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Wegen Verjährung Verfahren gegen Polanski eingestellt

Roman Polanski
Legende: Der französisch-polnische Regisseur lebt in Paris. In der Schweiz weilt er ab und zu in seinem Chalet in Gstaad (BE). Keystone
  • Die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern hat das Verfahren gegen Roman Polanski wegen angeblicher Vergewaltigung und sexueller Handlungen mit Kindern eingestellt.
  • Die Prüfung des Staatsanwalts hat ergeben, dass die Vorwürfe auf das Jahr 1972 zurückgehen – das mutmassliche Opfer war damals 15 Jahre alt.
  • Der damals geltende Tatbestand der Notzucht gelangt nicht zur Anwendung, weil nur Frauen, die das 16. Lebensjahr zurückgelegt haben, davon erfasst wurden.

Die Vorwürfe stammen von einer ehemaligen Deutschen Schauspielerin. Polanski soll 1972 die damals 15-Jährige in einem Chalet im Berner Oberländer Nobelkurort Gstaad vergewaltigt haben.

Die 61-jährige gebürtige Deutsche reichte am 26. September im Kanton St. Gallen Anzeige ein. Die Frau erstattete erst jetzt Anzeige, weil sie ihre inzwischen verstorbenen Eltern nie mit der Sache belasten wollte.

Die 61-jährige Deutsche ist mittlerweile die vierte Frau, die Vorwürfe wegen Vergewaltigung gegen Polanski erhebt. Polanskis Anwälte sehen in der eingereichten Anzeige den Versuch, Medienrummel zu verursachen.

16 Kommentare

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  • Kommentar von Heidy Rüegg (heidy70)
    Warum ist sie nicht damals sofort zur Polizei gegangen, angeblich wegen ihren Eltern. Wie will sie nach 45 Jahren beweisen, dass sie vergewaltigt worden ist? Je mehr solche Berichte erscheinen, desto mehr stumpft man ab. Oder wollt ihr damit die heutige Situation mit den Asylanten verstecken? Denn was heute in ganz Europa geschieht ist erschreckend. Aber wenn man darüber spricht, ist man sofort ein Rassist oder Fremdenhasser, obwohl man ganz genau weiss dass es stimmt.
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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Mit 15 Jahren ist ein Mädchen biologisch kein Kind mehr. Was genau vorgefallen ist und ob die Vorwürfe überhaupt war sind, weiss man nicht. Pädophil ist Polanski sicher nicht.
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    1. Antwort von Manuela Fitzi (Mano)
      Mit 15 ist ihre Persönlichkeit noch nicht fertig entwickelt. Sie urteilt anders, als eine Erwachsene. Deswegen stuft Sozialpsychologie wie Gesetz die Person als "nicht urteilsfähig" ein. Nicht mündig. Darf keine Verträge abschliessen, welche eine klare Willensäusserung bedeuten. Zudem steht sie unter Gesetzesschutz. D.h., Polanski ist moralisch wie gesetzlich ein Phädophiler, der frei herumläuft. Normalerweise kocht das Netz, wenn wir über solche Fälle hören.
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    2. Antwort von Theresia Weber (Resi)
      Charles Halbeisen, genau mit 15 ist ein Mädchen biologisch kein Kind mehr. Dies ist der Grund, weshalb Schuld- und Schandegefühle die Folgen sind, verbunden mit Tabu, moralischer, religiöser Konditionierung durch das Umfeld während der Erziehung. Eine schwere Belastung, die m.E. mittels Anklage nicht beseitigt werden kann.Gut man redet heute davon, obwohl ich die metoo-Kampagne eher als lächerlich finde u. lediglich den Feministinen dient. Oh my gosh me too, welch arme Kreatur!
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    3. Antwort von Beat Morgenthaler (beatmaster)
      Würde mich wundern, wie Sie dies beurteilen wenn ihre, hypothetische,15 jährige Tochter in derselben Situation wäre. Biologie hält sich nicht an Kalendertage denk ich mal
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Schon allein die Begründung des Opfers zeigt, wie belastend so eine Erfahrung für das ganze Umfeld ist. Ich überlege mir schwer, wo ich protestieren gegen diesen Entscheid kann. Als Frau habe ich eine grosse Empathie für das Opfer, zudem sie ja nicht das einzige von Polanski ist. Und er wird einfach jahrzehntelang nur noch geschützt. Wo leben wir bitteschön?
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    1. Antwort von Theresia Weber (Resi)
      Manuela Fitzi, kann gut nachvollziehen was sie sagen, weil auch ich als 13... jährige... Ueber 60 käme es mir nicht in Sinn, Anklage zu erheben. Natürlich hinterlässt das Spuren (Selbstbewusstsein, Minderwertigkeits-, Schuld-,Schandegefühle,...), das Leben geht weiter u. birgt berufliche und private Ereignisse, die anklopfen, damit die verschlossene Box geöffnet wird. Bin dankbar, die Ereignisse zu akzeptieren, wie sie kommen. Was hätte es mir genützt mein Leben lang ein Opfer zu sein?
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    2. Antwort von Manuela Fitzi (Mano)
      Frau Weber, es tut mir leid für Sie. Es ist sehr erfreulich, dass Sie heute darüber stehen können. Doch wie die Menschen auch vielfältig gestrickt sind, einige können es einfach nicht und beharren in der Opferrolle. Die Tücken einer solchen Erfahrung verstecken sich in der Unberechenbarkeit: man weiss nie, wie die Geschehnisse individuell aufgearbeitet werden. Esssucht, Aggressionen, Beziehungsunfähigkeit, Untersozialisation, pathologische Auffälligkeiten? Und:13Jährige gibt's auch heute...
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