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Schweiz Tierquälerei auf Pferdefarmen: Bund wird aktiv

Die Bilder von Tierquälerei im «Kassensturz» haben Wirkung gezeigt: Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) will die Vorwürfe gegen Pferdefleischproduzenten im Ausland abklären. Betroffen seien alle Verteiler von importiertem Pferdefleisch in der Schweiz.

Legende: Video 19.02.13: Tierquälerei auf Pferdefarmen: Erbarmungslose Fleischproduktion abspielen. Laufzeit 16:00 Minuten.
Aus Kassensturz vom 19.02.2013.

Bilder, die der Tierschutzbund Zürich diese Woche unter anderem via SRF-Sendung «Kassensturz» veröffentlichte, zeigen, wie Pferde in Argentinien, Mexiko, Kanada und den USA gequält werden. Es handelt sich demnach auch um Tiere, deren Fleisch auf Schweizer Tellern landet.
 
«Die Bilder zeugen von katastrophalen Zuständen», sagte BVET-Direktor Wyss in einem Interview mit der Zeitung «Der Sonntag». Sein Amt wolle nicht einfach zuschauen: «Die Schweiz hat eine moralische Verpflichtung.»

Behörden mit Bildern konfrontieren

Das BVET werde die Veterinärbehörden der Herkunftsländer mit dem Filmmaterial und den Berichten des Tierschutzes konfrontieren, kündigte Wyss an. «Von den Importeuren verlangen wir eine Stellungnahme zur Einhaltung ihrer Bestimmungen mit den Schlachtbetrieben.»
 
Laut dem Tierschutzbund Zürich werden beispielsweise sterbende, kranke und verletzte Pferde sich selbst überlassen, ungeeignete Transportfahrzeuge eingesetzt, Pferde von ungeschultem Personal gequält, Transporter versiegelt oder Hunde bei der Verladung der Tiere eingesetzt.
 
Alle Verteiler in der Schweiz seien betroffen – darunter Migros, Coop, Aldi, Denner, Volg und Lidl. Als Reaktion hätten die meisten Läden alle Produkte mit Pferdefleisch aus dem Sortiment genommen.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von K. Gilgen, Niederhasli
    Wussten Sie, das viele dieser Pferde auch auf den kanadische Auktionen von den Fleischhändlern aufgekauft werden und die Vorbesitzer meinen, die Pferde bekommen ein neues Heim? Erfahren von Horse Rescue Alberta In Alberta, more than 300 horses per day are slaughtered, to be processed for human consumption? These innocent animals are brought to the auction, where many owners think they will be bought by a loving family, having no idea that they are purchased by the "meat buyers" instead.
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  • Kommentar von Dolores Helfenstein, Luzern
    Ich bin froh, ich lebe in der Schweiz. Hier sind die Wörter "Tierschutz" und "Tierethik" zum Glück nicht nur Wörter. Es ist sicher nicht 100% perfekt, aber... Danke dem Bundesamt für Veterinärwesen, dass es sich einsetzt. Die Tiere brauchen unseren Respekt und unseren Schutz. Es gibt viel zu tun...
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Traurig ist nicht nur, dass Konsumenten es nicht lassen können,ausl.Produkte zu kaufen, sondern auch, dass Händler+Verarbeiter sich einen Dreck um Haltung, Herkunft, Herstellung ihrer "Ware" scheren. Hätte Hayek die Herstellung der Schlangenhäute vorher nachgepruft, hätte er unzähligen Schlangen ein qualvolles Ende erspart. Ist es an Kassensturz, WWF, Greepeace etc. solche Miseren zuerst aufzudecken? Sehe mich doch auch regelmässig auf "meinem" Biohof um,von dem ich das Fleisch beziehe.
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