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Diesel-Gate – und die Schweiz? VCS: «Wir fordern echte und präzise Tests»

Legende: Video Auch in der Schweiz regt sich (sanfter) Widerstand abspielen. Laufzeit 01:39 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.08.2017.

Die deutschen Autohersteller haben auf dem Diesel-Gipfel in Berlin unter anderem zugesagt, insgesamt rund fünf Millionen Dieselautos mit den Abgasgrenzwerten Euro 5 und Euro 6 freiwillig nachzurüsten. Dabei handelt es sich um ein Update der Software. Ob damit das Problem der hohen Schadstoffkonzentration wirklich gelöst werden kann, ist mehr als fraglich.

Doch zumindest nimmt sich die deutsche Politik dem Problem an. In der Schweiz – bislang weitgehend Fehlanzeige. Für den VCS ist dieser Stillstand nicht tolerierbar, und er lanciert deshalb eine Petition, die schneller präzisere Stickoxid-Tests verlangt.

Importstopp und Zulassungsbeschränkungen

«Hier werden die Werte massiv überstiegen. Es gibt Abweichungen mit Faktor 18, und wir fordern, dass jetzt echte Tests eingeführt werden», sagt VCS-Sprecher Matthias Müller. Statt Tests im Labor verlangt der VCS deshalb Tests auf der Strasse. Betroffen sind zurzeit knapp 200'000 Fahrzeuge.

Zuschauen sei keine Lösung, etwa wegen den gesundheitsschädlichen Stickoxiden, meint auch Nationalrat Karl Vogler (CSP/OW), der bereits politisch aktiv wurde. Die Schweiz müsse handeln. Dabei schreckt Vogler auch nicht vor radikalen Massnahmen zurück, wie etwa einem Import- oder Zulassungsverbot. «Bis anhin hat man leider nichts gemacht. Ich hoffe, dass die Politik nun wirklich aktiv wird.»

Doch dem Bundesamt für Strassen sind offenbar die Hände gebunden. «Ein Zulassungsstopp kann nur dann gerechtfertigt werden, wenn ein Rechtsbruch nachgewiesen werden kann. Bis dato liegen uns – ausser der Medienberichterstattung – keine Details zu den Ergebnissen des sogenannten ‹Dieselgipfels› in Deutschland vor.» Es seien noch viele Fragen offen.

Ausserdem wird diesen September ein neues Gesetz in Kraft treten, welches europaweit die Zulassungsbedingungen für neue Personenwagen regelt. Inwiefern diese aber für die Schweiz gelten wird, ist noch unklar.

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30 Kommentare

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  • Kommentar von Henriette Rub (ehb)
    Toll, wie hier über Autos geklagt wird. Zu erwähnen bleibt, dass die schönen, weissen Kreuzfahrtschiffe die allergrössten Dreckschleudern sind, betrieben mit Schweröl. Setzt man sich also auf den hübschen Balkon und geniesst die Meersicht, wird man mit Unmengen CO2 versorgt. Schöne Ferien!
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    1. Antwort von Vera Kehrli (Vera Kehrli)
      Kreuzfahrtschiffe fahren weder in schweizer Städten, noch ist CO2 gesundheitschädlich. Frau Rub, Sie haben überhaupt nicht verstanden worum es beim Dieselskandal geht. Es geht um Abgase die unsere Kinder vergiften.
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  • Kommentar von Patric Huber (Patric Huber)
    Hypokriten. Derweil die Schifffahrt weiterhin Schweröl verbrennt was schädlicher ist als alle Autos der Welt zusammen. Flugzeuge, Baumaschinen und Landwirtschaft erzeugen nochmal mehr Schadstoffe als alle Autos zusammen. Die Grossverschwender USA und China können machen was sie wollen. Aber das böse böse Auto.... Lachhaft.
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  • Kommentar von Achim Frill (Afri)
    Es gibt keine saubere Mobilität, das sollte auch dem grünsten Grünen endlich mal einleuchten. Sogar, wenn man einfach nur spaziert produziert man mit seinen Schuhen Gummiabrieb, der in die Umwelt gelangt und diese belastet. Und in fünf Jahren findet eine Studie dann raus, dass Dieselruss gut fürs Tomatenwachstum ist. Oder Nierensteine verhindert. Oder so. Also, runterfahren und Schnappatmung einstellen.
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    1. Antwort von Vera Kehrli (Vera Kehrli)
      Doch, es gibt saubere Mobilität. Sie wollen doch nur vom Problem ablenken.
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