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Einreiseverbot für Iranerin US-Behörden drohten Swiss offenbar mit Landeverbot

Eine Swiss-Maschine in der Luft.
Legende: Die Schweizer Airline Swiss wurde im Zuge des Einreiseverbots von den USA unter Druck gesetzt. Keystone
  • Eine iranische Biologin und ETH-Lausanne-Forscherin wurde von der Swiss nicht nach Boston geflogen – trotz gültigem US-Visum.
  • Die USA hatten der Swiss-Maschine mit dem Entzug der Landeerlaubnis und der Airline mit einer Busse von 50'000 US-Dollar gedroht, wenn die Wissenschaftlerin an Bord der Passagiermaschine gegangen wäre. Das berichtet das US-Magazin «Politico».
  • Die Swiss bestätigt den Bericht. Die US-Behörden hätten ihr geraten, die Forscherin nicht an Bord zu lassen.
  • Die Iranerin wollte an der Harvard-Universität in Boston forschen.

Laut dem Bericht des US-Politmagazin sprach ein US-Beamter das Einreiseverbot gegenüber der Wissenschaftlerin persönlich aus – dies, als die ETH-Forscherin letzten Samstag von Frankfurt nach Boston fliegen wollte. Auch der zweite Flugversuch von Zürich aus drei Tage später blieb ohne Erfolg. Der US-Zoll- und Grenzschutz erteilte ihr keine Bewilligung.

Die Iranerin forscht seit fünf Jahren als Bioinformatikerin an der ETH Lausanne. Für ihre Arbeit erhielt sie bereits mehrere Auszeichnungen.

US-Präsident Donald Trump hält den verhängten Einreisestopp indes nach wie vor für richtig.

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36 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Solenthaler (Hannes)
    Wo ist Johann Schneider-Ammann unser oberster Chef für Bildung und Forschung ??? Es wäre langsam an der Zeit, dass er sich dieser Angelegenheit annehmen würde. Hat er eventuel " Schiss" vor Donald, seinem Telefonkollegen ? Taten gelten, nicht grosses Pallaver in Sachen Forschung und Bildung.
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Also Leute: Wer die Formalitäten eines Visums durchliest, der sieht ganz klar, dass ein Visum noch längst nicht zur Einreise berechtigt. Das ist übrigens auch in der Schweiz (und Schengen) so. Auch wer ein Visum für die Einreise in die Schweiz besitzt, kann durchaus an der Grenze zurückgewiesen werden. Die Iranerin sollte froh sein, bereits in Zürich darüber informiert worden zu sein. Sie somit einiges an Geld für ihre Abschiebung gespart.
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    1. Antwort von Florian Kleffel (Hell Flodo)
      Nun soll diese Frau, die nichts getan hat, ausser im Iran geboren worden zu sein (und auch das wohl eher nicht selbst geplant...), und deren Karriere nun möglicherweise gefährdet ist (wie viele schaffen's nach Harvard?), auch noch froh sein? Unglaublich.
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    2. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      @Kleffel: Andere haben nichts getan als in Afrika geboren worden zu sein und Sie Herr Kleffel nehmen sie doch nicht alle in Ihre Wohnung auf..... so ungerecht ist die Welt. Aber das ist nun mal die Realität die das Leben mit sich bringt. Es gibt immer Alternativen, meistens sind diese sogar besser, als die ursprünglichen Pläne.
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  • Kommentar von Niklaus Bächler (Brücken- statt Mauerbau!)
    Wenn ich hier die abstrusen Begründungen und die Verteidigung dieses absurden Dekrets lese frage ich sie, was sie tun würden, wen Trump auf einmal ein Dekret erliesse, in welchem den Schweizern die Einreise verwehrt werden würde. Viele hier würden Zeter und Mordio schreien. Diese Forscherin hast ein GÜLTIGES Visum! Bleiben wir also auf den Boden und betrachten die Sache ideologieneutral!
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    1. Antwort von Hans Wettstein (Hans W)
      Falsch: wenn einem Durchschnitts-Schweizer das Visum verwehrt wird, kommt das noch nicht mal auf Seite 12 des Lokal-Anzeigers. Aber eine Iranische Forscherin macht ideologisch halt bessere Schlagzeielen.
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    2. Antwort von Niklaus Bächler (Brücken- statt Mauerbau!)
      Hans Wettstein, wirklich und noch einmal, es geht doch nicht um diese Iranerin, was soll den das? Es geht um ein absurdes Schnellschussdekret, welches die Ursache dieser ganzen Misere ist. Und es geht darum, dass die Rechtssicherheit durch diesen Chaos-Präsidneten mit Füssen getreten wird. Solche Hau-Ruck-Aktionen sind kopflos in Gang gesetzt worden. Da spielt doch diese Iranerin nicht die Hauptrolle!
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    3. Antwort von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
      Herr Wettstein, was Sie hier behaupten ist Falsch und zwar absolut Falsch. Vor ein paar Jahren kam es im Kassensturz das einem Jungen Ehepaar ohne Begründung die Einreise verweigert wird. Wenn Sie hier einfach etwas ins Blaue hinaus Behaupten, sollte es wenigstens den Tatsachen entsprechen. Immer wieder werden hier Unwahrheiten verbreitet,. Da verstehe ich das es viele Sympathisanten von Trump gibt.
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    4. Antwort von Hans Wettstein (Hans W)
      Bei allem Respekt Niklaus Bächler, der Ton Ihres Beitrages kommt auch nicht gerade tolerant und besonnen daher. Schon die Geduld ausgegangen?
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    5. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      @Röthenmund@Bächler: Es gibt auch in der Schweiz zig-Fälle pro Jahr, wo Leute trotz gültigem Visum nicht einreisen dürfen, weil als wahrer Einreisegrund etwa Schwarzarbeit vermutet wird (Chinesen, Inder, Thai, etc.). Ein Visum erleichtert zwar die Einreise aber berechtigt nicht zur Einreise (kleines aber feines Detail!). Auch in der Schweiz entscheiden wie in den USA die Grenzbeamten, wer einreisen darf und wer nicht. Also: Informieren Sie sich, bevor Sie mit dem Bashing loslegen.
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    6. Antwort von Niklaus Bächler (Brücken- statt Mauerbau!)
      Lieber Herr Ducrey, es geht doch gar nicht darum. Sie ziehen eine Diskussion an, welche nichts mit der URSACHE dieser Geschichte zu tun hat. Was sie sagen stimmt zwar, aber trifft nicht ansatzweise auf diesen Sachverhalt zu.
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