Einreiseverbot für Iranerin US-Behörden drohten Swiss offenbar mit Landeverbot

Eine Swiss-Maschine in der Luft.

Bildlegende: Die Schweizer Airline Swiss wurde im Zuge des Einreiseverbots von den USA unter Druck gesetzt. Keystone

  • Eine iranische Biologin und ETH-Lausanne-Forscherin wurde von der Swiss nicht nach Boston geflogen – trotz gültigem US-Visum.
  • Die USA hatten der Swiss-Maschine mit dem Entzug der Landeerlaubnis und der Airline mit einer Busse von 50'000 US-Dollar gedroht, wenn die Wissenschaftlerin an Bord der Passagiermaschine gegangen wäre. Das berichtet das US-Magazin «Politico».
  • Die Swiss bestätigt den Bericht. Die US-Behörden hätten ihr geraten, die Forscherin nicht an Bord zu lassen.
  • Die Iranerin wollte an der Harvard-Universität in Boston forschen.

Laut dem Bericht des US-Politmagazin sprach ein US-Beamter das Einreiseverbot gegenüber der Wissenschaftlerin persönlich aus – dies, als die ETH-Forscherin letzten Samstag von Frankfurt nach Boston fliegen wollte. Auch der zweite Flugversuch von Zürich aus drei Tage später blieb ohne Erfolg. Der US-Zoll- und Grenzschutz erteilte ihr keine Bewilligung.

Die Iranerin forscht seit fünf Jahren als Bioinformatikerin an der ETH Lausanne. Für ihre Arbeit erhielt sie bereits mehrere Auszeichnungen.

US-Präsident Donald Trump hält den verhängten Einreisestopp indes nach wie vor für richtig.