Weichenschaden auf SBB-Neubaustrecke behoben

Zugsreisende, die über Olten nach Bern fahren, mussten sich am Montag auf längere Fahrtzeiten einstellen. Bei Bauarbeiten ist eine Weiche beschädigt worden. Die Züge wurden via Burgdorf respektive Oensingen umgeleitet. Am Dienstag fuhren die Züge wieder planmässig.

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SBB-Kunden brauchen Geduld

0:30 min, aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 12.5.2013

Viele Bahnreisende auf der Fahrt von Olten nach Bern und Solothurn haben sich am Montag in Geduld üben müssen. Die Züge, die üblicherweise über die SBB-Neubaustrecke rollen, mussten auf die Stammlinien umgeleitet werden. Am Montagabend ab 19 Uhr ist die gesamte Neubaustrecke gesperrt.
 
Bei planmässigen Unterhaltsarbeiten auf der Neubaustrecke, die deswegen am Wochenende unterbrochen war, wurde am Sonntag eine Weiche beschädigt. Daher konnte die Strecke am Montagmorgen nicht wie vorgesehen wieder freigegeben werden.

Die Neubaustrecke war am Montag nur einspurig befahrbar – und zwar von Bern in Richtung Olten. Die Züge von Olten in Richtung Bern wurden auf die Stammlinie via Burgdorf umgeleitet. Das verlängerte die Fahrzeit um 15 Minuten.
 
Betroffen waren auch jene Züge, die normalerweise von Olten über die Neubaustrecke nach Solothurn fahren. Sie wurden über Oensingen umgeleitet. Diese Züge auf der Jurasüdfusslinie hatten eine Verspätung von rund 5 Minuten.
 

Störung bis Dienstagmorgen behoben

Um den Schaden an der sogenannten Schnellfahrweiche im Tunnel Wanzwil beheben zu können, muss die Neubautrecke am Montagabend um 19 Uhr bis Betriebsschluss erneut vollständig gesperrt werden, wie SBB-Sprecher Christian Ginsig auf Anfrage sagte. Alle Züge würden über die Stammlinien umgeleitet.
 
Es war das Ziel, diese Arbeiten am Dienstagmorgen vor 6 Uhr abzuschliessen. So verkehrten die Züge ab Bern und Olten am Dienstagmorgen denn auch wieder planmässig über die Neubaustrecke.

Auch am übernächsten Wochenende wird die Neubaustrecke wegen den weiteren Unterhaltsarbeiten gesperrt sein. Die Züge werden erneut über die Stammlinien umgeleitet.

Der Schaden im Detail

Bei den Unterhaltsarbeiten wurde die längste Weiche im SBB-Netz, die Schnellfahrweiche im Tunnel Wanzwil, beschädigt. Konkret ist die Weichenzunge, der bewegliche Teil der Weiche, betroffen. Diese Weiche können die Züge üblicherweise mit voller Geschwindigkeit befahren.