte noch viele, viele Autobahmen für ein glückliches Leben und glückliche Schweizer bauen.
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    1. Antwort von Peter Imber (Wasserfall)
      Herr Schulenburg. Da wurde meiner Meinung nach schon für Dümmeres Geld ausgegeben. Die Airoler gewinnen mit dieser Überdeckelung an Ruhe, Gesundheit, Grünfläche und Lebensqualität. Der Verkehr läuft zügiger ab. Die Luftverschmutzung wird reduziert, da weniger Stop and Go in den Dörfern. Und die Schutthalden von NEAT werden auch noch reduziert. Ich sehe da viel „Win-Win“ für alle. Oder haben Sie eine bessere Idee, wie Airolo vom alljährlichen riesigen Verkehr entlastet werden soll?
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  • Kommentar von Adrian Strobel (Adi S.)
    ... und in Biel wird immer noch an einer Autobahn mit offen Anschlüssen im Zentrum rumgeplant! Aber vermutlich ist das ja wieder ganz was anderes!!??
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    1. Antwort von B. Schmid (swissless)
      Es wird heute so geplant, damit die Baubranche in Biel in 10 bis 15 Jahren wie in Airolo die Abdeckung nachliefern kann, ist doch klar!
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  • Kommentar von U. Salzmann (pfefferusalz)
    Schöne Sache, freue mich sehr für die Airoler. Die tun mir ja richtig leid gerade jetzt in der Feiertagszeit!
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