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Schweiz Zahl der Tötungsdelikte auf dem Tiefststand

Im 2014 sind 41 vollendete Tötungsdelikte gezählt worden. Das sind so wenige wie noch nie in den vergangenen dreissig Jahren. Auch bei den anderen Straftaten meldet das Bundesamt für Statistik rückläufige Zahlen.

Legende: Video «Westliche Gesellschaften sind generell sicherer geworden» abspielen. Laufzeit 2:02 Minuten.
Aus 10vor10 vom 23.03.2015.

Gegenüber 2013 sind in der Schweiz im letzten Jahr 29 Prozent weniger Tötungsdelikte begangen worden. 41 Menschen fielen einem Tötungsdelikt zum Opfer. Mehr als die Hälfte davon – 23 Fälle – fanden im häuslichen Bereich statt, wie der Kriminalstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) zu entnehmen ist.

Markant zurückgegangen sind dabei die Tötungsdelikte, welche mit einer Schusswaffe verübt wurden. Diese Zahl ist von 46 auf 18 gesunken. In fast jedem zweiten Fall, in dem ein Mensch jemanden getötet hatte oder versucht hatte, dies zu tun, wurden Schneid- oder Stichwaffen benutzt.

Zahl der Straftaten insgesamt gesunken

Nicht nur die Zahl der Tötungsdelikte, sondern die Zahl der Straftaten gemäss Strafgesetzbuch insgesamt ist gesunken, und zwar um 8,5 Prozent. Darunter fallen folgende Bereiche:

Zurückgegangen sind:

  • Tötungsdelikte
  • Diebstähle (ausser Fahrzeuge)
  • Einbrüche
  • Einfache Körperverletzung
  • Raubdelikte
  • Drohungen
  • Drogendelikte
  • Straftaten gegen Ausländergesetz

Allerdings sind auch Straftaten zu beobachten, die angestiegen sind. Um 7 Prozent zugenommen haben etwa die Fälle von schwerer Körperverletzung.

Zugenommen haben:

  • Schwere Körperverletzung
  • Betrug, Erpressung und Urkundenfälschung
  • Fahrzeugdiebstähle

Nahezu unverändert blieben:

  • Nötigung
  • sexuelle Handlungen mit Kindern
  • Vergewaltigungen
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69'850 Erwachsenen ab 18 Jahren wurde eine Straftat angelastet. Unter bis 24-jährigen Erwachsenen sank die Zahl der Beschuldigten um 8,9 Prozent, bei den älteren um 1 Prozent.

Erneut tiefer als im Vorjahr war auch die Zahl der einer Straftat beschuldigten Kinder und Jugendlichen mit noch 8994. Das waren 1,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Weniger Straftaten begingen auch Asylbewerber: Die Zahl der Asylsuchenden, die sich einer Straftat schuldig machten, war mit 3127 so tief wie noch nie seit 2009.

Legende: Video So wenig Tötungsdelikte wie seit Jahrzehnten nicht mehr abspielen. Laufzeit 1:36 Minuten.
Aus Tagesschau vom 23.03.2015.

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30 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Mein 4. (!) Versuch, meine Meinung zu solchen Statistiken zu äussern: Wer selber schon einen Hauseinbruch erleben musste, tagtäglich die Kriminalmeldungen verfolgt und mit Beamten auf Polizeidienststellen spricht, hat mit solchen "Schönfärbereien" (Statistiken) sehr Mühe! Natürlich, es ist ein Wahljahr! Alles wird versucht, ja im Oktober nicht das gleiche Debakel, wie am Wochenende in Frankreich, erleben zu müssen! Warten's wir enfach einmal ab, wie sich die Bürger(innen) entscheiden werden!
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  • Kommentar von I.Bürgler, lbach
    Herr Fischer. Hier geht es nicht um den 2. Weltkrieg, sondern um die Kriminalität in der Schweiz. Ich behaupte, dass sogar während des 2. Weltkrieges die Kriminalität in der Schweiz nicht einmal 10 % so hoch war im Vergleich zu heute. Zudem war der 2. Weltkrieg vor 70 Jahren bereits fast vorbei. Haben Sie etwa etwas gelernt oder haben Sie das eventuell verpasst?
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  • Kommentar von Kurt Keller, Thal
    Rückläufige Straftaten sind zwar erfreulich. Steigende Aufklärungsraten wären dies auch. Und das würde die Bevölkerung mindestens ebenso interessieren. Wo finden sich diese Daten?
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