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Schweiz Weniger gesprächig, dafür länger online

Mittlerweile nutzen fast alle Schweizer – die älteren Semester nicht ausgenommen – ein Handy oder Smartphone. Doch ihr Nutzungsverhalten hat sich verändert: Es wird weniger telefoniert, jedoch immer mehr das Internet mobil genutzt. Dies zeigt eine Studie von gfs.bern über die letzten vier Jahre.

Hände halten Smartphones
Legende: Aus dem Schweizer Alltag nicht mehr wegzudenken: das Smartphone. Keystone

Die Schweizer Bevölkerung telefoniert im Schnitt nur noch 17 Minuten pro Tag mit dem Handy oder dem Smartphone. Im Jahr 2010 waren es noch 29 Minuten. Dafür ist die mobile Internetnutzung in den vergangenen vier Jahren stark gestiegen: Waren die Eidgenossen im Jahr 2010 via Handy noch sieben Minuten pro Tag online, sind sie es heute ganze 49 Minuten. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage von gfs.bern , Link öffnet in einem neuen Fensterim Auftrag der Informationsplattform Forum Mobil, die seit 2003 zum siebten Mal durchgeführt worden ist.

Die über 65-Jährigen tun es den Jüngeren gleich

Die im Dezember 2014 schweizweit durchgeführte Erhebung zeigt weiter, dass mittlerweile die allermeisten ein Mobilfunktelefon nutzen. 97 Prozent der Schweizer Bevölkerung besitzen ein Handy oder Smartphone. Aufgeholt haben in den letzten Jahren insbesondere die über 65-Jährigen. 2010 haben in dieser Altersgruppe erst 56 Prozent der Personen ein Mobiltelefon benutzt. Heute sind es 93 Prozent.

Wenn sich die Schweizer über das Handy oder Smartphone auch vermehrt ins Internet einloggen, sind die klassischen Funktionen wie das Telefonieren oder das SMS-Schreiben doch die am meisten genutzten Anwendungen geblieben. Am dritthäufigsten werden Handys und Smartphones indes für E-Mails und Mitteilungsdienste genutzt. Vor allem jüngere Schweizer bedienen sich regelmässig und häufig des Mobiltelefons für ihre Aktivitäten in sozialen Medien.

Nutzen überwiegt Bedenken

Die Umfrage von gfs.bern zeigt, dass der Mobilfunk in der Schweiz zu einer unverzichtbaren Form der Kommunikation geworden ist. 86 Prozent aller Befragten sind der Meinung, dass die Mobilfunkkommunikation hierzulande nicht mehr wegzudenken ist.

Urs Bieri, Senior-Projektleiter von gfs.bern, fasst die Erhebung über die vergangenen vier Jahre wie folgt zusammen: «Auch wenn es nach wie vor Personen gibt, die hinsichtlich der möglichen gesundheitlichen Auswirkungen Vorbehalte haben, überwiegt über alle Altersgruppen der Befragten klar der Nutzen.»

6 Kommentare

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  • Kommentar von A. Huber - ICT, Basel
    Ich verwanze mich nicht selber, solange es keinen Handy Zwang gibt! Über mich gibt' s deshalb auch diesbezüglich keine Bewegungs- und Gewohnheitsprofile, Swisscom, NSA & Co. wissen nicht, wann ich mich mit wem und wie oft treffe, wo ich arbeite, wie schnell ich welche Strecke von A nach B zurücklege und bei wem ich übernachte. Mein Konsumverhalten ist (digital) weitgehend unbekannt - ich bezahle bar. Mich kann man auch nicht jederzeit orten, usw., usf... Kurz und gut: Ich bin nicht gechipt!
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    1. Antwort von Markus Schmid, Luzern
      @ Huber: Mit Ihrem Kommentar haben Sie massenweise Informationen über sich preisgegeben. Damit meine ich nicht nur die, dass Sie die NZZ-Online lesen. So klug wie Sie uns hier weismachen, scheint mir Ihr verhalten nicht.
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    2. Antwort von Markus Schmid, Luzern
      @Huber: Korrektur; es sollte natürlich nicht NZZ-Online heissen sondern SRF-News. Damit habe ich auch gleich verraten, dass ich beide Portale nutze :-))
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    3. Antwort von Reto Munteler, Zürich
      @M. Schmid; Woher wollen Sie denn wissen, ob A. Huber wirklich so heisst und ob er/sie in Basel wohnt. Von daher wäre es korrekter zu sagen, dass eine Person, die sich als A. Huber ausgibt ein srf-news-Leser sei. Ich würde es begrüssen, wenn als Reaktion auf die allgemeine Datensammelwut eine Datenverschleierungs-Welle ausgelöst würde und es mehr Angebote gäbe, die letzteres begünstigen.
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    4. Antwort von A. Huber - ICT, Basel
      @ Reto Munteler, Zürich: Um auch in Zukunft noch etwas Privatsphäre und damit Selbstschutz und persönliche Freiheiten wahren zu können, werden deren Anhänger wohl leider kaum darum herumkommen, wo überhaupt noch möglich, massenhaft falsche und widersprüchliche Informationen über sich selbst in die Welt zu setzen/in die Welt setzen zu lassen. Dadurch werden diese Infos für all die omnipräsenten Spione schlicht wertlos...
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  • Kommentar von Reto Munteler, Zürich
    Ich hoffe mal, dass die freie Wahl der Kommunikationsmittel trotzdem noch bestehen bleibt.
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