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Vereidigung in Bern Das sind die fünf neuen Nationalräte

Fünf neue Parlamentarier rutschen ins Parlament nach – mitten in der Legislatur. Der Grund dafür ist unterschiedlich.

Die fünf neuen Nationalräte.
Legende: Die neuen Mitglieder der grossen Kammer werden vereidigt. Keystone

Rocco Cattaneo

Der 58-jährige Tessiner FDP-Politiker Rocco Cattaneo ersetzt Ignazio Cassis, der in den Bundesrat gewählt worden ist. Cattaneo stand von 2012 bis 2016 der Tessiner FDP vor. Bei den Nationalratswahlen 2015 landete er hinter Ignazio Cassis und Giovanni Merlini auf dem ersten Ersatzplatz. Schon 2011 hatte er erfolglos für den Nationalrat kandidiert. Im März dieses Jahres ist der Unternehmer zu einem der drei Vizepräsidenten des europäischen Radsportverbands gewählt worden. Er war von 1986 bis 1994 Profifahrer und organisierte 1996 die Strassen-WM in Lugano.

Rocco Cattaneo.
Legende: Rocco Cattaneo. Keystone

Irène Kälin

Die 30-jährige Irène Kälin folgt auf den Aargauer Grünen Jonas Fricker in den Nationalrat. Dieser ist aus der grossen Kammer zurückgetreten, nachdem er in der Herbstsession Schweinetransporte mit der Deportation von Juden verglichen hatte. Seine Ersatzfrau Kälin gehört seit 2010 dem Aargauer Grossen Rat an. Bei den Nationalratswahlen im Herbst 2015 hatte sie auf dem ersten Listenplatz kandidiert, war aber von Fricker überrundet worden. Kälin ist Gewerkschaftssekretärin und Islamwissenschaftlerin.

Irène Kälin.
Legende: Irène Kälin. Keystone

Nik Gugger

Auf die Zürcher EVP-Nationalrätin Maja Ingold folgt Nik Gugger. Der 47-Jährige war in Indien geboren und als Baby von Schweizer Entwicklungshelfern adoptiert worden. Gugger wuchs in der Region Bern auf. Heute wohnt er mit Frau und drei Kindern in Winterthur. Gugger ist Jugend- und Sozialarbeiter und baute in Winterthur unter anderem die «Fabrikkirche» für Jugendliche auf. Vor einem Monat eröffnete er ein Restaurant, mit dem er Erwerbslose in den Arbeitsmarkt integrieren will. Von 2002 bis 2014 war Gugger Mitglied des Winterthurer Stadtparlamentes. 2014 schaffte er den Sprung in den Kantonsrat, aus dem er nun zurückgetreten ist.

Nik Gugger.
Legende: Nik Gugger. Keystone

Diana Gutjahr

Die 33-jährige Diana Gutjahr rückt für den Thurgauer SVP-Nationalrat Hansjörg Walter nach. Die Betriebsökonomin wohnt in Amriswil und führt zusammen mit ihrem Mann das im Metallbau tätige Familienunternehmen Ernst Fischer AG in Romanshorn. Gutjahr sass seit 2012 für die SVP im Thurgauer Grossen Rat. Ihre politischen Schwerpunkte sind Wirtschaft und Bildung. Gutjahr ist Vizepräsidentin des Thurgauer Gewerbeverbands und Vizepräsidentin der Arbeitgebervereinigung Romanshorn und Umgebung.

Diana Gutjahr.
Legende: Diana Gutjahr. Keystone

Hansjörg Brunner

Walter ist nicht das einzige Mitglied der sechsköpfigen Thurgauer Delegation, das auf die Wintersession hin ausgewechselt worden ist. FDP-Nationalrat Hermann Hess wird durch Hansjörg Brunner ersetzt. Der 50-Jährige ist Druckereiunternehmer und Verleger aus Wallenwil. Er vertritt die FDP seit 2012 im Grossen Rat. Brunner ist Präsident von Gewerbe Thurgau und Mitglied der Schweizerischen Gewerbekammer.

Hansjörg Brunner.
Legende: Hansjörg Brunner. Keystone

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Duran (Tom Duran)
    Wieder 5 im Club derjeniger die ausgesorgt haben. Die müssen sich nicht mit Billag, Krankenkassen, hohen Mieten und Preisen rumschlagen, bzw. bleiben denen nach Bezahlung ihrer Rechnungen noch ein paar Tausender übrig. Etwas, dass ich seit Jahren nicht mehr kenne. Auch dank unsere Politiker ist das Leben immer unbezahlbarer geworden. Warum wählen wir eigentlich nicht mal wirklich sozial eingestellte Volksvertreter? Gibt es sowas in der Schweiz überhaupt?
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Nachrücken, ohne wirkliche Abklärung bzgl. effektiver "Eignung", Charakter- und Persönlichkeits-Stärke, Ehrlichkeit, Redlichkeit, "Rückgrat", zum wahren Wohl des Schweizer Volkes!!??
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  • Kommentar von Martin Meier (M.Meier)
    Nachrücken sollte verboten sein, denn die Person wurde ja nicht gewählt, scheiterte an irgendeiner Hürde. Nachrücken ist die billige Masche damit diese dann bei den nächsten Wahlen als "bisherige" auf die Liste kommen, auch wenn sie nicht geleistet haben.
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    1. Antwort von Willy Boller (Willy Boller)
      Wenn Sie mit der bisherigen Praxis nicht einverstanden sind, haben Sie ja die Möglichkeit, eine entsprechende Gesetzesänderung "aufzugleisen°!
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