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Schweiz Weniger Einwanderer – Schweiz wächst trotzdem

Ende 2014 hat die Schweiz im Vergleich zu 2013 insgesamt 98'000 Personen mehr gezählt. Die Gründe: Einwanderungsüberschuss, mehr Geburten und weniger Tote. Das Gros der Einwanderungen machen fünf Hauptgruppen aus – mit einem klaren Spitzenreiter.

Legende: Video Bevölkerungsanstieg in der Schweiz abspielen. Laufzeit 00:43 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 29.09.2015.

Ende 2014 zählte die ständige Wohnbevölkerung in der Schweiz 8'237'700 Personen. Gegenüber 2013 entspricht dies einem Wachstum von 98'000 (plus 1,2 Prozent) Menschen. In erster Linie macht das Bundesamt für Statistik (BFS) hierfür ein «Wanderungssaldo» verantwortlich.

187'300 Einwanderungen wurden registriert: Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 3,1 Prozent. Die Auswanderungen nahmen 2013 derweil um 4,6 Prozent zu. Dennoch bleibt ein Wanderungssaldo von 76'200 Personen. Das BFS begründet das Wachstum – das sich in sämtlichen Kantonen beobachten lässt – ferner mit einem Anstieg der Geburtenzahlen und einer rückläufigen Zahl von Todesfällen.

Mammutanteil der Einwanderer: deutsche Staatsangehörige

Bei einem kleinen Teil der Einwanderungen, nämlich 26'200, handelt es sich um Schweizer Staatsangehörige. Die restlichen 161'100 Personen, die immigrierten, sind ausländische Staatsangehörige. Hier lassen sich fünf Hauptgruppen eruieren, welche die Hälfte aller Einwanderungen ausländischer Staatsangehöriger ausmachen: Deutsche (24'700), Italiener (19'000), Portugiesen (15'200), Franzosen (14'500) und Spanier (8100).

Die Zahl der Auswanderungen belief sich auf 111'100. Davon waren 28'500 Personen schweizerische und 82'600 ausländische Staatsangehörige. Wie bereits im Vorjahr wanderten die Schweizer am häufigsten nach Frankreich aus (14 Prozent). Dahinter folgen als beliebteste Auswanderungsländer Deutschland (9,4 Prozent) und die USA (6,9 Prozent). Was die ausländischen Auswanderer betrifft, liegen die Deutschen vorne (16'300), gefolgt von den Italienern (7000), den Franzosen (6700), den Portugiesen (5900) und den Briten (3800).

Bevölkerung in allen Kantonen gewachsen

Die ständige Wohnbevölkerung hat in allen Schweizer Kantonen zugenommen. In acht von 26 Kantonen lag das Wachstum über dem gesamtschweizerischen Durchschnitt von 1,2 Prozent. Namentlich in den Kantonen Freiburg (plus 1,9 Prozent), Genf und Zug (je plus 1,7 Prozent), Waadt (plus 1,6 Prozent), Zürich und Wallis (je plus 1,5 Prozent), Aargau (plus 1,4 Prozent) und Thurgau (plus 1,3 Prozent).

Das geringste Bevölkerungswachstum war 2014 in den Kantonen Nidwalden, Graubünden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, Neuenburg (je plus 0,5 Prozent) und Uri (plus 0,4 Prozent) zu beobachten.

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59 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Man kann das Faktum, dass innerhalb eines Jahres wieder fast 100'000 MEHR MENSCHEN im kleinen Ländchen Schweiz leben, drehen und beschönigen, wie man will, eines ist unbestritten: Der weitaus höchste ANTEIL an dieser Entwicklung ist die enorme EINWANDERUNG! Es ist auch unbestritten, dass wir in vielen Bereichen auf Migranten angewiesen waren und immer noch sind! Es geht aber immer um das "VERHAELTNIS", das wir im "AUGE BEHALTEN" sollten! Darum stimmten wir der MEI zu! So einfach ist das!
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    1. Antwort von Jürg Baltensperger (Baltensperger)
      Ausnahmsweise bin ich mit Ihnen in gewissen Punkten einig - eine Einwanderung der Einwanderung wegen lehne ich ab. Qualität vor Quantität. Nutzen wir die Chance und ziehen Leute an, welche uns weiterbringen. Leider hat es die SVP hier versäumt eine Lösung zu präsentieren. Wäre ja eigentlich die Kernkompetenz der Partei. Stattdessen schiesst man gegen alle Einwanderer, egal ob Asylbewerber, Arzt oder Bauarbeiter. Differenzieren ist dringend nötig.
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  • Kommentar von Marlies Artho (marlies artho)
    A. Planta Sie haben recht,rechtmässig Eingebürgerte Menschen,sind auch Schweizer, ja auf jeden fall, mit dem Schweizerpass auf dem Papier. Aber jeder Mensch kann doch die eigene Wurzel und Herkunft nicht verleugnen. Kenne einige die Schweizerbürger sind und schon Jahrelang hier leben und trotzdem schlägt ihr Herz noch für ihre Heimat, was ich persönlich ganz normal und verständlich finde. Sei es für Italien, Thailand usw. weil diese auch sehr oft in ihrer Ursprungheimat die Ferien verbringen.
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  • Kommentar von W. Ineichen (win)
    Wie viele Autos werden wohl im Jahr 2025 herumkurven bzw. im Stau stehen? Ich schätze mal so 6 Millionen. Freut euch des Lebens. Auf Wiederstauen allerseits.
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    1. Antwort von Urs Müller (Confoederatio)
      Nur gut, dass es dann noch den ÖV, insb. die Bahn gibt.
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