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Zeugenaufruf nach Krawallen Zürcher Polizei veröffentlicht Gewalt-Videos von Hooligans

Legende: Video Krawalle vor Fussballspiel in Zürich abspielen. Laufzeit 2:06 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 22.03.2018.
  • Vor dem Cup-Halbfinal zwischen dem FC Zürich und dem Grasshopper Club ist es in Zürich zu einer wüsten Schlägerei zwischen den Fans gekommen.
  • Zwei Männer wurden mit Fusstritten und Schlägen gegen den Kopf traktiert.
  • Die Zürcher Stadtpolizei hat mehrere Überwachungsaufnahmen davon veröffentlicht.

Die grosse Brutalität mit der die Fussball-Anhänger auf den Aufnahmen vorgehen, ist schockierend: Da werden Personen angegriffen, die zuvor an keiner Auseinandersetzung beteiligt waren, zu Boden gestossen und mit Fusstritten gegen den Kopf traktiert, auch wenn sie sich bereits nicht mehr bewegen.

Es ist der erste Zeugenaufruf dieser Art.
Autor: Marco CortesiPolizeisprecher

«Wir suchen mit diesem Video Zeugen der Situation. Es geht nicht um eine einzelne Person. Um den Persönlichkeitsschutz zu wahren, haben wir alle Personen verpixelt», sagt Polizeisprecher Marco Cortesi.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft hat die Zürcher Stadtpolizei diese Bilder veröffentlicht. «Es ist der erste Zeugenaufruf dieser Art. Bis jetzt haben wir nur Öffentlichkeitsfahndungen gemacht», so der Polizeisprecher.

Das Ziel ist es, mit Hinweisen der Bevölkerung die Täter zu finden. Die Stadtpolizei erhofft sich von diesem Aufruf Bilder und Videomaterial der Bevölkerung zu erhalten, mit denen sie in den Ermittlungen einen Schritt weiterkommt.

Brutale Bilder, auch für die Polizei

Leider ist dieser Vorfall laut der Polizei keine Ausnahme. In den letzten Monaten bekam die Stadtpolizei vermehrt Meldungen von solchen Gewalttaten. Auch der Polizeisprecher spricht von brutaler Gewalt beim jüngsten Video: «Das sind Bilder, die wir nicht sehen wollen. Die Ultras zeigen sich gegenseitig nicht an. Offenbar gibt es einen Ehrenkodex zwischen den Fans. Vielleicht kommt es durch diesen Zeugenaufruf jetzt aber doch noch zu einer Anzeige.»

Wie es den Opfern geht, weiss die Stadtpolizei nicht. Die Fans haben die Polizei daran gehindert, auf den Platz zu gelangen. Sie wurde sogar angegriffen. Als die Polizei eintraf, waren bereits keine Personen mehr dort. Die Verletzten wurden weggetragen.

«Möglicherweise wurden die Verletzten irgendwo medizinisch betreut und wir erhalten nun aufgrund des Aufrufs eine Rückmeldung», hofft Cortesi.

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26 Kommentare

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  • Kommentar von Mirco Schmid (Mirco Schmid)
    Der Überfall auf eine Turnhalle zeigt, dass man sich in die Richtung Ganggewalt bewegt. Die Polizei kann nur etwas tun, wenn sie die Leute vor Ort greifen oder sie erkannt und festgenommen werden können. Ich denke, Kameras sollten vermehr eingesetzt werden, Mikrophone wären noch eine Überlegung, da liessen sich evtl. Namen heraushören, generell unbedingte Straffen, wer zum Prügeln auf die Strasse geht, da eine bösartige Intension vorhanden ist.
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    1. Antwort von Alex Volkart (Lex18)
      Ihre Ideen sind nicht schlecht Herr Schmid, aber wer soll dies Alles zahlen. Das sollen nicht brave Schweizer Bürger wie Sie oder Ich zahlen sondern die Fussballclubs die klar viel zu wenig tuen gegen Chaoten in ihren eigenen Reihen.
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  • Kommentar von Alex Volkart (Lex18)
    Solche Chaoten sollten ein lebenslanges Stationverbot bekommen. Für sämtliche Schäden sollen die Fussballclubs der Chaoten zahlen müssen, dann misten sie von selbst die Chaoten aus ihren Fans heraus.
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  • Kommentar von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
    Schickt diese Idioten aufs Spielfeld, dann können sie sich 90min gegenseitig verprügeln, bis alle flach liegen. Das wäre vielleicht spannender zum Zuschauen und lukrativer, als langweilige Fussballspiele. Bin sicher, die würden jeweils vor ausverkauften Rängen ringen, die Kassen der Stadionbetreiber wären voll. Das alte rom lässt grüssen... ;-)
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    1. Antwort von Daniel Schicker (iron5)
      Es gäbe eigentlich schon diverse Kampf-Sportarten, wo sich diese ach so tollen Helden darstellen und beweisen könnten. Aber dafür sind sie zu dumm, zu schwach und zu feige. Denn sie brauchen ja ihre "starke" Gruppe, dieses vermummte nervige Looser-Pack.
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