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Schweiz Vermisste 11-Jährige: Mutter versteckte das Mädchen

Die Umstände des Verschwindens einer 11-Jährigen aus Unterägeri (ZG) sind geklärt: Die Mutter hatte das Kind versteckt und inszenierte einen Vermisstenfall.

Legende: Video «Falscher Alarm» abspielen. Laufzeit 2:25 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 02.04.2014.
Sevnja verpixelt
Legende: Die 11-Jährige wurde von ihrer Mutter versteckt. srf

Das Verschwinden eines 11-jährigen Mädchens aus Unterägeri (ZG) war vorgetäuscht: Das Kind war nur zum Schein vermisst. Die Mutter hatte es versteckt und den Vermisstenfall inszeniert. «Während der ganzen Zeit behauptete die Frau, das Mädchen sei spurlos verschwunden», sagte Marcel Schlatter, der Sprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden, gegenüber Radio SRF.

Inzwischen wurde die Frau in eine psychiatrische Klinik gebracht. Aufgrund der Probleme der Mutter lebte das Kind auch bereits in einem Internat.

Nachbar fand das Mädchen in seiner Wohnung

Statt in die Schule zu gehen, ging das Mädchen am Montag um 8 Uhr nach Hause zu ihrer Mutter. Dort blieb das Kind bis am Dienstag. Als es der Mutter zu viel wurde, brachte sie ihr Kind in die Wohnung des Nachbarn. Zu dieser Wohnung hatte sie für Ferienabwesenheiten einen Schlüssel. Am Dienstagabend wurde das Mädchen dann vom Nachbarn gefunden. Der Mann habe mit der ganzen Sache nichts zu tun, sagte Schlatter weiter. Der Mann habe sofort die Polizei informiert.

Grosse Suchaktion

Ob das Mädchen freiwillig zu seiner Mutter ging oder von ihr nach Hause beordert worden war, ist noch unklar. Ausserdem wird abgeklärt, ob der Frau die Kosten für den Polizeieinsatz auferlegt werden.

Die Zuger Polizei war mit Hunden und einem Helikopter ausgerückt, um das Mädchen zu finden. 30 Stunden wurde gesucht. Auch ein Grossaufgebot der Armee und des Zivilschutzes war beteiligt.

18 Kommentare

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  • Kommentar von Ruth Buchli, Chur
    Ich bin sehr froh und erleichtert, dass das Mädchen gefunden wurde und ihm nichts ernsthaftes passiert ist! Und bin empört über die Kommentare derjenigen, welche die Suche übertrieben finden oder Mutmassungen anstellen, ohne die genauen Umstände zu kennen. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig die Polizei bemühen.
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  • Kommentar von Lena Meier, Aarau
    Was sich dahinter wohl für ein Drama verbirgt? Wieso lebte das Kinde in einem Internat? Leider handeln unsere Sozialbehörden oft auch ganz schön selbstherrlich und wenn sich Eltern nicht rechtzeitig juristisch wehren (was teuer ist) wird immer öfter einfach über das Schicksal ihrer Kinder entschieden. Auch da wo die Eltern keinen schlechten Job machen. Mal angenommen das Kind wurde gegen den Willen von Mutter und Kind in das Internat eingewiesen verstehe ich die Verzweiflungstat der Mutter...
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    1. Antwort von Marianne Roe, Gwatt
      Frau Meier. Ich stimme Ihnen zu. Denn was man in letzter Zeit alles hört, über den neuen Kindes- und Erwachsenenschutz ähnelt dem was mit den Verdingkindern passiert ist. Da haben sich die Behörden ganz schön vertan. Eine solche Änderung des Systems hätte in kleinen Schritten gemacht werden müssen. Aber eben - heute lernt man im Studium - Power zu zeigen - je mehr Änderung + Deregulierung desto besser. Die Verantwortlichen sind überfordert + keine Personen die das ganz normale Leben verstehen.
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    2. Antwort von Tom Duran, Basel
      Dem kann ich nur zustimmen. Und ich dopple nach: man kann nicht alle kontrollieren und regeln! Gerade in der Innenschweiz obsiegt leider die Bevormundung nach wie vor. Es wird Zeit, dass die Bevölkerung sich auf die Beine stellt und nicht mehr alles was von Oben kommt kopfnickend absegnet. Viele psychische Probleme entstehen dank einer arroganten und bevormundenden Beamtenschaft. Wir brauchen dringend mehr Bürger und Menschenrechte, schriftlich verankert! Ansonsten bleibt's bei der Willkür!
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  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    Was für haarsträubende Kommentare hier wieder mal abgegeben werden. Zum Glück ist das Kind einfach wieder wohlbehalten aufgefunden worden. Dem Demo Absager von letzter Woche in Bern wird das trotzdem aufgebotene Polizei-Kontingent auch nicht in Rechnung gestellt, also mal Halblang bei der Schuldzuweisung an die Mutter, welche aus was auch immer für Gründen zum Zeitpunkt X nicht richtig tickte...
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