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Umstrittene Moschee Zehn Verhaftungen nach Auseinandersetzung in An' Nur-Moschee

Legende: Video «Neue Vorwürfe an An'Nur-Moschee» abspielen. Laufzeit 4:17 Minuten.
Aus 10vor10 vom 21.02.2017.
  • Die Zürcher Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei Zürich haben am Morgen zehn Personen aus dem Umfeld der umstrittenen Winterthurer An' Nur-Moschee verhaftet.
  • Sie sollen im vergangenen November in der Moschee zwei Glaubensbrüder angegriffen haben, die interne Informationen an einen Journalisten weitergegeben haben sollen.
  • Journalist und Szenekenner Kurt Pelda hofft, dass nun etwas passiert in Winterthur. Denn die Szene sei äusserst gefährlich.

Die Zürcher Strafverfolgungsbehörden haben zehn Personen aus dem Umfeld der umstrittenen Winterthurer An' Nur-Moschee verhaftet. Diese sollen zwei Glaubensbrüder angegriffen haben, die interne Informationen an einen Journalisten weitergegeben haben sollen.

Der Vorfall ereignete sich bereits am 22. November 2016. Damals soll es in der An' Nur-Moschee zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen sein: Mehrere Personen muslimischen Glaubens sollen zwei Glaubensbrüder angegriffen haben. Laut einer Mitteilung der Zürcher Oberstaatsanwaltschaft sollen die Angreifer ihre Opfer massiv geschlagen, misshandelt und eingeschlossen haben.

Zahlreiche Hausdurchsuchungen

Die Angreifer verdächtigten die Opfer, den Inhalt einer umstrittenen Predigt an einen Journalisten weitergegeben zu haben. Anfang November soll der äthiopische Imam der An' Nur-Moschee in einer Predigt zum Mord an schlechten Muslimen aufgerufen haben. Diese Information gelangte an die Öffentlichkeit.

Die Staatsanwaltschaft, die Jugendanwaltschaft, die Kantonspolizei Zürich und die Stadtpolizei Winterthur haben nun am frühen Morgen in Winterthur und Umgebung zehn Verdächtigte im Alter zwischen 17 und 53 Jahren verhaftet. Zudem wurde rund ein Dutzend Hausdurchsuchungen an verschiedenen Orten durchgeführt.

Ein Paar Monate Haft bewirken nichts

Einer, der die Winterthurer Szene sehr genau kennt, ist der Journalist Kurt Pelda. «Ein Teil der Moscheegänger sowie des Vorstands sind absolut radikal», sagt er zu SRF News. Diese Leute würden nicht zurückschrecken vor Gewalt und Drohung. Man müsse diese als sehr gefährlich einschätzen. «Es wäre zu wünschen, dass diese Leute aus dem Verkehr gezogen werden.»

Die jetzige Verhaftungswelle bringe nichts, glaubt Pelda. Die Leute würden in Untersuchungshaft kommen und dann wieder freigelassen. Denn um sie zu verurteilen, müssten die Opfer aussagen. Und da ist Pelda skeptisch. Er glaubt, dass vor allem eine endgültige Schliessung der Moschee etwas bringen würde.

Denn dann würde man radikalen Muslimen den Treffpunkt und das Rekrutierungsterrain wegnehmen. Dies würde auch für alle anderen Moscheen in der Schweiz ein Zeichen setzen. Ein paar Monate Haft seien keine Drohung für solche radikalisierten Muslime, so Pelda. «Falls sie keinen Schweizer Pass haben, müsste man sie ausweisen, in ihre Länder zurückschicken.»

35 Kommentare

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  • Kommentar von Oliver Schaub (Oliver Schaub)
    Alle "heiligen" Bücher rufen bei wortwörtlicher Auslegung der Texte zur Gewalt auf. Und alle "Prediger", egal ob Priester oder Imam, gehören wohl eher NICHT zu den moderaten Gläubigen. Wer sich also wundert, dass in Moscheen Islamisten radikalisiert werden und Gewalt gegen Ungläubige gepredigt wird, der ist einfach nur naiv.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Hassprediger- und Terrorfinanzierer in hiesigen Moscheen, Salafisten, Links- und Rechtsextreme, kriminelle Grossfamilien, bildungsferne Gewalttäter aus der Reitschule, Sozialhilfe beziehende Unterstützer des Daesh (IS), Schwarzer Block, Syrienrückkehrer und inzwischen auch noch Terrorclowns! Vielleicht wird man einfach älter…
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Der friedliche Islam hat ein Problem, ein sehr ernsthaftes Problem. Man kann selbigen nicht mehr vom "Islamismus" wirklich unterscheiden. Offenbar sind es aber besonders und gerade Christen, die es erst recht nicht können, aber dennoch immer und immer wieder versuchen. Islam ist nicht nur Glaube, Religion und Koran, es ist auch eine strikte Gesellschaftsordnung mit strengen Regeln.
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    1. Antwort von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
      Der türk.Autor Senocak: "Auch wenn es die meisten Muslime nicht wahrhaben wollen, der Terror kommt aus dem Herzen des Islam, er kommt direkt aus dem Koran.“ Wo Korangetreue sich stark genug od.in Mehrheit wähnen, verlangen sie nicht mehr nur Toleranz, sondern Umsetzung. In Europa verbreiten zu viele Moscheenvereine+Eltern diese rassist., westophobe Ideologie. Nicht umsonst hält die Scharia in ganzen Stadtteilen Einzug, schiessen von TUR+SA finanzierte Moscheen+Minarette zu 1000en aus dem Boden.
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