Zum Inhalt springen

Schweiz Verbesserte Finanzlage bei Pensionskassen

Die Schweizer Vorsorgeeinrichtungen haben sich Dank guter Geschäfte auf den Geld- und Aktienmärkten wieder leicht erholt. Dennoch bleibt die Lage bei vielen staatlichen Pensionskassen weiter angespannt.

Legende: Video Verbesserte Finanzlage bei Pensionskassen abspielen. Laufzeit 4:19 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.05.2013.

Die Pensionskassen im Land haben im vergangenen Jahr ihre finanzielle Lage verbessert. Dennoch stecken aber weiterhin zahlreiche Kassen mit Staatsgarantie in Unterdeckung.

Die neue Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK BV) präsentierte in Bern ihren ersten Jahresbericht. Um sich ein Bild von den Risiken zu verschaffen, erhob sie bei den rund 2500 Vorsorgeeinrichtungen Kennzahlen zur Finanzlage.

Kassen profitierten von guter Lage an den Finanzmärkten

Demzufolge stuft sie vier Prozent der Kassen ohne Staatsgarantie in die Kategorie mit einem hohen Risiko ein, während sie bei 37 Prozent der Kassen ein eher höheres Risiko sieht.

Insgesamt verfügten 9 von 10 der Kassen ohne Staatsgarantie über eine Deckung von 100% und mehr. Weniger rosig sieht es bei den Kassen mit Staatsgarantie aus: Laut der Behörde weisen 73% eine Unterdeckung aus.

Dank eines ertragreichen Jahres an den Finanzmärkten konnten viele Kassen ihre Situation im abgelaufenen Jahr allerdings verbessern. Die durchschnittliche Rendite lag bei über sieben Prozent.

Vermögensverwaltungskosten sollen massiv sinken

Unterdessen hat die OAK BV unter anderem dafür gesorgt, dass die Vorsorgeeinrichtungen künftig die teilweise sehr hohen Kosten für die Vermögensverwaltung durch Fonds und Ähnliches ausweisen müssen.

Auf vier Milliarden Franken schätzt das Bundesamt für Sozialversicherungen die Aufwendungen für die Vermögensverwaltung pro Jahr. Davon würden 2,8 Milliarden nicht in der Betriebsrechnung auftauchen. Sie wurden nicht als Kosten verbucht, sondern vom Anlageertrag abgezogen. Sie versickerten in der Rechnung der externen Vermögensverwalter.

Das Parlament beschloss daraufhin, dass diese Aufwendungen reduziert werden müssen. Die Gelder sollen den Versicherten zugutekommen und nicht den Vermögensverwaltern. Die wiederum müssen ihre Kosten genauer ausweisen. Sollten Kassen dennoch mit Verwaltern zusammenarbeiten, die nicht die Transparenzkriterien erfüllen, so müssen sie dies in ihren Jahresabschlüssen ausweisen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    Nun Ja, die Börsen sind auf Himmelfahrt und die Pensionskassen machen Gewinne auf dem Papier mit ihren Anlagen. Nur wie lange, die Zeichen in der EU stehen auf Sturm und die Pensionskassen sollten sofort ihre Börsenwerte in Immobilien oder Gold umlagern, denn in wenigen Monaten wird der Euro an die Wand fahren und die Börsen werden markant abstürzen. Die PK werden das vermutlich nicht tun, und nachträglich über ihre horrenden Verluste Klagen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Kurzfristiges Denken killt unsere Renten! Spekulationen killen unsere Renten! Politiker und PK Besitzer mit ihrer eigenen Geldgier killen unsere Renten. Übrig bleiben ein paart Reiche die zu ihrem Vermögen eine Top Renten erhalten und wir armen Schlucker, die nichts erhalten! Liebe Schweizer, nehmt endlich den Finger raus und zeigt den wahren Abzockern (Politiker, Beamte, Bosse "sozialer" Einrichtungen), was ihr von ihnen haltet. Die Zeit des Kopfnickens und Ja-Sagens ist vorbei!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen