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Schweiz Überfüllte Asylunterkünfte in der Schweiz

Die Flüchtlingswelle aus Syrien und Eritrea ist in der Schweiz angekommen. Derzeit wird eine grosse Anzahl Asylsuchender auf die Kantone verteilt. Diese stossen an ihre Kapazitätsgrenzen, wie Recherchen von «10vor10» zeigen.

Legende: Video Asylzentren sind überfüllt abspielen. Laufzeit 3:48 Minuten.
Aus 10vor10 vom 08.07.2014.

Familien, Ehepaare, Alleinstehende – die Zahl der Flüchtlinge aus Syrien und Eritrea, die in der Schweiz Asyl suchen, steigt. Das Bundesamt für Migration rechnet mit wöchentlichen Zuweisungen von 300 bis 400 Personen an die Kantone, wie verschiedene Medien berichteten.

Eine Person liegt auf einem Bett. Neben ist ein weiteres Bett.
Legende: In den Asylzentren der Kantone wird es noch enger als es bereits ist. SRF

Viele Kantone sind mit der steigenden Zahl Asylsuchender überfordert und stossen an ihre Kapazitätsgrenzen. So sind beispielsweise die Durchgangszentren der Kantone Glarus, Thurgau, Aargau, Basel Stadt und Bern bereits jetzt voll besetzt oder gar überbelegt, berichtet «10vor10».

Suche nach Lösungen

Die Verantwortlichen in den betreffenden Kantonen suchen händeringend nach Lösungen. Susanne Höllwarth, Leiterin der Stiftung Peregrina im Kanton Thurgau sagt, man müsse oftmals zusätzliche Matratzen zwischen die Betten legen und jeden noch so kleinen Platz ausnutzen. «Wir klären ab, ob wir neue Übergangslösungen oder längerfristige Lösungen finden können». Viele Kantone wenden sich jetzt auch an die Gemeinden, damit diese weitere Plätze zur Verfügung stellen.

Flüchtlingshilfe fordert weniger Bürokratie

Die Schweizerische Flüchtlingshilfe stuft die Situation als sehr ernst ein. Diese Menschen brauchen unsere Hilfe, sagt Mediensprecher Stefan Frey. So sollte es zum Beispiel möglich sein, dass Private ohne viel administrativen Aufwand Flüchtlinge aufnehmen dürften. «Die bürokratischen Hürden, die wir heute haben, müssten runtergesetzt werden», sagt Frey.

Léa Wertheimer, Sprecherin des Bundesamts für Migration sagt dazu, dies liege in der Kompetenz der Kantone und sei nicht ganz so einfach. Bevor Private Flüchtlinge aufnehmen können, «müssen diverse Fragen geklärt werden. Zum Bespiel, wer die Verantwortung für diese Personen trägt».

70 Kommentare

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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Die Europäer werden sich noch die Augen reiben. Es ist derart augenfällig, wie die Dinge in Nahost und Afrika wirklich liegen. Die Nagelprobe der westlichen Gesellschaften dürfte sein, wenn es darum gehen wird, die zu erwartenden Flüchtlingsströme zu absorbieren. Dann hier geht es nämlich bereits nicht mehr um Kleinkram. Auch die über das Asylrecht einsickernden Religionskrieger werden eine erheblich Gefahr. Das alles ist brandgefährlich.
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  • Kommentar von Rainer Fauser, Augsburg
    Das Angebot regelt eben die Nachfrage oder die CH schafft sich ihre Probleme selber.Übrigens:Unter Blocher im EJPD ging die Nachfrage zurück.Und ganz grundsätz. sollten die wohlhabenderen Staaten weder die Probleme anderer Staaten importieren,noch aus unerfindlichen moralischen Wohlstands-Schuldgefühlen der halben Welt eine Gratisbleibe offerieren.Ansonsten wir pleite gehen.Für das Asylunwesen sollte der Grundsatz gelten:Hilf dir selber,dann ist dir geholfen.Die meisten Länder kennen kein Asyl!
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  • Kommentar von Hans Vader, CH
    Warum werden nicht endlich die Ursachen bekämpft? Warum werden von allen möglichen Staaten weiterhin Waffen geliefert? Warum werden, diese Staaten weiterhin wirtschaftlich in den Abgrund und in Abhängigkeit des Westens und China gedrängt? Warum wird nichts gegen die Terrorpolitik der USA, die immer wieder Bürgerkriege auslöst, gemacht? Warum wird der Hunger gefördert statt bekämpft, trotz eines Nahrungsüberschusses im Westen? Wer diese Fragen beantworten kann, findet die wahren Probleme.
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    1. Antwort von G. Niedermann, Zürich
      In diesen Ländern herrscht nur Korruption. Die Regierung kümmert sich nicht, ob die Bevölkerung etwas zu Essen, Arbeit, etc. hat. Entwicklungsgelder werden unterschlagen, das Volk wird unterdrückt. Die Geberländer schliessen die Augen, verkaufen lieber Waffen, so holt man sich die Entwicklungsgelder wieder zurück. Die Bevölkerung muss das selbst ändern und neu regeln.
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