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Hassprediger Ramadan Wird der Bieler Imam nun ausgewiesen?

  • Er hetzt in seinen Predigten in Biel gegen Andersgläubige und Andersdenkende: Der Imam Abu Ramadan.
  • Den Asylstatus hat ihm das Staatssekretariat für Migration Anfang Monat aberkannt. Dass er bald die Schweiz verlassen muss, ist allerdings eher unwahrscheinlich, wie ein Experte sagt.
  • Ramadan flüchtete 1998 aus seiner Heimat Libyen in die Schweiz und erhielt dann Asyl. 2003 bekam er die Niederlassungsbewilligung.

Ein unscheinbares Gebäude beherbergt die Bieler Moschee. Hier hat Abu Ramadan Hass-Botschaften verbreitet. Das zeigen Tonaufnahmen, die der «Rundschau» vorliegen. Unter anderem bat er Allah darum, die Feinde des Islams zu zerstören – Juden, Christen, Hindus, Russen und Schiiten

Marc Spescha, Anwalt und Lehrbeauftragter Ausländer-Recht Universität Fribourg sagt dazu: «Das ist eine massive Störung des öffentlichen Friedens. Man könnte auch sagen: Wird da nicht zu Gewalt aufgerufen?» Es sei deshalb denkbar, dass dieses Verhalten als schwerwiegender Verstoss qualifiziert werde.

Jahrelanger Rechtsstreit möglich

Das könnte wiederum heissen, dass die Polizeidirektion des Kantons Bern dem Imam die Niederlassungsbewilligung entzieht. Diese schreibt auf Anfrage von SRF, sie werde ausländerrechtliche Schritte prüfen. Dazu «gehören auf der kantonalen Ebene zum Beispiel das Überprüfen und Widerrufen von Niederlassungs- und Aufenthaltsbewilligungen. Ob und welche dieser Massnahmen zum Tragen kommen, hängt vom Einzelfall ab.»

Trotzdem: Dass der Bieler Hass-Prediger die Schweiz bald verlassen muss, ist unwahrscheinlich. Denn gegen den allfälligen Entzug seiner Niederlassungsbewilligung könnte er bis vor Bundesgericht gehen – und das würde Jahre dauern.

Lohn für Pilgerreisen?

Abu Ramadan lebte von der Sozialhilfe und leitete nebenbei Pilgerreisen. Dafür sei er nicht entlöhnt worden, wie er beteuert. «Für den Fall, dass jemand Einkünfte nicht deklariert, würde man von einem Sozialhilfemissbrauch ausgehen können», sagt Spescha dazu. Und dies wäre ein Grund für eine Landesverweisung von mindestens fünf Jahren.

Der Asylstatus wurde dem Imam von Biel bereits Anfangs August entzogen, weil er mehrmals in sein Heimatland Libyen zurückgereist war. Der Entschluss ist jedoch noch nicht rechtskräftig. Weitere rechtliche Schritte dürften folgen.

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74 Kommentare

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  • Kommentar von Beatrice Mosimann (Beat.)
    Koran, die ungefähre Übersetzung, ist so flexibel, anpassungsfähig. Würden wir die Imame selber Ausbilden, wüssten wir, was der Koran konkret übersetzt aussagt. Es sei dem Alten Testament gleich, u. immer wieder werden Gottesgebote angepasst, neu geschrieben u. sogar philosophiert, darum wird es immer Hitzköpfe geben. Würden wir alle, nur die 10 Gebote eingehalten, gäbe es keinen Mord, kein Neid, kein Fremdgehen, etc.bei den Moslimen gäbe es erstaunlicherweise keinen Zins, Negativzins
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  • Kommentar von Oliver Schaub (Oliver Schaub)
    Was ist eigentlich mit den "Konsumenten" dieser Predigten, die sich ja scheinbar nicht an deren Inhalt gestört haben? Alles nur halb so wild?
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Von wo wollen Sie wissen, dass sich niemand am Inhalt gestört hat? Sowohl Staatsschutz wie auch die Bieler Behörden haben von den Predigten gewusst. Irgendwer muss also etwas gemeldet haben. Und andere sind wohl einfach nicht mehr hin gegangen, weil es ja auch noch andere Moscheen gibt ohne Hetzereien. Sowohl die Behörden wie auch der Staatsschutz haben einfach nichts gemacht aus der Meldung.
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    2. Antwort von Oliver Schaub (Oliver Schaub)
      Sie haben wohl recht... die Teilnehmer waren so geschockt und entsetzt über das Gehörte, dass sie jahrelang Sprachlos wurden.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Es ist schon erschütternd: Solche hundsgemeine (Sozialhilfe beziehende) Hassprediger werden immer noch von gewissen "Schulmeister" hier gegen unsere christlichen Werte ausgespielt und indirekt in Schutz genommen! Wir Christen seien nicht fähig, mit gutem Beispiel voran zu gehen! Was muss eigentlich noch passieren, bis solche "falsche Ideologen" auch einsehen, dass der militante Islam keine Religion ist, sondern eine weltbedrohende grosse Gefahr!
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    1. Antwort von Chris Meier (Chris Meier)
      Gut gebrüllt - BRAVO!
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    2. Antwort von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
      Wer also besorgt Fakten zu dieser Horror-Geschichte aus Biel und Nidau äussert, "brüllt gut"! Ich verstehe Ihren "Spruch" nicht, Herr Meier! Bei diesem Thema geht es um eine ganz gefährliche Entwicklung, die ganz besonders Länder betrifft, die ihre Rechtsstaatlichkeit und "Menschenrechte" (vorallem gegenüber Migranten!) immer über alles stellt! Da müssen wir nicht "brüllen", sondern politisch handeln!
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